Veränderung im Bebauungsplan genehmigt

Deputation diskutiert über „Haven Höövt“ und die A 281

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Der Eingang zum Einkaufszentrum „Haven Höövt“ in Vegesack: Das Gebäude mit dem Glasturm wird rund 200 Wohnungen weichen. Bis zu 400 Menschen sollen hier ein Zuhause finden. Die Verkaufsfläche im Zentrum wird reduziert.

Bremen - Von Martin Kowalewski. Die Deputation für Bau und Verkehr hat am Donnerstag eine Veränderung im Bebauungsplan für den Bereich des Einkaufszentrums „Haven Höövt“ in Vegesack genehmigt. Das Einkaufszentrum „Haven Höövt“ ist im Frühjahr an die Bauträgergesellschaft Wesbau verkauft worden. Diese will das Einkaufszentrum halbieren und den Einzelhandel im hinteren Gebäudeteil konzentrieren. Zur Nutzungsdurchmischung wird im Auftrag des Ressorts zur Zeit ein Gutachten erstellt.

Der vordere Bauteil mit dem gläsernen Turm will Wesbau zurückbauen und so Platz für bis zu 200 Wohnungen und öffentliche Nutzungen, darunter einen Kindergarten, bieten. 2018 wird es zur Gestaltung dieses Bereichs einen Architektenwettbewerb geben, so Senatsbaudirektorin Iris Reuther. Da Elemente des bisherigen Gebäudes genutzt würden, sei eine Höhe von vier Etagen plus einem Staffelgeschoss möglich. Durch den Wegfall der Verbindung zwischen den beiden aktuellen Gebäuden wird die Sichtachse auf die „Schulschiff Deutschland“ wieder freigegeben.

Durch Verzögerungen bei der Fertigstellung der A 281 und den wichtigen Zubringerstraßen B6N und B12N fallen für das Land Bremen Mehrkosten an. Die Deputation genehmigte hierfür 8,82 Millionen Euro. Durch die Verlängerung eines Tunnelportals in Seehausen fallen Mehrkosten von einer Million Euro an. Hier ist noch nicht klar, wie viel der Bund stemmt und wie viel das Land Bremen übernehmen muss. Daher wurde über diesen Posten noch nicht abgestimmt. Bausenator Joachim Lohse (Grüne) verwies auf für die Stadt „erfolgreiche Gerichtsprozesse“ sowie auf einen „Runden Tisch“ zum Umgang mit negativen Effekten während der Bauphase im Bereich Kattenturmer Heerstraße.

Bericht über autonomes Fahren

Zudem nahm die Deputation einen Bericht des Ressorts zu Teststrecken für autonome Fahrzeuge zur Kenntnis. Bereits im Mai wurde eine Teststrecke für autonome Autos genehmigt. Die Strecke verläuft zwischen Bremen, Fischerhude, Sagehorn und Oyten und zudem über einen Teilabschnitt der A 27 zwischen den Anschlussstellen Horn-Lehe und Sebaldsbrück. Zunächst werden einfache Aufgaben wie das Einparken und auch das Halten der Fahrspur entwickelt und getestet, heißt es. Bei dem Projekt kooperieren Universität und Industriepartner. 

Als Forschungsfahrzeug dient ein mit besonderer Elektronik ausgestatteter VW Passat GTE, der zur Zeit laut Ressort von speziell geschultem Personal gefahren wird. Versuche zu autonomem Güterverkehr will ein Bremer Logistikunternehmen auf dem eigenen Betriebsgelände ermöglichen, sagte Bau-Staatsrat Ronny Meyer. Dieses wolle aber erst nach erfolgter Genehmigung genannt werden. Eventuelle Streckenkosten zahlt das Bundesverkehrsministerium, heißt es in dem Bericht. Eine Teststrecke für den Öffentlichen Nahverkehr ist in Planung. Für Bremen entstehen bislang keine Kosten, sagte das Bauressort.

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