Kunst, Kultur und Funktionalität: Bremer Künstler Tom Gefken gestaltet Container am Stadion

Denkmal für die Fanszene

Denkmal für die Bremer Werder-Fans: Künstler Tom Gefken hat diese Container am Stadion gestaltet. Foto: DAVIDS

Bremen - Von Tido Davids. Der Bremer Künstler Tom Gefken hat die Aufbewahrungscontainer am Weserstadion für den mobilen Hochwasserschutz aufgepeppt. Am Mittwoch wurden die neuen Kunstwerke der Öffentlichkeit präsentiert. Gefken, Jahrgang 1960, hatte die öffentliche Ausschreibung gewonnen und im November mit der Arbeit begonnen.

„Ich habe einen der Container grundiert und am nächsten Tag war alles zerlaufen – wegen der Luftfeuchtigkeit“, beschreibt der Künstler die Rückschläge während des Arbeitens. Inzwischen ist das (fast) vergessen, das mehrteilge Kunstwerk ist fertig. An drei unterschiedlichen Standorten rund ums Weserstadion können Passanten und Werder-Fans das Gesamtkunstwerk bewundern. Im Fokus standen dabei genau Letztere – die Werder-Fans und deren Fan-Kultur.

Inspiriert wurde der Künstler von der Verbindung zwischen Fans und Spielern, aber auch von der Weltoffenheit und Pluralität Bremens, wie er erzählt. Dabei „immer im Hintergrund sehend, dass Werder Bremen der Leuchtturm ist, der für Bremen nach außen hin strahlt“, so Gefken. Insbesondere die Arbeit unter freiem Himmel, in Verbindung mit dem Austausch der interessierten Passanten, habe seinen Schaffensprozess einzigartig gemacht, sagt er. Neben der Optik ist speziell der Hochwasserschutz das zentrale Anliegen dieser Maßnahme. Denn im Falle einer Sturmflut bleiben oft nur wenige Stunden, um das Stadion im Peterswerder samt der angrenzenden Bereiche vor dem herannahenden Wasser zu schützen. Deshalb wird einmal im Jahr der Aufbau der gesamten Anlage geprobt. Wirtschafts-Staatsrat Ekkehart Siering freut sich über die Kombination aus Kunst, Kultur und Funktionalität. „Trotzdem bleibt es zu hoffen, dass wir niemals in die Bredouille geraten, tatsächlich alles aufbauen zu müssen.“ In einem solchen Fall wäre die gesamte Pauliner Marsch vom Hochwasser bedroht.

Für den Hochwasserschutz waren der Deich erhöht, Spundwände (mit Toren) in den Boden gerammt worden. Die Weserstadion GmbH zahlte dafür rund fünf Millionen Euro, Bremen investierte 2,4 Millionen Euro in die Promenade neben dem Stadion. Die Container beinhalten die mobile Hochwasserschutzeinrichtung, sprich: Metallplatten. Die künstlerische Gestaltung kostete 17 000 Euro, die das Wirtschaftsressort übernahm.

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