„Diversity Tea Time“: Fest der Vielfalt vor dem Goethe-Theater / Interkulturelles Programm

Auch die Wirtschaft schätzt die „Produktivkraft“

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Im Zentrum der Aufmerksamkeit: Frauen in Shirts der „Bremer Diversity-Tafel“ („Begegnen, Vernetzen, Genießen“) unter Palmen vor der Bühne auf dem Goetheplatz.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Vielfalt heißt heute nicht mehr Vielfalt, sondern: Diversity. Der Begriff ist zugleich politisch aufgeladen, was die Vielfalt ja nur noch vergrößert. Ebendiese Vielfalt wurde gestern groß gefeiert – mit einer „Diversity Tea Time“ auf dem Goetheplatz; organisiert vom Zentrum für Interkulturelles Management und Diversity der Hochschule Bremen – und vom Bremer Mercedes-Werk. Der buchstäblich naheliegende Kooperationspartner: das Goethe-Theater.

Diversity und Vielfalt, das sei „für uns eine Produktivkraft“, sagte Michael Börgerding, Generalintendant des Theaters Bremen. Apropos Produktivkraft – alles gehe auf eine „Initiative der deutschen Wirtschaft“ zurück, erklärte Libuse Cerna, die Vorsitzende des Bremer Integrationsrats. Vielfalt gelte als gewinnbringend. Mehr als 2000 Unterzeichner habe die „Charta der Vielfalt“, darunter das Land Bremen und Radio Bremen.

Gestern nun war der dritte deutsche „Diversity-Tag“, und so war der Termin der „Tea Time“ auf dem Goetheplatz mit Bedacht gewählt.

In Bremen haben Hochschule und Mercedes-Werk den „Diversity-Preis“ ausgelobt, um den sich Unternehmen, Initiativen und Projekte bis Anfang Oktober bewerben können. Im Dezember wird die Auszeichnung verliehen. Mehrere Preisträger des vergangenen Jahres waren gestern Nachmittag dabei – so zum Beispiel der Friseurbetrieb „Hairliners“ und das „Rat-und-Tat-Zentrum für Schwule und Lesben“.

„Die Hochschule steht für Diversity, Vielfalt und Internationalität“, sagte Professorin Jutta Berninghausen vom Zentrum für Interkulturelles Management und Diversity. „Bremen steht für Vielfalt – seit vielen Jahrhunderten“, sagte Doris Heitkamp-König, Leiterin des Mercedes-Benz-Kundencenters in Bremen und Diversity-Beauftragte. „Ich glaube nicht, dass wir so gute Arbeit leisten würden, wenn wir uns nicht mit dem Thema Vielfalt beschäftigen würden.“

All das wurde gestern bei der „Diversity Tea Time“ unter anderem mit Interviews, Theater und Tanz sowie Musik gewürdigt. So spielte unter anderem die extra für diesen Anlass gegründete „Internationale Studierendenband der Hochschule Bremen“, der ein etwas weniger vielfältiger Name gewiss ganz gut tun würde.

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