„Die Spaßmacher“ sorgen im GOP-Theater für einen stimmungsvollen Abend

Lachtränen im Prosecco

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„Rick van Nöten“ (Stevie Mazoschek, liegend) und „Ferdinand Fachblatt“ (Ulrich Beckers) können‘s am/auf dem Klavier – und auf Spanisch.

Bremen - Von Ralf Sussek. Nach zwei Jahren mit mehr als 280000 Gästen in zwölf Shows mit mehr als 150 Künstlern präsentiert das GOP-Varietétheater seine neueste Produktion. „Die Spaßmacher“ feierten Premiere.

Und für Spaß ist reichlich gesorgt. Natürlich gibt es auch Nummern, bei denen die Artistik im Vordergrund steht, aber immer ist auch eine gehörige Portion Humor dabei. Die „Passe-Pieds“ sind ein belgisch-deutsches Duo am Trapez. Die jungen Frauen begeistern nicht nur mit wie zufällig scheinenden Rutscheinlagen, sondern sie kommentieren auch noch einen Großteil ihrer eigenen Vorstellung und beschreiben ausführlich fast jeden Handgriff.

Ein Spaß-Höhepunkt des Abends ist Sebastian Matt. Ohne Worte gibt er einen Kellner, der, den Körper nur mit einem Handtuch umwickelt, ein Tablett mit Flaschen balanciert. Bis es dann passiert: Das Handtuch fällt zu Boden – und der nun nicht einmal mehr leicht bekleidete Kellner versucht verzweifelt, das Handtuch vom Boden aufzuheben, ohne dem ultimativ letzten Einblick in das Intimste freizugeben. Jeder Versuch begleitet von gnadenlos komischen Gesichtszügen, die seine Pein dokumentieren, zum Beispiel, wenn er in den Spagat zu gehen versucht. Während dieser Ganz-Körper-Darbietung fließen bei so mancher Dame die Lachtränen, tropfen sogar auf den Tisch – je nach Platzierung ins oder neben das Prosecco-Glas. Und: Ja, er hat wirklich nichts drunter und verabschiedet sich mit nacktem Hintern von der Bühne.

Einen großen Anteil am stimmigen Spaß-Gesamtpaket hat auch die „Lonely husBand“. Stevie Mazoschek und Ulrich Beckers führen durch das Programm und überbrücken so manche Umbaupause. Sie sind aber alles andere als Pausenfüller. „Rick“ und „Ferdi“ schaffen es, ein unverzichtbarer Teil des „Spaßmacher“-Abends zu sein. Das liegt nicht nur an dem wunderbar anbiedernden, eigens getexteten Bremenlied, in dem der wunderbare Unisee, der wunderbare Pizarro und das – im Vergleich zu Bremen – gar nicht so wunderbare Hamburg vorkommen. Sondern das liegt auch an ihrer Nummer als zwei spanische Musiker, mit Isolierband als Bärten und wunderbar übertriebenen Perücken. Dies sorgt an diesem Abend zum zweiten Mal für Lachstürme im Saal.

„Die Spaßmacher“ läuft bis zum 1. November mittwochs bis sonntags. Tickets ab 29 Euro gibt es in den Geschäftsstellen dieser Zeitung. Am 3. Oktober gestattet das GOP am „Tag der offenen Tür“ einen kostenlosen Blick hinter die Kulissen. Und es gibt Häppchen der „Spaßmacher“-Show zu sehen

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