„Der hundertste Affe“: Dreharbeiten zum neuen „Tatort“ haben begonnen

In 90 Minuten Bremen retten

+
Kurze Pause beim Retten Bremens: Sabine Postel („Inga Lürsen“) und Oliver Mommsen („Stedefreund“) dort, wo die Weser einen großen Bogen macht: vor dem Weserstadion.

Bremen - Von Steffen Koller. Kriminelle Erpresser, die zu allem bereit scheinen, und mittendrin die Kommissare Lürsen und Stedefreund: Gestern haben die Dreharbeiten zum neuen Bremer „Tatort“ begonnen. Nach der Ausstrahlung des letzten hanseatischen „Tatort“ am Sonntag, den mehr als 8,5 Millionen Menschen sahen, soll die Folge „Der hundertste Affe“ wieder „Hochglanzwerbung für Bremen“ werden.

Leicht rauscht das Wasser im Stadionbad, Bäume wiegen sich in der frischen Brise, im Hintergrund erhebt sich majestätisch das Weserstadion. Doch die Idylle ist trügerisch. Am Set zum neuen Bremer „Tatort“ sind gerade die ersten Einspielungen der neuen Folge im Kasten, schon heißt es, ab zum nächsten Drehort. Hektisch werden Koffer gepackt, Kameras zum nächsten Platz gebracht. Schnell ein Brötchen auf die Hand, und schon düsen die Crewmitglieder von dannen. So aufregend wie die Arbeiten sollen auch die nächsten 90 Minuten deutscher Krimi werden, wie jetzt schon deutlich wird.

Das Ermittlerduo Inga Lürsen (Sabine Postel, 61) und Ohne-Vorname Stedefreund (Oliver Mommsen, 46) werden in einen Krisenstab beordert. Erpresser fordern die Freilassung eines inhaftierten Biochemikers, der an gentechnisch verändertem Saatgut geforscht hat. Die Erpresser gehen dabei nicht nur höchst professionell vor, sie scheinen auch zu allem bereit. Tappen Postel und Stedefreund anfangs noch völlig im Dunkeln, wird ihnen schnell klar, dass sie Bremen vor einem verheerenden Anschlag bewahren müssen.

Wieder einmal zeichnet Florian Baxmeyer (40) für die Regie verantwortlich. Mit Folgen wie „Brüder“ oder „Die Wiederkehr“ feierte der Regisseur beachtliche Erfolge, holte an den Sonntagabenden jeweils mehr als zehn Millionen Zuschauer vor den Fernseher. Auch die neue Folge „Der hundertste Affe“ soll die magische Grenze von zehn Million knacken. Für Oliver Mommsen steht nach dem Drehbuch bereits jetzt fest, dass der neue Film „Hochglanzwerbung für Bremen“ ist. „Der hundertste Affe“ lebe von großer Action und zeige viele Seiten der Hansestadt, wie er während des ersten Drehtages verrät.

27-mal standen Lürsen und Stedefreund bisher als Ermittlerteam im Bremer „Tatort“ vor der Kamera. Dass auch Nummer 28 ein Erfolg wird, davon ist Oliver Mommsen überzeugt – was nicht nur am gesamten Team läge, sondern auch an Bremen und seinen Einwohnern selber. „Ich habe mich total verknallt in Bremen“, verrät der 46-Jährige am Set, während seine Kollegin wenige Meter entfernt fleißig Interviews gibt. Bremen sei zwar klein im Vergleich zu Berlin, wo Mommsen seinen Lebensmittelpunkt hat, doch irgendwie auch groß. „Ich brauche Bremen zweimal im Jahr“, sagt er.

Die Dreharbeiten zur neuen Folge, die nach dem Drehbuch von Christian Jeltsch verfilmt wird, laufen noch bis zum 17. Juli. Voraussichtlicher Sendetermin von „Der hundertste Affe“ wird der 15. Mai 2016 sein. Dann wird nicht nur das Weserstadion in Szene gesetzt, es wird sich auch klären, ob Lürsen und Stedefreund Bremen vor einer Katastrophe retten konnten.

DHB-Team bei WM als Gruppensieger in K.o.-Runde

DHB-Team bei WM als Gruppensieger in K.o.-Runde

Amtseinführung von Donald Trump: Die Fotos vom Kapitol

Amtseinführung von Donald Trump: Die Fotos vom Kapitol

Werder-Abschlusstraining am Freitag

Werder-Abschlusstraining am Freitag

Korallen und Wesen aus der Tiefsee in Berlin zu sehen

Korallen und Wesen aus der Tiefsee in Berlin zu sehen

Meistgelesene Artikel

Bomben-Sprengung bei Mercedes

Bomben-Sprengung bei Mercedes

Polizeieinsatz gegen den Drogenhandel: Kontrolle in Spielothek

Polizeieinsatz gegen den Drogenhandel: Kontrolle in Spielothek

Prozess gegen Ferdi M.: Familie und Kollegen des Opfers berichten

Prozess gegen Ferdi M.: Familie und Kollegen des Opfers berichten

Unfall mit Schüler: Observationsbericht belastet 27-Jährigen

Unfall mit Schüler: Observationsbericht belastet 27-Jährigen

Kommentare