„Termin-Shopping“ lockt Kunden an

Bremen: Die Innenstadt erwacht zu neuem Leben

Blick in die Obernstraße, durch die Menschen flanieren.
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Neues Leben im Corona-Lockdown: Die Obernstraße und die Innenstadt erwachen aus dem Tiefschlaf.

Die Läden sind wieder geöffnet. Das Einkaufen mit Voranmeldung ist möglich. Ein Ergebnis: Bremen erwacht zu neuem Leben.

Bremen – Es bewegt sich wieder was. Die Stadt ist aus dem Corona-Tiefschlaf erwacht. Es ist Licht in vielen Läden. Und Leben. Drinnen sind Menschen zu sehen. Und das sind ganz offensichtlich Verkäufer und Kunden. Volle Einkaufstüten werden durch die Sögestraße und die Obernstraße getragen. Die ersten kleinen Öffnungsschritte zeigen Wirkung.

Seit Montag ist „Termin-Shopping“ erlaubt. „Click & Meet“ nennt der Einzelhandel das System. Oder „Date & Collect“. Wer einen Termin bucht, darf einkaufen und wird dabei quasi persönlich betreut. Zulässig sei ein Kunde pro Verkäuferin, heißt es. Die Einzelhändler ziehen offensichtlich mit, egal ob klein, mittelgroß oder groß. Die meisten Boutiquen sind dabei, Modehäuser wie C & A, Peek & Cloppenburg, Wormland, H & M, Parfümerien wie Douglas. Auch das Karstadt-Haus der Galeria Kaufhof-Karstadt hat geöffnet. Und der Saturn-Elektromarkt.

In die Buchhandlungen dürfen die Leute sogar wieder ohne Voranmeldung. Die Kundenzahl bleibt begrenzt, Aber der Zulauf beispielsweise bei Thalia an der Obernstraße ist auf den ersten Blick ansprechend. Bei Karstadt heißt es derweil: „Jetzt registrieren und sofort shoppen.“ Die Blitzregistrierung läuft über einen QR-Code. Es gibt separate Eingänge für bereits registrierte Kunden und für Kunden, die noch keine Registrierung haben. Bei C&A gibt es die Infos direkt an der Tür. „Einfach im Netz buchen und die gewünschte Einkaufsdauer auswählen“. 30 Minuten und 60 Minuten sind im Angebot. Auf der Karstadt-Homepage werden „Shoppingerlebnisse“ zu einer, zwei und vier Stunden angepriesen.

Blitzregistrierung über QR-Code

„Das läuft schon ganz gut“, ist bei H&M zu hören. Für einen Kassensturz ist es natürlich noch viel zu früh. „Haben Sie einen Termin?“ ist die Frage des Tages. Und noch längst nicht alle Bremer und Buten-Bremer haben sich einen solchen besorgt. Viele sind aber am Montag mit dem Smartphone unterwegs, um die Kontakttelefonnummern an den Schaufenstern abzulichten. Und manche Kunden haben Zettel und Kugelschreiber in der Hand.

„Schön, dass wieder ein bisschen was geht“, sagt eine junge Frau in der Obernstraße. Sie will noch ins Steintor-Viertel. „Mal gucken, wer da aufmacht.“ Auf dem Weg legt sie einen Stopp ein. Am Liebfrauenkirchhof. Und zieht gleich fünf Tombola-Lose. „Ich lass" es krachen.“ Auch die Bürgerpark-Tombola darf wieder „bunte Glücksbriefchen“ verkaufen. Und startet „soft“, sagt Tombola-Chef Dietmar Hoppe – zunächst am Liebfrauenkirchhof und am Hauptbahnhof.

Museums-Neustart in Bremen in der nächsten Woche

Die meisten Bremer Museen wollen in der nächsten Woche wieder öffnen – ab Dienstag, 16. März. Das gilt zum Beispiel für die Kunsthalle und das Gerhard-Marcks-Haus. Auch die Museen Böttcherstraße sind ab 16. März dabei, Eintrittskarten müssen per E-Mail oder telefonisch reserviert werden. Die Museen Böttcherstraße wollen in der Anfangszeit mittwochs bis 20 Uhr öffnen, um den Besucherzustrom weiter zu entzerren, so Sprecherin Claudia Klocke.

Anmeldung per Telefon oder E-Mail – so funktioniert‘s auch im Focke-Museum (Schwachhausen), das ebenfalls ab 16. März wieder öffnet. „15 Personen können alle zwei Stunden ins Museum“, sagt Sprecherin Anne-Katrin Endler. „Es kommen bereits die ersten Anfragen herein.“ Das Overbeck-Museum in Vegesack plant ebenfalls mit dem 16. März und wird auch mit Voranmeldungen arbeiten, sagt Museumsleiterin Dr. Katja Pourshirazi.

Hafenmuseum startet am Sonnabend

Einen Tick früher meldet sich das Hafenmuseum (Speicher XI, Überseestadt) zurück. „Ab Sonnabend, 13. März, haben wir von Donnerstag bis Sonntag von 11 Uhr bis 18 Uhr geöffnet“, so Claudia Seidel. Im Hafenmuseum wird mit telefonischer Anmeldung gearbeitet, um den Zustrom der Besucher coronakonform zu „dosieren“. Erstmals zu sehen ist dort die neue Familien-Mitmach-Schau „Segel, Salz und Silberlinge“.

21 neue Corona-Infektionen

Die Zahl der Corona-Infektionen ist am Montag im Land Bremen um 21 auf 18 514 seit Ausbruch der Pandemie gestiegen. Das teilte das Gesundheitsressort am Abend mit. Elf Fälle gab es in der Stadt Bremen, wo der Inzidenzwert auf knapp 58 stieg (Bremerhaven: 102).

Ein weiterer Mensch mit dem Virus starb, bisher 368. Aktuell sind dem Ressort 791 Infizierte bekannt. 131 Covid-19-Patienten werden in Kliniken des Landes behandelt, 34 auf Intensivstationen. 47 der 131 Patienten kommen aus dem Umland, hieß es aus dem Ressort.
Geimpft worden sind im Land Bremen bislang 48 462 Menschen, 23 026 davon zweimal. 40 114 der Geimpften kommen aus der Stadt Bremen. gn

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