Defekte Kaiserschleuse in Bremerhaven voraussichtlich ab 10. Dezember wieder in Betrieb

Reparatur kostet 14 Millionen Euro

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Der Betrieb an der defekten Kaiserschleuse wird am 10. Dezember wieder aufgenommen.

Bremerhaven - Die Reparatur der defekten Kaiserschleuse in Bremerhaven kostet vermutlich 14 Millionen Euro. Das teilte jetzt ein Sprecher der Hafengesellschaft Bremenports mit. Voraussichtlich wird der Schleusenbetrieb am 10. Dezember gegen 16 Uhr wieder aufgenommen.

In den vergangenen Wochen hat die Arbeitsgemeinschaft der Baufirmen in der Baugrube am Binnenhaupt der Schleusenanlage neue Unterwagenschienen eingebaut. Auch der Beton ist saniert und inzwischen ausgehärtet, so Bremenports weiter. Um die Schleuse in Betrieb zu nehmen, fehlen nun noch die beiden jeweils 75 Tonnen schweren Unterwagen, die das Schleusentor bewegen. „Die Unterwagen werden derzeit von einem Unternehmen in Süddeutschland repariert“, sagte Bremenports-Geschäftsführer Robert Howe. „Sie erhalten neue Laufräder und sollen Ende November in mehreren Einzelteilen nach Bremerhaven transportiert und umgehend eingebaut werden“, so Howe. Wenn die Bauarbeiter fertig sind, übernehmen die Spezialisten der Hafengesellschaft. Nach derzeitiger Planung werden sie ab dem 7. Dezember in mehreren Zwölf-Stunden-Schichten rund um die Uhr zunächst den Rückbau der beiden jeweils 2 000 Tonnen schweren Schleusentore vornehmen, die die etwa 22 Meter tiefe Baugrube am Binnenhaupt derzeit gegen den Hafen und die Schleusenkammer abgrenzen. Anschließend wird eines der Tore eingeschwommen, abgesenkt und montiert. Die Hafengesellschaft geht davon aus, dass die Arbeitsgemeinschaft der Baufirmen für die Reparaturkosten aufkommen muss, da die Gewährleistung für das Bauwerk noch bis April 2016 gilt. Die Ursache der Schäden ist noch unklar.

Die Kaiserschleuse musste im Herbst 2014 für die Schifffahrt gesperrt werden, nachdem Taucher von Bremenports eine erhebliche Abnutzung der Schienen und Schäden am Beton festgestellt hatten. Mehr als ein Jahr lang konnten Seeschiffe den Überseehafen Bremerhaven nur über die Nordschleuse anlaufen und verlassen. „Die Nordschleuse wurde durch zahllose Schleusungen stark beansprucht und hat sich als äußerst zuverlässig erwiesen“, sagte Howe.

Bremenports musste den anstehenden Torwechsel am Außenhaupt der Nordschleuse bis zur Wiederinbetriebnahme der Kaiserschleuse verschieben. Dieser Torwechsel ist für Mitte Dezember vorgesehen. In diesem Zeitraum steht der Schifffahrt dann ausschließlich die Kaiserschleuse zur Verfügung.

Das Nordschleusentor wird im Trockendock der Lloyd Werft gewartet und konserviert, heißt es. Außerdem wird es mit einer etwa 1,20 Meter hohen stählernen Wand versehen, die laut Bremenports den Hochwasserschutz verbessert.

gn/dpa

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