Rundgang mit Informationen und Anekdoten: Das neue Böttcherstraßen-Buch von Hermann Gutmann

„In dieser Stadt möchten wir mal leben“

Hermann Gutmann mit seinem neuen Buch – aufgenommen natürlich in der Böttcherstraße. Der Band „Die Böttcherstraße“ erschien in der Edition Temmen, hat 104 Seiten und kostet 9,90 Euro.

Bremen - Von Thomas KuzajBREMEN · Die Böttcherstraße spielt eine ganz besondere Rolle im Leben des Bremensien-Autors Hermann Gutmann. Da ist es nur konsequent, dass er nun wieder ein Buch über die Straße vorlegt.

Das erste Mal hatte er es 1993 getan, und der neue Band basiert auf dem alten. Aber er ist eben: neu. Wie die farbigen Illustrationen von Peter Fischer. Und: „Ich habe Altes gestrichen oder umgeschrieben und ergänzt“, erklärt Gutmann in einem Vorwort. „Ich habe Neues geschrieben und versucht, den für mich jedenfalls märchenhaften Charakter der Böttcherstraße in den Vordergrund zu rücken.“

„Ein halbes Sachbuch.“ So beschreibt Christoph Schottes von der Edition Temmen, die „Die Böttcherstraße“ verlegt, den Band. Ein märchenhaftes Sachbuch also, gehalten im unverkennbaren Gutmannschen Erzählton. Gedacht für Bremer, Buten-Bremer und Bremen-Besucher – sie alle können durchaus etwas für sie Neues entdecken in der Mischung aus Informationen und Anekdoten.

Ein unterhaltsames Buch ist es, und etwas anderes will es auch nicht sein. Problematische Aspekte etwa im komplexen Charakter des Mäzens, Kaffee-HAG-Erfinders und PR-Pioniers Ludwig Roselius (1874 bis 1943), auf den das Gesamtkunstwerk Böttcherstraße zurückgeht, werden angedeutet – mehr nicht. Roselius sah in der Umgestaltung der im Ursprung mittelalterlichen Gasse ja einen „Versuch, deutsch zu denken“. Sie sei „ein Wille, um eine neue und größere Zeit für Deutschland zu wecken“.

Heute ist die Straße eine in sich geschlossene Bummelmeile, eine Touristenattraktion, etwas Einzigartiges. „Ich wüsste nicht, welche andere deutsche Stadt etwas Vergleichbares hat“, so Schottes. Darauf Gutmann: „Keine. Die Böttcherstraße in Lübeck ist ‘ne Puffstraße.“

Die Böttcherstraße in Bremen hat da ganz andere Qualitäten. An ihr liege es, sagt Gutmann, dessen Name so eng mit der Hansestadt verbunden ist, dass er überhaupt in Bremen lebe. Und er erzählt eine Geschichte aus der Vergangenheit. Er war mit seiner Frau zu Besuch in Bremen. Gemeinsam gingen sie durch die Böttcherstraße. Gutmann: „Da hab ich die Steine angefasst. Beide sagten wir uns: Hier in dieser Stadt möchten wir mal leben.“ Ein paar Monate später bekam Gutmann ein berufliches Angebot aus Bremen. Er zögerte nicht lange.

WWW.

edition-temmen.de

boettcherstrasse.de

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