Schausteller ziehen Bilanz

Bremer Freimarkt: Eine Million Besucher

Die Schienenbahn „Heidi The Coaster“ unter blauem Himmel.
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Unter blauem Himmel: Die Schienenbahn „Heidi The Coaster“ bietet Nervenkitzel mit bayerischem Flair.

Die Schausteller sind zufrieden. Der Bremer Freimarkt mit seinen coronabedingten Einschränkungen hat bis Sonntagabend rund eine Million Besucher angelockt.  

Bremen – Der 985. Bremer Freimarkt ist Geschichte. Und die Schausteller sind zufrieden. Am zweiten und auch am dritten Volksfest-Wochenende ist die 20 000er- Grenze erreicht worden. Mehr Volksfest-Fans durften sich wegen der Corona-Vorschriften nicht zeitgleich auf dem Rummel aufhalten.

So werden wohl eine Million Besucher in den 17 Freimarktstagen auf der Bürgerweide gewesen sein, sagt Susanne Keuneke, Vorsitzende des Verbands Bremer Schausteller und Marktkaufleute, am Sonntagmittag. Diese Schätzung teilt auch Rudolf Robrahn, Vorsitzender des Schaustellerverbands des Landes Bremen. Übrigens: Auch bei Erreichen der 20 000er-Marke sei es zu keinen nennenswerten Staus am Eingang gekommen, heißt es. Es seien viele Familien da gewesen, aber weniger Firmen- und andere große Gruppen, so die Schausteller.

Der Biergarten der „Bayern-Festhalle“ hat auch in diesem Jahr Besucher aus dem europäischen Ausland angezogen. Jedes Wochenende seien etwa 50 Besucher aus Dänemark angereist, sagt Inhaber und Geschäftsführer Jan Patrick Wolters aus Bremen. Normal seien aber 300. Es seien auch Besucher aus Schweden und Italien gekommen. „Für uns Großzelte war es schon ein Experiment“, sagt Wolters. Jeder habe sein Konzept erstellt. „Meines ist aufgegangen.“

„Ein Experiment für Großzelte“

In diesem Jahr seien die Kosten geringer gewesen, weil kein komplettes Zelt aufgebaut wurde und weil die Standgebühren weggefallen seien, ergänzt Wolters. Er schätzt, er habe ein Drittel des normalen Umsatzes gemacht. An den Freitagen und Sonnabenden seien immer alle Plätze an den Tischen reserviert gewesen. An den Sonntagen 90 Prozent. Für spontane Besucher habe es noch Stehplätze gegeben.

Die Corona-Regeln mit teilweiser Maskenpflicht sowie Tanz- und Singverbot in Großzelten passe nicht zum Bayernzelt. Darum hat sich der Festwirt für die Biergarten-Lösung entschieden. Das Programm sei zwar etwas kleiner als normal gewesen, es sei aber jeden Tag ein Live-Künstler aufgetreten, am mittleren Wochenende sogar vier Schlagersänger. Man habe Glück außerdem mit dem Wetter gehabt.

Gewinne passen in den Kescher: Erich Winter aus Asendorf an seinem Freimarktsstand „Flower Power“.

Volksfest-Fans sehnen sich nach Normalität

Erich Winter aus Asendorf steht am Stand „Flower Power“, der von seiner Familie betrieben wird. Der Schausteller sagt: „Wir sind froh, dass es wieder losgeht und Normalität aufkommt.“ Man sehe den Besuchern an, dass ihnen etwas wie der Freimarkt gefehlt habe. Er stuft den Freimarkt 2021 „zwischen einer normalen Osterwiese und einem normalen Freimarkt“ ein. Die starke Präsenz von Familien sei für seinen Stand gut gewesen, an dem künstliche Blumen aus Plüschstoff „gepflückt“ werden. Winter und seine Mitarbeiter stehen in einigem Abstand zu ihren Kunden. Bei Leuten, die etwas ängstlich wirken oder eine Maske tragen, werde ein Kescher gereicht. Damit kann dann der Gewinn übergeben werden. Winter zeigt den Kescher. Das Netz ist sehr fein. Der Kescher erlaubt auch kontaktloses Bezahlen. Der Schausteller blickt positiv in die Zukunft. „Alles wird gut“, sagt er.

Vom Familienpublikum hat die Schienenbahn „Heidi The Coaster“ profitiert, sagt Ewald Schneider vom Familienbetrieb Schneider & Co. aus München. Abends sei dann „genug Jugend gekommen“. So habe auch der ebenfalls von dem Familienbetrieb auf dem Markt errichtete Freifallturm „Hangover – The Tower“ einen tollen Erfolg verbuchen können.

Am großen Riesenrad „Mein Rad“ steht derweil Silvana Greier, Ehefrau des Geschäftsführers. Sie wirkt erleichtert und entspannt. Und sagt: „Es ist schön, die Schaustellerkollegen wieder getroffen zu haben.“

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