Wirtschaftsförderung Bremen kooperiert mit der Handelskammer und eröffnet im Sommer ein Beratungsbüro

Dicht an die Unternehmer heran

Ziehen an einem Strang: Dr. Matthias Fonger (v.l.), Otto Lamotte (beide Handelskammer), Wirtschaftssenator Ralf Nagel, WFB-Chef Andreas Heyer und Michael Busch (Handwerkskammer).

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke· Um den Service für Bremer Unternehmer ist es in der Hansestadt nicht so gut bestellt. Das soll sich ändern, daher bündeln die neu aufgestellte Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) und die Handelskammer ihre Kompentenzen und eröffnen im Sommer ein Unternehmerbüro.

Sitz des Büros, in dem Unternehmer und solche, die es werden wollen, beraten werden, wird im Haus der Handelskammer (Hinter dem Schütting) gleich gegenüber der WFB sein. Hier bietet die Kammer ohnehin schon Hilfe bei Außenwirtschaftsinformationen sowie das Ausbildungsbüro an. Nun lässt sie das Erdgeschoss, das durch den Wegfall der Garagen im Zuge des Hotelneubaus künftig 360 statt bisher 200 Quadratmeter umfasst, für mehr als eine halbe Million Euro umbauen.

Im Sommer soll das Unternehmerbüro seine Pforten öffnen. Ein transparenter Empfang mit „kompetenten Köpfen“ soll Unternehmern ein offenes Haus signalisieren. Die Kammer bestückt das Büro mit etwa acht Mitarbeitern (ein oder zwei mehr als bisher), die WFB laut Geschäftsführer Andreas Heyer mit fünf Mitarbeitern. Das Büro soll zentrale Anlauf- und Beratungsstelle für Unternehmer und Existenzgründer sowie für die Neuausrichtung des internationalen Ansiedlungsgeschäfts und der Außenwirtschaftsförderung sein. „Eine derartige Zusammenarbeit gibt es bundesweit bisher nicht, damit sind wir die Speerspitze“, betonten gestern Wirtschaftssenator Ralf Nagel (SPD) und Handelskammer-Präses Otto Lamotte. Laut Nagel habe eine Mittelstandsbefragung zwar Zufriedenheit mit dem Standort Bremen, ebenso aber Defizite beim Unternehmerservice ergeben.

WFB-Geschäftsführer Heyer unterstrich: „Wir wollen die Dienstleistung verbessern. Wir wollen ganz dicht ran an die Unternehmer.“ Ran möchten die Partner auch an Unternehmer und Existenzgründer mit Migrationshintergrund. Heyer: „Neben Englisch werden wir Beratungen auf Türkisch, Russisch und Polnisch anbieten.“ Seinen Angaben zufolge werden noch zwei Mitarbeiter für Türkisch und Russisch gesucht. In Bremen seien „kräftig“ Unternehmer mit Migrationshintergrund „unterwegs“, daher sieht der Wirtschaftsförderer hier eine Menge Potenzial.

Auch die internationale Ausrichtung soll vorangetrieben werden, sagte Heyer. Neben bestehenden Beziehung zu China und den USA setzt er beispielsweise auf einen Markt in der Türkei. Gerade in dem Punkt Außenwirtschaft sei die Handelskammer mit ihrer Erfahrung in dieser Richtung ein wichtiger Partner.

Neben der Handelskammer hat die WFB auch die Handwerkskammer als Projektpartner gewonnen.

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