Das „Bachische Collegium“ musiziert beim Neujahrskonzert in St. Ansgarii

Debüt auf großer Bühne

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Zehn der zwölf Stammkräfte des „Bachischen Collegiums“: Renate Meyhöfer-Bratschke (Orgelpositiv, u.v.l.), Annette Keimel und Annika Schmidt (Violinen), Sopranistin Margaret Hunter (Mitte), Harry Hoffmann (Theorbe, o.v.l.), Bassist Ulrich Maier, Susan Williams (Barocktrompete), Dorothee Kunst (Traversflöte), Kai Niko Henke (große Kirchenorgel) und Christoph Harer (Cello). Es fehlen: Bodo Lönartz (Bratsche) und Alina Rotaru (Cembalo). ·

Bremen - Von Jörg Esser„Soli Deo Gloria“ – mit einem feierlichen Neujahrskonzert startet die Bremer „Johann-Sebastian-Bach-Gesellschaft“ ins neue Jahr. Der Verein feiert 2014 sein 30-jähriges Bestehen. Mit dem „Bremer Orgelsonntag“, einem „Wandelkozert“ im Dom und ganz viel Bach. Und mit dem neugegründeten „Bachischen Collegium Bremen“, das aus versierten Instrumentalisten und Sängern besteht.

Das „Bachische Collegium Bremen“ will „einen konsequent solistischen und kammermusikalischen Ansatz zur Aufführung der Musik Johann Sebastian Bachs verfolgen“, sagt Harry Hoffmann, Musikwissenschaftler, Schriftführer der „Bach-Gesellschaft“ und Lautenist im neuen Ensemble. „Alle Orchester- und Chorstimmen der Bachschen Werke werden von Solisten ausgeführt“, fährt Hoffmann fort. Es singt kein großer Kirchenchor und es spielt kein Symphonieorchester, das Werk übernehmen die Gesangs- und Instrumentalsolisten.

Das „Bachische Collegium“ gibt beim Neujahrskonzert am Freitag, 5. Januar, um 18 Uhr in der St.-Ansgarii-Kirche (Schwachhauser Heerstraße 40) sein Debüt auf großer Bühne. Es erklingen der 5. Teil des Weihnachtsoratoriums, die Neujahrskantate „Jesu, nun sei gepreiset“ und die Orgeltoccata in d-moll. Neben elf der zwölf Stammkräfte aus dem „Collegium“ sind als Gastmusiker drei Oboen, ein Fagott, zwei weitere Trompeten und eine Pauke sowie die Sänger Alex Potter (Altus) und Mirko Ludwig (Tenor) dabei, sagt Hoffmann. Karten gibt es für 15 Euro an der Abendkasse.

Historisches Vorbild des „Bachischen Collegiums“ ist das „Collegium Musicum“, das 1701 vom Organisten und Jura-Studenten Georg Philipp Telemann gegründet und 1729 von Johann Sebastian Bach zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Kantor der Thomas-Kirche in Leipzig übernommen wurde. Das „Collegium“ bestand vor allem aus Leipziger Studenten und umfasste bis zu 40 Musiker. Das Ensemble gab mindestens ein Konzert pro Woche – im Winter im großen Saal des Zimmermannschen Palais an der Catharinenstraße, dem wohl größten Kaffeehaus Sachsens, und im Sommer unter freiem Himmel im Kaffeegarten.

So häufig wie das Vorbild wird das „Bachische Collegium“ nicht musizieren. Doch bei den großen Konzerten soll es dabei sein. So plant die Bremer „Bach-Gesellschaft“ im Frühsommer zwei Aufführungen der Kantate „Der Streit zwischen Phoebus und Pan“ – für Freitag, 13. Juni, um 20 Uhr in der Klosterkirche Lilienthal sowie für Sonnabend, 14. Juni, um 18 Uhr in der St.-Ansgarii-Kirche. Margaret Hunter steht als „Momus“ als der Bühne, Alex Potter als „Mercurius“, Manuel König als „Tmolus“, Mirko Ludwig als „Midas“ und Ulrich Maier als „Pan“. Der Part des „Phoebus“ ist noch unbesetzt, heißt es.

Der „Bremer Orgelsonntag“ wirft am 15. Juni einen umfassendes Blick auf Bachs Frühwerk. Konzerte sind in der Kulturkirche St. Stephani (14 Uhr), der Propsteikirche St. Johann im Schnoor (16 Uhr), der St.-Martini-Kirche (18 Uhr) und im St.-Petri-Dom (20 Uhr) geplant.

Mit einem „Wandelkonzert“ im Dom rundet die „Bach-Gesellschaft“ ihr Festjahr um 30. Geburtstag ab. Es beginnt am Freitag, 10.  Oktober, um 19 Uhr.

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