„Demokratie beginnt am Küchentisch“

„First Lady“ Elke Büdenbender zu Gast beim „Bürgermahl“ 

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Elke Büdenbender, Ehefrau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, beim Eintrag ins Goldene Buch.

Bremen - Hoher Besuch in der Oberen Rathaushalle: Zum 17. „Bürgermahl“ der Wilhelm-Kaisen-Bürgerhilfe (WKB) war am Montagabend Elke Büdenbender, Ehefrau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, zu Gast. Die Juristin hielt in „lauten Zeiten“ ein Plädoyer für die Demokratie und ermutigte die Anwesenden, sich weiter sozial zu engagieren.

Für Büdenbender, die zum ersten Mal am „Bürgermahl“ teilnahm, sei es eine „große Ehre, hier sprechen zu dürfen“, sagte sie vor rund 240 ehrenamtlichen Sammlern und Unterstützern. Sie hob gerade „in lauten Zeiten“ hervor, wie wichtig es sei, auf die „leise Seite der Gesellschaft“ zu blicken. Auf Menschen, „die einfach anpacken und Lösungen finden“. Für sie, das betonte Büdenbender, seien politisch engagierte Menschen, Ehrenamtliche, „aber auch Menschen, die ganz unkompliziert Nachbarschaftshilfe betreiben, die Heldinnen und Helden unseres Lebens“.

Das seit jeher bewusst schlicht gehaltene „Bürgermahl“ mit Kükenragout, das als Dank an die vielen Sammler der Bürgerhilfe gilt, wurde in diesem Jahr hauptsächlich von Weserpark-Eigentümerin Waltraud Steenken gesponsort. Mittels Tischspenden wurde für zukünftige Projekte abermals Geld gesammelt. Und um diese drei Projekte geht es: „Gesundheitsziel schmerzfrei“ vom Paritätischen Wohlfahrtsverband, das Kinderhaus „Baumhöhle“ des DRK-Kreisverbandes (dort soll das Außengelände, das vorrangig Kindern mit Mobilitätsschwächen dient, saniert werden) und „Stadtmigranten“ (Awo Bremen).

Für Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) stehen die Projektverantwortlichen und Spender „heute zu Recht im Mittelpunkt“. Bürgerschaftspräsident Frank Imhoff, der seine Rede zunächst auf Plattdeutsch begann und dafür tosenden Applaus erntete, hob das „pragmatische und unbürokratische“ Engagement vieler Initiatoren hervor. Er appellierte: „Das Miteinander sollte nicht nur in der Vorweihnachtszeit aktuell sein, sondern unser ganzes Leben prägen.“

Auch „First Lady“ Elke Büdenbender hob diese Leistungen hervor und sagte: „Die Verantwortlichen scheuen keine Mühen, um für andere da zu sein und einzustehen.“ Insbesondere in Zeiten von Populismus und „sogenannten“ sozialen Medien bräuchten junge Menschen Vorbilder. „Sie lernen im privaten Gespräch. Demokratie beginnt am Küchentisch“, so Büdenbender. Wo Selbstbestimmung gelebt werde, entstehe „echte Teilhabe“ – und das würde die WKB samt der Menschen dahinter schaffen.

Imhoff, auch WKB-Vorsitzender, ehrte Christine Könsen und Monika Kunze für ihr langjähriges Engagement als Bremer Gästeführerinnen.

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