Millionen für neues Magazin

Der Bund unterstützt das Bremer Staatsarchiv

Das Magazin des Bremer Staatsarchiv wird durch einen Neubau erweitert.
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Das Magazin des Bremer Staatsarchiv wird durch einen Neubau erweitert.

Bremen – Das Bremer Staatsarchiv, das Gedächtnis der Hansestadt, hat Platzprobleme. Nun bekommt es einen Bundeszuschuss für den Bau eines neuen Magazins. Aus dem Förderprogramm „Nationale Projekte Städtebau“ des Bundesbauministeriums fließen 4,1 Millionen Euro ans Staatsarchiv, teilen die Bremer SPD-Bundestagsabgeordnete Sarah Ryglewski, parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfinanzministerium, und die Bremer CDU-Bundestagsabgeordnete Elisabeth Motschmann mit.

Insgesamt wird die Erweiterung des Magazins etwa acht Millionen Euro kosten, so Professor Konrad Elmshäuser, Leiter des Staatsarchivs, auf Nachfrage. Die zweite Hälfte der Kosten trägt Bremen. Planungen und Bürgerbeteilgung beginnen in diesem Jahr, so Elmshäuser weiter. Die Mittel-Zusage aus Berlin – eine Jury-Entscheidung – sei eine „unglaublich erlösende Nachricht“. Nur 24 von 100 Anträgen setzten sich durch.

Mit der Erweiterung des Magazins wird auch ein jahrzehntelanges Provisorium enden: Das Staatsarchiv nutzt bislang einen umgebauten Luftschutzbunker am Dobben als zusätzlichen Aufbewahrungsort, was – so Elmshäuser – wieder und wieder „zu Reibungsverlusten führt“. Ständig müssen Archivalien hin- und hertransportiert werden.

Seit Jahren Platzprobleme

Nun aber bekommt das Staatsarchiv „neue Kapazitäten“, die „bereits seit Jahren dringend benötigt werden, jedoch aufgrund der angespannten Bremer Haushaltslage nicht geschaffen werden konnten“, so Motschmann, kulturpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. „Damit die stetig wachsende Sammlung an Dokumenten auch in Zukunft fachgerecht eingelagert werden kann, ist der Bau eines neuen Magazins unerlässlich“, kommentierte Ryglewski, die von der SPD gerade wieder als Direktkandidatin für den Bundestag aufgestellt worden ist.

Schon bei den Bauarbeiten im Jahr 1967 war das Grundstück hinter dem jetzigen Magazinturm des Staatsarchivs für den Fall einer Erweiterung freigehalten worden. Der Neubau, der sich architektonisch in die Umgebung einfügen soll, „kommt hinter den bestehenden Magazinturm“, wie Elmshäuser formuliert.

Im Mai 1968 war das Bremer Staatsarchiv in sein Gebäude eingezogen – eine Kombination aus einem Magazinturm mit acht Stockwerken und zwei Kellergeschossen mit einer Archivkapazität für zehn Kilometer Akten sowie einem angeschlossenen zweistöckigen Atriumgebäude für Verwaltung und Werkstätten, Bibliothek und Forschung, Ausstellungen und Veranstaltungen. Errichtet wurde das Gebäude nach Plänen des Oberbaurats Alfred Meister am Präsident-Kennedy-Platz, Ecke Fedelhören – damals in unmittelbarer Nachbarschaft zum US-Generalkonsulat (heute Verwaltungssitz der BLG).

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