Bremer Firma „CHS“ übergibt 30 Spezialcontainer ans THW

Die mobile Werkstatt

Check der Container: Jeder THW-Ortsverband überprüfte an drei Stationen, ob die Container vollständig ausgestattet sind, wie sie funktionieren und mit Hilfe des Hubsystems am Boden abzustellen sind.
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Check der Container: Jeder THW-Ortsverband überprüfte an drei Stationen, ob die Container vollständig ausgestattet sind, wie sie funktionieren und mit Hilfe des Hubsystems am Boden abzustellen sind.

Bremen – Tonnenschwer und doch mobil: Die Bremer Firma „CHS“ hat am Freitag 20 Spezialcontainer im Wert von mehr als drei Millionen Euro an das Technische Hilfswerk (THW) übergeben. Die mobilen Werkstätten ermöglichen es den Einsatzkräften trotz widrigster Umstände, alle nötigen Hilfsmittel zu transportieren, ohne dabei auf etwas verzichten zu müssen. Denn: Die sogenannten „High-Cube“-Container sind vollgepackt mit neuester Technik.

Ob Großbrände in Wäldern, Flutkatastrophen oder Autounfälle – die Bandbreite der Einsätze beim THW ist groß. Entsprechend müssen sich die meist Ehrenamtlichen auf verschiedenste Szenarien vorbereiten und auch während eines Einsatzes stets mit funktionierendem Equipment ausgestattet sein. Bislang, so erklärte Burkhard Steiner von der THW-Leitung aus Bonn, lösten die jeweiligen Ortsverbände den Transport von Hilfsmitteln ganz individuell.

Mobile Werkstatt aus Bremen: Container wiegen sechs Tonnen

Musste also Werkzeug und Treibstoff, um unter anderem Motoren oder Aggregate am Laufen zu halten, mit Anhängern oder in Lastwagen zum Einsatzort gefahren werden, habe man jetzt mit den Werkstatt-Containern eine zentrale Lösung gefunden. Und: „Die Menschen müssen nicht mehr unter freiem Himmel arbeiten.“

Rund sechs Tonnen schwer, etwas mehr als sechs Meter lang, dazu eine Breite von etwa 2,5 Metern – so Maße und Gewicht der Container. Entscheidend jedoch, das betonte Tony Gutmann, Pressesprecher der „CHS Container Group“, sei die Höhe der mobilen Werkstätten. Diese misst mit 2,9 Metern zwar etwa 30 Zentimeter mehr als normale Überseecontainer, jedoch würde die magische Grenze von vier Metern nicht überschritten. Aufgeladen auf einen THW-Trailer passen die Container entsprechend unter fast jeder Brücke hindurch. Soweit das Äußere. Das eigentliche Herzstück – besser gesagt: die Herzstücke – befinden sich jedoch im Inneren: Neben modularen Boxensystemen, die es den Ortsgruppen ermöglichen, je nach Einsatz die jeweilige Ausrüstung mitzunehmen, sind die Container mit einer Werkbank, einem Computerarbeitsplatz, einem Umweltschrank für beispielsweise Klebstoffe, und einem Airline-Schienensystem ausgestattet. Bedeutet: Müssen Helfer schwere Kisten abstellen, können diese mittels verschiebbarer Stützen gesichert werden.

Mobile Werkstatt aus Bremen: Einsatz in allen Klimazonen

Für Außeneinsätze kommt zudem ein Sonnenschutzzelt samt Beleuchtung hinzu sowie ein Kran, der bis zu 500 Kilo heben kann. Apropos Kran: Um den Container vom Trailer zu bekommen, braucht es zukünftig keinen externen Kran. Mit dem sogenannten Hubstützensystem sei es den Ehrenamtlichen möglich, die tonnenschweren Werkstätten selbst am Boden abzustellen. Da alle Container mit Lüftung, Klimaanlage und Heizung funktionieren, sind potenziell Einsätze in allen Klimazonen möglich, heißt es.

Zunächst wurden am Freitag und Sonnabend 20 Container an THW-Ortsverbände unter anderem aus Bayern, dem Saarland, Hamburg und Schleswig-Holstein vergeben. Bis zum Jahresende sollen zehn weitere hinzukommen. Auch Bremen und Niedersachsen sollen dann welche erhalten.

Zwei Jahre dauerte es von den ersten Entwürfen bis zur Fertigstellung. Dabei konntedas Bremer Unternehmen „CHS“ bei einer öffentlichen Ausschreibung des Bundesinnenministeriums die Verantwortlichen überzeugen und erhielt den Auftrag.

Mobile Werkstatt aus Bremen: 300 Mitarbeiter weltweit

1978 in Bremen gegründet, beschäftigte sich die „CHS Container Handel GmbH“ zunächst ausschließlich mit der Zwischenlagerung und Reparatur von Reederei-Containern, im Laufe der Jahre kamen weitere Aufgabengebiete hinzu. Seit 2004 entstehen bei der „CHS Spezialcontainer – Shelter and Engineering GmbH“ ganz individuelle Containerlösungen – vom Anlagencontainer bis zur mobilen Werkstatt. Weltweit beschäftigt das Unternehmen, das seinen Firmensitz in Oslebshausen hat, etwas mehr als 300 Mitarbeiter, knapp 200 davon in Bremen. Firmeninhaber Carsten Leopold stammt aus Bassum.

Von Steffen Koller

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