Digitales Trostpflaster

„Bremen Classic Motorshow“ wird zum fünfstündigen Live-Stream

Ein  Buick Century mit offener Motorklappe.
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Ein Schnäppchen? Schicke Oldtimer wie dieser Buick Century (Baujahr 1957) stehen auf der „Bremen Classic Motorshow“ immer wieder im Schaufenster, 2021 allerdings nur im digitalen.

Corona zerpflückt den Veranstaltungskalender. So wird die Bremer Oldtimermesse zum fünfstündigen Online-Event.

  • Netzversion der Motorshow als Trostpflaster für Schrauber.
  • Vorgucker für Sonderschau „Biedermann & Brandstifter“ im Netz.
  • „Es wird für viele Oldtimerfreunde ein schwieriges Jahr.“

Bremen – Seit fast 20 Jahren eröffnen die Veranstalter der „Bremen Classic Motorshow“ die Oldtimer-Saison am ersten Februar-Wochenende – und das soll auch in diesem Jahr so sein. Nur startet das Team um Projektleiter Frank Ruge digital mit einem Online-Event in die Saison. Am Sonnabend, 6. Februar, soll im Netz von 15 bis 20 Uhr ein abwechslungsreiches Format präsentiert werden.

„Wir planen einen kompakten Live-Stream von fünf Stunden Sendezeit aus der Messe Bremen“, sagt Ruge. Das Event sei als Trostpflaster gedacht, um die Wartezeit auf die 20. Ausgabe der Oldtimermesse vom 4. bis 6. Februar 2022 zu überbrücken, fährt der Projektleiter fort. Interessierte können die Veranstaltung über die Internetseite www.classicmotorshow.de „entspannt von der Couch aus verfolgen“. Der Zugang für das Online-Event ist kostenfrei und ohne Registrierung möglich.

Embleme vom Hansa 1500: Die Veranstalter bieten zum Online-Event einen Teilemarkt an.

Im Live-Stream wollen die Bremer Messemacher zeigen, was sie für die Besucher vorbereitet hatten. „Wir werden zum Beispiel ausgewählte Autos unserer Sonderschau ‚Biedermann & Brandstifter‘ als Vorgucker für die Messe 2022 vorstellen“, sagt Ruge. In der Schau werden kontraststarke Paarungen innerhalb einer Modellvariante präsentiert. Ein Beispiel ist der Renault 5. Da trifft die „unschuldige Grundversion“, ein Love-and-Peace-Mobil mit entwaffnenden 34 PS, auf den Turbo, einen „muskelprotzenden Transformer mit zornigem Mittelmotor, der im Null-bis-100-Sprint einen zeitgenössischen Ferrari abhängte“. Ruge sagt: „Diese Extremkontraste zeigen wir anhand rarer Originalfahrzeuge.“ Und weiter: „Manche nackte Einstiegsvariante einer klassischen Modellreihe ist erheblich schwieriger aufzutreiben als ihr hochgerüstetes Pendant.“ Vor allem dann, wenn ein makelloser Sammlerzustand gefragt ist.

Kontraststarke Paarungen

Zudem gibt es bei der digitalen Messevariante Auto- und Motorradpräsentationen sowie Benzingespräche mit Persönlichkeiten aus der Klassiker-Szene zu sehen. Abgerundet wird das Programm mit Fachvorträgen, Workshops und der technischen Prüfung von drei Kandidaten aus der Rubrik „Junge Klassiker“, die dann auch zu kaufen sind. Die Messe wird zusätzlich einen Online-Marktplatz für klassische Fahrzeuge, Teile und Automobilia auf ihrer Internetseite einrichten. „So geben wir unseren Ausstellern die Möglichkeit, Verkaufsangebote einzustellen und den Besuchern die Gelegenheit, online zu stöbern und auf Schnäppchenjagd zu gehen“, sagt Ruge.

Ein seltenes Esso-Pärchen: Auch Schnickschnack präsentieren die Messemacher im Netz.

Ursprünglich war die 19.  Ausgabe der Bremen Classic Motorshow vom 5. bis 7.  Februar als Präsenzmesse geplant. Doch im November 2020 entschieden sich die Organisatoren, die Veranstaltung wegen der Corona-Pandemie abgesagt und dafür ein Online-Event zu arrangieren.

45582 Besucher im Jahr 2020

Die Messe in Bremen gilt für viele Liebhaber von Oldtimern und „Jungen Klassikern“ auf zwei und vier Rädern als fester Termin. Im Jahr 2020 wurden 45 582 Besucher gezählt, zehn Prozent mehr als im Jahr zuvor. 738  Aussteller aus zehn Ländern belegten knapp 50 000 Quadratmeter Messefläche.

„Es ist für viele ein schwieriges Jahr“, sagt Ruge. „Wir möchten für unsere Aussteller und Besucher in diesen besonderen Zeiten da sein, mit ihnen gemeinsam die Saison eröffnen und so ein wenig Licht in die dunkle Jahreszeit bringen.“

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