Wirtschaftsressort plant Volksfest

Die Bremer „Sommerwiese“ kommt

Start frei für die „Sommerwiese“? Das Bremer Wirtschaftsressort plant ein Sommer-Volksfest auf der Bürgerweide. Es beginnt am Freitag, 23. Juli, und dauert bis Sonntag, 8. August. Die „Sommerwiese“ gilt als Ersatz für die Osterwiese, die pandemiebedingt ausgefallen war.
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Start frei für die „Sommerwiese“? Das Bremer Wirtschaftsressort plant ein Sommer-Volksfest auf der Bürgerweide. Es beginnt am Freitag, 23. Juli, und dauert bis Sonntag, 8. August. Die „Sommerwiese“ gilt als Ersatz für die Osterwiese, die pandemiebedingt ausgefallen war.

Der Termin für die „Sommerwiese“ auf der Bremer Bürgerweide steht fest. Der Osterwiesen-Ersatz beginnt am Freitag, 23. Juli, und dauert bis Sonntag, 8. August. Damit erfüllt das Wirtschaftsressort einen Wunsch der Schausteller.

Bremen – Die Schausteller hatten sich eine Verschiebung der ursprünglich für Juni geplanten „Sommerwiese“ gewünscht. Das Sommer-Volksfest rückt somit zeitlich etwas näher an die Freimarktszeit im Herbst heran – vor allem aber fällt es nun direkt in die Anfangsphase der Sommerferien, die in Bremen am Donnerstag, 22. Juli, beginnen.

Die Verschiebung in die Ferienzeit hatte zunächst als schwierig gegolten, weil die Bürgerweide für Ende Juli und Anfang August an den „Zirkus des Horrors“ vergeben war. Der Zirkus aber hat inzwischen abgesagt, erklärte ein Sprecher des Wirtschaftsressorts am Dienstag.

Also: „Wir können dem Wunsch der Schaustellerverbände nach einer Verschiebung in die Sommerferien damit Rechnung tragen“, fasste Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) zusammen. Sie bezeichnete die „Sommerwiese“ als „ein wichtiges Signal für das Schaustellergewerbe und die Veranstaltungsbranche insgesamt, die in besonderem Maße von der Corona-Pandemie betroffen ist“.

Bremer „Sommerwiese“ wird kleiner als die Osterwiese

In seiner Sitzung am Dienstag, 15. Juni, muss der Senat noch einen Beschluss zur „Sommerwiese“ fassen. Das soll im Zuge einer neuen Bremer Corona-Verordnung geschehen, die ohnehin nötig wird, weil die Bundes-Notbremse Ende Juni ausläuft. Die „Sommerwiese“ kommt als Ausnahmeregelung in die Verordnung. Die Regelung soll Volksfeste bei einer stabil niedrigen Inzidenzlage unter bestimmten Rahmenbedingungen erlauben.

Die „Sommerwiese“ wird pandemiebedingt kleiner als eine reguläre Osterwiese ausfallen. Der Ressortsprecher: „Senatorin Vogt hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach auf die existenzgefährdende Situation vieler Schaustellerbetriebe hingewiesen und sich dafür eingesetzt – sofern unter Infektionsschutzgesichtspunkten vertretbar –, Volksfeste unter strengen Hygieneanforderungen zuzulassen.“

Nur fünfeinhalb Tage durfte der „Freipaak“ im Herbst öffnen – wegen damals höherer Inzidenzwerte.

Als Veranstalter hat das Wirtschaftsressort ein Sicherheits- und Hygienekonzept mit dem Gesundheitsressort abgestimmt. „Eine Anpassung unter Bezugnahme auf veränderte Inzidenzlagen und eine zu dem Zeitpunkt höhere Impfquote ist nach Abstimmung mit dem Gesundheitsressort bis zum Veranstaltungsbeginn aber grundsätzlich möglich und wird auch angestrebt“, so der Sprecher am Dienstag weiter.

Bremer „Sommerwiese“ mit Online-Registrierung

Statt der auf der Osterwiese üblichen knapp 200 Zulassungen sind es im Fall der „Sommerwiese“ nur etwa 135. Die Marktstraßen werden verbreitert, die Abstände zwischen den Geschäften vergrößert. Es dürfen maximal 6. 000 Personen gleichzeitig das Volksfest besuchen.

Zudem wird ein Online-Registrierungssystem eingesetzt, über das ein kostenfreies Ticket für den Besuch der „Sommerwiese“ zu buchen ist. (Die Karussellfahrten und anderen Vergnügungen kosten dann natürlich etwas. . .)

Für den ursprünglich geplanten „Sommerwiesen“-Termin war den Schaustellern der Vorlauf am Ende zu kurz gewesen. Zudem halten sie einen Termin in den Ferien ohnehin für vielversprechender. Gerade Familien haben dann viel mehr Zeit. Zudem könnte sich die Corona-Lage in den kommenden Wochen weiter entspannen. Auch davon dürfte eine „Sommerwiese“ dann profitieren. Zur Sprache gekommen war auch der Wunsch, dass vier Wochenenden in der Volksfestzeit liegen. Nun ist es bei drei Wochenenden geblieben.

Bremen lässt die Masken fallen

Die Maskenpflicht im Freien wird in der Stadt Bremen bei stabil niedriger Inzidenz ab Montag, 14. Juni, aufgehoben, so hat es der Senat am Dienstag entschieden. Die Maskenpflicht gilt gegenwärtig unter anderem an der Schlachte, im engen Schnoor sowie in Teilen von Vegesack. Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke): „Die deutlich gesunkene Inzidenz lässt es zu, dass wir ab der kommenden Woche die Maskenpflicht im Freien aufheben können. Wir müssen auch sehen, dass unsere Maßnahmen akzeptiert werden und nachvollziehbar bleiben. Da haben wir durchaus gesehen, dass das bei den Masken im Freien nicht mehr der Fall war. Trotzdem preschen wir hier nicht voran, wie es in anderen Städten schon der Fall war, sondern heben die Maskenpflicht erst in der kommenden Woche auf.“ Und: „Klar ist aber auch, dass die Maskenpflicht in Innenräumen, im Nahverkehr und auch an Haltestellen weiterhin gilt.“

Bremen hat als erstes Bundesland inzwischen mehr als die Hälfte seiner Bevölkerung geimpft, teilte das Gesundheitsressort außerdem mit. Und: 25 Prozent aller Bremer haben bereits eine Zweitimpfung erhalten.

Am Abend meldete das Gesundheitsressort 33 neue Corona-Fälle fürs Land (bislang 27 275), davon 29 in der Stadt Bremen. Hier sank der Inzidenzwert von 25 am Vortag auf 23,4 (Bremerhaven 11,4). Immer weniger Covid-19-Patienten müssen in Kliniken des Landes Bremen versorgt werden, am Mittwoch waren es noch 32 (Vortag: 34), davon 14 auf Intensivstationen. Zehn der 32 Patienten kommen aus dem Umland.

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