Straße soll an Wochenenden nachts für Autos gesperrt werden

Mehr Platz für mehr Sicherheit auf der Discomeile

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Eine Schranke soll künftig an Wochenenden nachts den Straßenabschnitt zwischen Herdentorsteinweg und „Stubu“ für den Verkehr sperren. Nur noch Polizei, Feuerwehr und Taxen sollen dann an der Discomeile entlangfahren dürfen.

Bremen - Von Viviane Reineking. Wie geht es weiter mit dem jahrelangen Dauerbrenner Discomeile? Bereits vor mehr als einem Jahr hatte die Verwaltung in der Innendeputation Sperrungen zur Erhöhung der Sicherheit auf dem Abschnitt zwischen Herdentorsteinweg und dem „Stubu“ angekündigt. Jetzt war die Maßnahme auf Initiative des SPD-Abgeordneten Sükrü Senkal wieder Thema, dieses Mal in der Verkehrsdeputation.

Mit der Sperrung des Breitenwegs für Autofahrer in diesem Bereich solle die Situation „entzerrt“ werden, berichtete die Verwaltung. Denn immer wieder geraten Besucher der Partymeile aneinander. Zuletzt waren Ende April bei einer Messerstecherei vier Menschen verletzt worden. Weil es hier immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen war, wurde im Jahr 2009 rund um die Discomeile eine Waffenverbotszone eingerichtet. Eine Problemzone blieb sie dennoch.

Mehr Platz soll jetzt für mehr Sicherheit sorgen: Das Amt für Straßen und Verkehr (ASV) will den Geh- und Radweg verbreitern und somit „größere Aufenthaltsflächen“ schaffen. Dafür soll die Fahrbahn in stadtauswärtige Richtung um eine Spur verkleinert werden. Zusätzlich soll der Breitenweg zwischen Herdentorsteinweg und der Diskothek „Stubu“ in den Nächten zu Sonnabend und Sonntag für den Verkehr gesperrt werden. 

Provisorische Schranke kostet 20.000 Euro

Die Nachtbusse des Verkehrsverbundes müssen auf eine „alternative Strecke“ ausweichen, heißt es. Gesperrt werden soll die Fahrbahn an den Wochenenden zwischen 22.30 und 5.30 Uhr – zunächst mit Klappbeschilderung sowie einer provisorischen Schranke. Kosten: 20.000 Euro. Hinzu kommen jährlich etwa 10.000 Euro für Wartung und Instandsetzung. Nur noch Polizei, Feuerwehr und Taxen sollen diesen Bereich – ausgestattet mit speziellen Transpondern – befahren dürfen. Die Club-Betreiber wollen nach Angaben des Verkehrsressorts den Betrieb der Schranke und der Beschilderung übernehmen. Losgehen könnte es ab September.

Eine weitere Maßnahme ist die Absperrung des Innenhofes zwischen den Straßen Auf der Brake und Herdentorsteinweg: Nachbarn, darunter der „Tower-Musikclub“, wollen ihn gestalten und nutzen (wir berichteten). Dafür muss der Bebauungsplan geändert werden, der aktuell öffentlich ausliegt. Weiterer Teil der Umgestaltung ist das Lichtkonzept: Die öffentliche Beleuchtung werde derzeit von einem Büro erstellt. Die „Effektbeleuchtung“ während der Discozeiten sollen die Clubs übernehmen, die Lichtplanung wurde den Betreibern bereits vorgestellt.

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