Verkehr

Sonnabend zieht eine Fahrrad-Demo durch Bremen

Autoverkehr an der Tiefer: Wem gehört der Platz auf der Straße? Wie wird er aufgeteilt? Fragen, die gegenwärtig in der Diskussion sind.
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Autoverkehr an der Tiefer: Wem gehört der Platz auf der Straße? Wie wird er aufgeteilt? Fragen, die gegenwärtig in der Diskussion sind.

Bremen – Für die „Mobilitätswende“ geht das bundesweite Bündnis „Wald statt Asphalt“ auf die Straße – in Bremen am Sonnabend, 5. Juni, mit einer Fahrrad-Demo.

Sie beginnt um 13 Uhr am Weserwehr und führt dann über den Osterdeich, den Wall und die Stephanibrücke weiter über Westerstraße (Neustadt), Langemarckstraße und Martinistraße zum Marktplatz. Die Strecke ist etwa neun Kilometer lang.

„Wir haben 200 Teilnehmer angemeldet“, sagt Martin Rode, Geschäftsführer des Bunds für Umwelt und Naturschutz (Bund) in Bremen, auf Nachfrage. Der Bund und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) rufen gemeinsam zu der Demo auf. Sie fordern eine „sozial- und klimagerechte Mobilitätswende“. „Dazu gehören unter anderem eine bessere Fahrradinfrastruktur, konsequente Rad- und Fußverkehrsförderung sowie der Ausbau des Netzes für den öffentlichen Nahverkehr“, heißt es weiter. Es geht um eine neue Aufteilung des Straßenraums. „Wir brauchen mehr Platz für nicht-automobile Mobilität“, sagt Rode.

Forderung: „Durchgängig Tempo 30 innerorts“

Bund und ADFC fordern durchgängig Tempo 30 innerorts (anstelle des gegenwärtigen „Flickenteppichs“, der auch vielen Autofahrern stark auf die Nerven geht). „Hier muss Bundesrecht geändert werden, damit Städte die Möglichkeit erhalten, durchgängig Tempo 30 innerorts anzuordnen. Das verhindert dauerndes Beschleunigen und Abbremsen“, heißt es. Weitere Forderungen: mehr Platz auf Geh- und Radwegen und ein stadtweiter Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur.

Apropos Aufteilung der Verkehrsräume – es kommen auch neue Fahrzeuge hinzu, die Platz beanspruchen. Der Verleih von Elektrorollern soll in Bremen auf zusätzliche Stadtteile ausgeweitet werden, so beispielsweise nach Hastedt, nach Huckelriede, ins Buntentor, auf den Stadtwerder und in die Vahr.

Er sehe das „sehr skeptisch“, sagt Bund-Geschäftsführer Rode auf Nachfrage dazu. „Wir sind nicht wirklich begeistert.“ Das Hauptargument: E-Roller ersetzten „in der Regel“ keine Autofahrten – sondern eben eher Fußwege, Rad-, Bus- und Bahnfahrten. Also: kein Gewinn im Sinne einer „Verkehrswende“. Die „ohnehin knappen Flächen für die schwächeren Verkehrsteilnehmer“ würden dadurch weiter verengt.

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