Dichterwettstreit im Oktober

Der Nordwesten kürt seine Besten

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Organisator Sven Kamin.

Bremen - Bühne frei für die Dichter des Nordwestens: Im Herbst wird Bremen für drei Tage zum Zentrum der Live-Bühnenliteratur. Die Macher der beiden großen Slam-Veranstaltungen in Bremen – „Slam Bremen“ und „Slammer Filet“ – haben die Landesmeisterschaften im Poetry Slam für Niedersachsen und Bremen erstmals an der Weser geholt. Es ist der fünfte Wettbewerb, wie Organisator Sven Kamin sagt.

Für den gebürtigen Syker ist Poetry Slam „das wohl spektakulärste Literaturformat dieser Zeit“. Etwa zehn Poeten sind dabei, sie haben jeweils fünf Minuten Zeit und tragen nur eigene Texte vor. Wertungskarten gehen von 1 bis 10. Eine zufällig aus dem Publikum ausgewählte Jury ermittelt den Sieger des Abends.

Weltweit treten vor allem junge Poeten auf großen und kleinen Bühnen gegeneinander an und lassen das Publikum über den Sieg entscheiden. Im Oktober treffen sich in Bremen die besten Slam-Poeten aus Niedersachsen und Bremen. Mit Rita Apel aus Bremen geht auch die amtierende Landesmeisterin ins Rennen, wie Kamin sagt. Er selbst übernimmt die Begrüßung des Publikums.

Am Ende des dreitägigen Literaturfestivals vom 15. bis 17. Oktober küren die Zuschauer die Sieger, die Niedersachsen und Bremen bei den deutschsprachigen Meisterschaften vertreten werden. Neben den Wettbewerben in den Altersgruppen Ü20 und U20 zeigt ein umfangreiches Rahmenprogramm unter anderem mit dem Science-Slam weitere Spielarten und Facetten der Poetry-Slam-Bewegung, heißt es.

Anfang der 90er Jahre schwappten die Dichterwettstreite aus den USA über Berlin nach Deutschland. Ganz vorn dabei: Bremen. Mit Meister Proppers Poetry Slam, der von der Weberstraße in das Lagerhaus in der Schildstraße wanderte und inzwischen als „Slam Bremen“ firmiert, beherbergt die Stadt einen der drei ältesten Poetry Slams Deutschlands. Mit Bas Böttcher, dem ersten deutschsprachigen Poetry-Slam-Meister, und der Internet-Größe Julia Engelmann stammen bekannte Vertreter der Szene aus Bremen. Bei der „Kickstarter“-Eröffnungsshow sind sie live zu erleben, so Kamin.

Der Science-Slam findet am Mittwoch, 7. Oktober, 20 Uhr, bei der Bremer

Shakespeare-Company am Leibnizplatz statt. Am Freitag, 9. Oktober, 20 Uhr, beginnt die Vorrunde U20. Und am Donnerstag, 15. Oktober, ist „Kickstarter – die Eröffnungsshow“, ab 20 Uhr im Kulturzentrum Schlachthof zu erleben. Weitere Vorrunden sind für Freitag, 16. Oktober, geplant (19 Uhr, Musikclub „Tower“, 20 Uhr, „Kukoon“, 21 Uhr, Kulturzentrum Lagerhaus). Im Lagerhaus beginnt um 23 Uhr an dem Freitag das „Friday Night Special“. Die „Slammers Convention“ steigt zu noch nicht bekannter Zeit am Sonnabend, 17. Oktober, im Kulturzentrum Lagerhaus.

Und das Finale beider Altersgruppen ist für 19 Uhr im Theater am Goetheplatz geplant.

gn

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