Neustart mit „Fischer sucht Frau“

Bremer Packhaustheater: Die erste Premiere seit Corona

Freut sich auf die erste Premiere seit vielen Monaten: Knut Schakinnis steht vor dem Packhaustheater und dem Plakat fürs neue Stück.
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Freut sich auf die erste Premiere seit vielen Monaten: Knut Schakinnis steht vor dem Packhaustheater und dem Plakat fürs neue Stück.

Die Kulturlandschaft liegt seit der Corona-Pandemie lahm. Theater? Fehlanzeige! Doch jetzt geht es wieder los. Im Bremer Packhaustheater steht im September eine Premiere an.

Bremen – Die Proben laufen. Knut Schakinnis will wieder loslegen. Im Packhaustheater im Schnoor soll am Donnerstag, 23. September, die erste Premiere nach anderthalb Corona-Jahren mit monatelangen Zwangspausen über die Bühne gehen. „Fischer sucht Frau“ heißt das Stück. „Wir sind glücklich, dass wir wieder spielen können“, sagt der umtriebige Theatermacher, der in Bremen auch auf dem Theaterschiff an der Tiefer die Zügel in der Hand hat.

Doch das Virus bleibt präsent. Sicher ist derzeit irgendwie nichts. „Wir befinden uns permanent zwischen Baum und Borke.“ Und so setzt der Impresario auf kontrollierte Offensive. Zunächst gehen nur Karten für die Vorstellungen bis Ende des Jahres in den Verkauf – fürs Packhaustheater (offizieller Name: Komödie Bremen im Packhaustheater) und das Theaterschiff. „Der Spielplan steht bis zum Sommer. Aber wir warten erst mal ab“, sagt Schakinnis. Nach den aktuellen Hygieneanforderungen und mit coronakonformer Bestuhlung dürfen 56 und 58  Besucherplätze in den Großen Sälen der Spielstätten im Schnoor und an der Weser belegt werden – und 26 im Kleinen Saal des Theaterschiffs. „Sicherheit und Sorgfalt sind fürs Publikum wichtig“, sagt der Intendant. So sei das Packhaustheater mit einer neuen Lüftungsanlage und Virenfiltern ausgerüstet worden.

Packhaustheater in Bremen: Es geht um Liebe

Zurück auf die Bühne: Die Komödie „Fischer sucht Frau“ spielt im fiktiven Fischerdorf Hattersiel, wo die liebenswerten Fischer Enno und Fietje ein tristes und vor allem frauenloses Dasein führen. Der Untertitel „Zurück in den Hafen der Liebe“ verrät, worum es geht. Die Junggesellen sollen verkuppelt werden. Und dafür reisen Jugendfreund Jannes, der mittlerweile Start-up-Unternehmer ist, und dessen Jugendliebe Stine ins Dorf. Nebenbei dreht es sich im Stück noch um ein millionenschweres Bauprojekt und dubiose Kredithaie.

Schakinnis sagt: „Das Stück ist ein Muss für alle Freunde des norddeutschen Humors.“ Das Buch hat Markus Weise geschrieben. Unter der Regie von Oliver Geilhardt spielen Nicole Behnke, Lennart-Fabian Müller, Mark Derichs und Michael Bernhardt. „Fischer sucht Frau“ soll zunächst bis 13. November jeweils freitags bis sonntags gezeigt werden. Danach steht im Packhaustheater eine Wiederaufnahme des Erfolgsstücks „Landeier“ auf dem Programm (19.  November bis 4. Dezember), bevor „Nackte Tatsachen“ am 9. Dezember Premiere feiert. Die war eigentlich für März 2020 geplant.

Auf dem Theaterschiff sind im Großen Saal die Komödie „Weiber – Ein heißer Mädelsabend“ (7. Oktober bis 27. November) und die 90er-Jahre-Show „Girlies, Gameboy, Gummibärchen“ (ab 3. Dezember) geplant. Im Kleinen Saal steht für 25. November die Premiere des „Kneipicals“ und Zwei-Personen-Stücks „Die nächste Runde geht aufs Haus“ im Terminkalender.

Bremen: Das Spiegelzelt soll kommen

Schließlich will Schakinnis in der Vorweihnachtszeit das Spiegelzelt-Theater wieder aufbauen. Gespielt werden soll „Rock the Christmas“ unter Regie von William Danne. Noch nicht fest steht der Standort. Die Bürgerweide kommt nicht infrage. Aber: „Wir sind guter Dinge, dass es klappt“, sagt Schakinnis.

Übrigens: Auch seine Komödienhäuser in Kassel und Bielefeld und das Theaterschiff Lübeck haben bislang „gut überlebt“. Vom Theater Worpswede hat sich der Impresario getrennt. Das Haus ist jetzt zur „Kulturbörse“ umgewidmet worden: „Das ist eine gute Lösung für beide Seiten.“

Zurück nach Bremen: Im Tabakquartier in Woltmershausen eröffnet das Weyher Theater im September das „Boulevardtheater Bremen“. „Klar ist das neue Konkurrenz“, sagt Schakinnis, „der Kuchen wird ja nicht größer.“ Die Pläne der Weyher Theatermacher, einen Saal mit rund 400 Plätzen zu füllen, hält er für sportlich: „Stimmung kommt in unserem Genre erst auf, wenn es voll wird.“ Schakinnis sagt auch: „Konkurrenz ist gut. Man bleibt wach. Und Wachsamkeit ist wichtig.“

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