Denkmalpflege-Tour durch Bremen

Historische Substanz

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Dom: „Nukleus der Stadtgeschichte“.

Von Thomas Kuzaj. Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz (DNK), 1973 gegründet, gilt als überregionales Forum für Denkmalpflegethemen – und hat nun (gemeinsam mit dem Landeskonservator, Professor Georg Skalecki, und dessen Team) knapp 20 Journalisten aus ganz Deutschland für zwei Tage nach Bremen eingeladen. Titel und Thema der Tour: „Veränderungen sind Chancen – Investoren und Denkmalpflege nutzen Transformationsprozesse“.

Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz (DNK), 1973 gegründet, gilt als überregionales Forum für Denkmalpflegethemen – und hat nun (gemeinsam mit dem Landeskonservator, Professor Georg Skalecki, und dessen Team) knapp 20 Journalisten aus ganz Deutschland für zwei Tage nach Bremen eingeladen. Titel und Thema der Tour: „Veränderungen sind Chancen – Investoren und Denkmalpflege nutzen Transformationsprozesse“.

Erläutert und vorgeführt wird das – eben – am Beispiel Bremens. „An allen Stationen stehen Eigentümer, Investoren, Architekten sowie Vertreter von Politik und Wirtschaftsförderung zu Gesprächen bereit“, hieß es in einer Vorschau.

So ging es gestern mitten rein in das historische Herz der Stadt: Weltkulturerbe Rathaus und Roland, dazu Böttcherstraße, Schlachte, Schnoor. Und am Abend der Ratskeller. Heute steht die Überseestadt auf dem Programm – Beispiel für die Transformation vom Hafengebiet zum Trend-Quartier, in dem historische Bauwerke und teils spektakuläre Neubauten Seite an Seite stehen. Anfängliche Visionen von Stadtplanern zeigten die Überseestadt „ohne historische Bausubstanz“, erinnerte Skalecki gestern. Aber: „Wesentliche und wichtige Bauten konnten erhalten und in neue Nutzung gebracht werden.“

Zum Auftakt ging‘s gestern auch gleich um die Häfen, aber sozusagen in der weitgreifenden Rückschau: Skalecki sprach bei der Eröffnungsveranstaltung im schönen Haus Schütting (Sitz der Handelskammer) über die bremische Stadt- und Hafenentwicklung.

Und natürlich über die Ursprünge Bremens selbst, über den „Dom als Nukleus der Bremer Stadtgeschichte“: „Bremen wurde auf Weisung Karls des Großen gegründet. Er wollte einen Stützpunkt für die Missionierung des Nordens seines Reiches haben.“ Gefunden wurde dieser Stützpunkt auf der Bremer Düne, auf der dann die Altstadt gewachsen ist – eben mit dem Dom.

Über den Schütting, den „Stolz der Bremer Kaufmannschaft“, sprach Handelskammer-Präses Christoph Weiss. „Im Krieg wurde er zerstört, nur die Außenhaut stand noch.“ Es folgte ein Wiederaufbau. Erst 2009 aber bekam der Schütting seine historischen Gauben zurück – und obendrein ein glänzendes Kupferdach sowie die Fassadenvergoldungen nach historischen Vorlagen.

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