Doch derzeit volle Konzentration auf deutschen Bahn-Vierer und Rio

Leif Lampater verspricht: „Ich fahre noch in Bremen“

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Da zeigte es Leif Lampater (rechts) allen Kritikern, denn am 10. Juni des vergangenen Jahres holte sich der 33-Jährige bei der DM in Berlin hinter Sieger Domenic Weinstein (Mitte) und Leon Rohde Bronze in der Einer-Verfolgung.

Bremen - Diese Nachricht verblüffte im Sommer: Leif Lampater wurde wieder in den Kreis der deutschen Bahnfahrer mit Ziel Olympische Spiele 2016 in Rio de Janeiro aufgenommen. Grund der Verwunderung: Acht Jahre zuvor sprachen Lampater und der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) kein Wort mehr miteinander. „Das Tischtuch war wirklich zerschnitten“, erinnert sich Lampater an diese unschöne Phase.

Doch im vergangenen Jahr war alles anders. „Der neue Bundestrainer Sven Meyer ist auf mich zugekommen und hat gefragt, ob ich zurückkehren möchte. Ich hätte nie im Leben daran gedacht, dass mir der BDR die Tür wieder aufmachen würde“, sagt der 33-Jährige.

Doch Lampater ging nicht sofort hindurch, sondern erbat sich etwas Bedenkzeit, „denn schließlich musste ich das auch noch mit meiner Frau besprechen“. Letztlich entschied sich Lampater für die Nationalmannschaft und vorerst gegen die Sixdays: „In dieser Saison fahre ich kein einziges Sechstagerennen, sondern konzentriere mich voll auf den Vierer.“ Um durch die entgangenen Sixdays-Einnahmen nicht in ein tiefes finanzielles Loch zu fallen, handelte Lampater mit dem BDR aus, dass er ab dem 1. Oktober 2015 als Sportsoldat geführt wird und somit eine gewisse Absicherung vorhanden ist.

Dass sich Lampater, der in der Nähe von Rosenheim wohnt, jedoch seinen Olympia-Traum erfüllen wird, ist noch nicht ganz klar. Der Bahn-Vierer wird zwar zu 99 Prozent in Rio dabei sein – aber in welcher Besetzung? Momentan streiten sich acht Fahrer um die fünf Plätze (vier Starter plus Ersatzmann). Lampater ist jedoch zuversichtlich: „Der Bundestrainer hätte mich nicht geholt, wenn er nicht auf mich setzen würde. Ich denke, dass ich gute Karten habe.“ Heute und morgen kann sich der zweifache Bremen-Sieger beim Weltcup in Hongkong bei Meyer empfehlen.

War’s das jetzt mit Lampaters Karriere als Sechstagefahrer? „Ich denke nicht. Solange ich beim BDR bin, werde ich dort fahren – also im Sommer auch im dem BDR angeschlossenen Straßen-Team von rad-net Rose. Die bieten im Vergleich zu den Maloja Pushbikern eine bessere Rundumversorgung.“ Doch Lampater will sich nicht, wie etwa Robert Bartko, klammheimlich und ohne Abschied vom Bremer „Sixdays-Acker“ machen: „Ich verspreche, dass ich mindestens noch einmal in Bremen fahren werde.“

töb

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