6 300 Übernachtungen im Jahr 2012: Nabu Bremen hat das Schullandheim Dreptefarm „unter Volllast gefahren“

„Das Konzept ist voll aufgegangen“

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Helfer von Coca Cola aus Bremen bauten auf der Dreptefarm ein Pfauengehege. ·

Bremen - Das Schullandheim Dreptefarm sei bei fast 6 300 Übernachtungen im Jahr 2012 „nahezu unter Volllast gefahren“, sagt Sönke Hofmann. Der Geschäftsführer des Naturschutzbunds (Nabu) Bremen ist zugleich Heimvorsitzender, denn der Nabu Bremen ist ideeller Träger des 77-Betten-Hauses in Wulsbüttel.

Die gemeinnützige Einrichtung blickt laut Hofmann auf ein gutes Jahr mit einigen Erfolge zurück. So leben mittlerweile auch bunte Pfauen in einem eigenen Gehege und eine weitere Wand des 50 Jahre alten Gebäudes ist mit Korken isoliert. Zu verdanken sei das dem Einsatz vieler Helfer. „Ich kann mich immer nur wieder bedanken“, sagt Hofmann, „so viel Unterstützung hatten wir selten.“ Mit den Azubis vom Mercedeswerk wurde ein Teil des Umbaus der Froschfarm geschafft. Die Firmen Artec, KPMG und Coca Cola bauten ein achteckiges Pfauengehege, einen Holzlagerschuppen und zogen manchen Meter Zaun neu.

Eine große Hilfe sei auch der Bundesfreiwilligendienst. Seit diesem Sommer hat die Dreptefarm zwei Stellen eingerichtet. „Einer der jungen Männer kümmert sich nur um die Esel und das Muli, denn die Tiere brauchen einfach mehr Bewegung“, sagt der Heimvorsitzende. „Der andere unterstützt die beiden jungen Leute aus dem Freiwilligen ökologischen Jahr, die die Kinder an die Farmtiere heranführen und die Klassen betreuen.“

Mit dem Engagement eines der beiden Freiwilligen habe der Nabu zugleich ein weiteres Experiment gewagt. Ein junger Mann aus Kirgisistan wurde für ein Jahr auf die Dreptefarm geholt, sagt der Heimchef. Und weiter: „Er kämpft noch mit der schnellen Sprache der Kinder, aber er schlägt sich wacker.“

Ziel des Nabu sei es, in Wulsbüttel den Kindern die Natur näherzubringen. „Dieses Konzept ist voll aufgegangen“, ergänzt Hofmann. Zum ersten Mal waren im vergangenen Jahr über 300 Kinder auf den Ferienfreizeiten der Bremer Naturschützer. Sehr gut seien auch die neu ins Programm aufgenommenen „Farmtierfütterungen“ an Wochenenden angekommen. „Teilweise zogen über 50 Menschen durch unsere Gehege“, so Hofmann. Am Tag vor Heiligabend schließlich hat die Eselherde der Farm Zuwächse bekommen – zwei mit 135 Zentimetern und gut 400 Kilogramm stattliche Wallache, die auf die Namen „Uwe“ und „Uri“ hören. · je

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