Corona-Pandemie

Bremen lockert: Das sind die aktuellen Corona-Regeln

Bremen macht sich locker: Der Corona-Inzidenzwert im kleinsten Bundesland liegt unter 10. Infolgedessen greifen weitere Lockerungen.

Bremen – Aufgrund der niedrigen 7-Tage-Inzidenz erlässt das Bundesland Bremen im Zuge der Corona-Pandemie weitere Lockerungen. Diese gelten ab Montag, 21. Juni 2021. Neben dem Entfallen der Sperrstunde für die Gastronomie dürfen die Hallenbäder wieder öffnen und in Klassenräumen müssen keine Masken mehr getragen werden.

Coronavirus in Zahlen im Land Bremen:Stand: 20. Juni 2021, 16 Uhr. Quelle: Senatspressestelle
Aktive Corona-Infektionen:190 (-23 innerhalb von 24 Stunden)
Coronafälle insgesamt:27.380 (+4)
Genesene Personen:26.707(+27)
Gestorbene mit Corona-Infektionen:483 (+0)
7-Tage-Inzidenz:6,8 (Bremen) / 3,5 (Bremerhaven)

Bremen lockert die Corona-Regeln: Gesundheitsressort sieht deutliche Entspannung in den Kliniken

„Aktuell sehen wir eine Entspannung der Situation. In Bremen und Bremerhaven sinken die Inzidenzen weiter und wir merken auch eine deutliche ruhigere Lage in den Kliniken“, sagte dazu Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Die Linke). Außerdem komme man mit den Impfungen weiterhin schnell voran, sodass es richtig sei, weiter ein Stück zur Normalität zurückkehren: „Trotzdem müssen wir weiterhin achtsam sein, die Pandemie wird uns auch in den kommenden Wochen noch begleiten. Das müssen wir uns alle klarmachen und auch unser Verhalten danach ausrichten“, betonte Bernhard.

Diese 9 Corona-Lockerungen gelten ab Montag, 21. Juni 2021, im Land Bremen:

  • 1. Kontakte: Statt wie bisher bis zu fünft, dürfen sich Gruppen nun mit bis zu zehn Personen treffen. Alternativ sind weiterhin Treffen von zwei Haushalten ohne Beschränkung der Personenzahl möglich.
  • 2. Maskenpflicht: Die Maskenpflicht gilt in Außenbereichen nur noch an Haltestellen des Personennahverkehrs sowie in Bahnhöfen. Im Nahverkehr und in Innenräumen bleibt die Maskenpflicht grundsätzlich bestehen.
  • 3. Keine Maske in der Schule: In Unterrichtsräumen ist die Pflicht zum Tragen eines Mundschutzes aufgehoben. Auch die Testpflicht entfällt.
  • 4. Gastronomie: Geschlossen bleiben weiterhin Diskotheken und Clubs. Für die restliche Gastronomie entfällt die Sperrstunde. Bordelle dürfen wieder Kunden empfangen. Auch für sie gilt: Voraussetzung ist ein Hygienekonzept, zu dem das Erfassen der Kontaktdaten ebenso gehört wie Maßnahmen, die das Wahren der Mindestabstände sicherstellen. Kontrolliert werden die Hygienemaßnahmen allerdings laut Gesundheitsressort nicht.
  • 5. Veranstaltungen: An Veranstaltungen in Innenräumen dürfen bis zu 250 Personen teilnehmen, an Veranstaltungen unter freiem Himmel bis zu 1.000. Bei Veranstaltungen mit bis zu 100 Teilnehmern im Freien kann auch auf die Mindestabstände verzichtet werden. Dafür muss die Inzidenz unter 35 liegen, die Veranstaltung muss zwei Tage zuvor bei der Polizei angemeldet werden und es muss sichergestellt sein, dass tatsächlich nicht mehr als 100 Teilnehmer vor Ort sind und diese per Namensliste nachverfolgbar sind.
  • 6. Kultur: In Museen, Galerien und ähnlichen Einrichtungen sind ab sofort keine Terminbuchungen mehr notwendig.
  • 7. Sauna und Schwimmbäder: Grundsätzlich dürfen Hallen- und Freibäder sowie Saunen ihre Türen wieder öffnen. Dafür ist ein Hygienekonzept erforderlich. Auch müssen die Kontaktdaten erfasst werden.
  • 8. Sport: Erlaubt ist Sport in geschlossenen Räumen mit bis zu 20 Personen ohne Einschränkung. Sind mehr als 20 Personen im Raum, muss ein Mindestabstand von zwei Metern zwischen den Personen eingehalten werden. Das trifft auch für Tanzen in Tanzschulen und Ballettschulen zu. Für Sportanlagen unter freiem Himmel gelten mit der 27. Corona-Verordnung keinerlei Corona-spezifischen Beschränkungen mehr.
  • 9. Pflegeheime: Das jeweils zuständige Gesundheitsamt kann zudem die Beschränkungen der Corona-Verordnung für Pflegeeinrichtungen aufheben oder absenken, wenn 80 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner (satt bislang 90 Prozent) gegen eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus geimpft sind. Erforderlich ist eine ausdrückliche Feststellung der Impfquote durch das Gesundheitsamt. Dabei werden Personen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können, Geimpften gleichgestellt.

Die Abschaffung der Maskenpflicht im Unterricht, sieht vor allen Dingen Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) positiv. „Ich freue mich, dass der Senat angesichts der niedrigen Inzidenzwerte die Pflicht zum Tragen eines MNS in Klassen- und Fachräumen aufgehoben hat. Auch Beschäftigte in Kitas, die weitestgehend geimpft sind, müssen keine MNS mehr tragen. Ein großer Gewinn für die pädagogische Arbeit“, betonte Bogedan in der vergangenen Woche.

Die 7-Tage-Inzidenz lag am Montag, 21. Juni 2021, in Bremen nur noch bei 6,3. Das hat Lockerungen zur Folge.

Vor allen Dingen die Erleichterungen in Sachen Veranstaltungen stoßen auf ein positives Echo. „Lange Zeit war es unsicher, ab wann Volksfeste wieder besucht werden können. Jetzt laufen die letzten Vorbereitungen für die Veranstaltungen auf Hochtouren“, betonte Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Die Linke).

Corona-Lockerungen in Bremen: Regeln für Veranstaltungen unabhängig von Teilnehmerzahl

Es sei ein gutes Signal für die Besucherinnen und Besucher sowie für Schaustellerinnen und Schausteller, dass man im Juli mit der Sommerwiese ein großes Volksfest veranstalten könne. „Eine positive Entwicklung ist auch die Möglichkeit, Veranstaltungen unabhängig von der Teilnehmerzahl durchzuführen, sofern ein geeignetes Schutz- und Hygienekonzept vorliegt“, unterstrich Vogt.

Auch das Land Niedersachsen setzt ab Montag auf weitere Lockerungen und kehrt damit ein Stück weit zur Normalität zurück. Die Landesregierung kündigte erst kürzlich neue Lockerungen in Niedersachsen an, die bereits an diesem Wochenende griffen. Momentan steht auch zur Diskussion, ob nicht auch bald die generelle Maskenpflicht fallen könnte. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sina Schuldt/dpa

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