Stippviste im Bremerhavener Auswandererhaus

Kanzlerin sagt Bremen „Tschüss“

Angela Merkel, Andreas Bovenschulte (l.), Simone Blaschka und  Melf Grantz lächeln in die Kameras.
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Tschüss: Angela Merkel (2.v.r.) wird bei ihrer Abschiedsvisite als Kanzlerin im Land Bremen in Bremerhaven von Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (l.), Dr. Simone Blaschka, Direktorin des Deutschen Auswandererhauses, und Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz empfangen.

Noch-Bundeskanzlerin Angela Merkel ist auf Abschiedstournee: Einen Tag nach einem Besuch in Paris reiste sie nach Bremerhaven. Und besuchte das Auswandererhaus.

Bremerhaven – Zwei Mal war Angela Merkel (CDU) bereits im Deutschen Auswandererhaus in Bremerhaven – 2009 und 2014. Doch bis in die Ausstellung schaffte sie es nie. Das holte sie bei ihren Abschiedsbesuch am Donnerstag nach – und verband den mit einem Aufruf und einem Versprechen.

Die scheidende Bundeskanzlerin hat bei ihrem Besuch dazu aufgerufen, die persönlichen Schicksale von Migrantinnen und Migranten im Blick zu behalten. „Es sind nicht die Deutschen, die auswandern. Es sind nicht die Afghanen oder die Syrer, die kommen“, sagte Merkel am Donnerstag. „Es handelt sich um Menschen.“

Das verdeutliche das Bremerhavener Auswandererhaus in seiner Ausstellung. Das Haus inszeniere Ein- und Auswanderungsgeschichten lebensnah und rücke dabei jeden einzelnen Menschen in den Vordergrund: „Das ist der richtige Weg“, sagte Merkel. Und weiter: „Migration und Bewegung über den Globus sind etwas, das zu der globalen Geschichte dazugehört.“

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) betonte, es sei Merkels ausdrücklicher Wunsch gewesen, das Museum zu besuchen. Flucht und Migration hätten während ihrer Amtszeit eine große Rolle gespielt: „Deshalb passt das so gut“, sagte er. So führten Museumsdirektorin Dr. Simone Blaschka und Architekt Andreas Heller Merkel durch die Dauerausstellung.

Merkel will wiederkommen

Zum Abschied versprach Merkel wiederzukommen, wenn auch nicht als Kanzlerin. Den Dank für den Besuch erwiderte Blaschka, die sich zusammen mit ihrem Team über den Besuch der Kanzlerin freute: „Es ist uns wichtig, Migration als normalen alltäglichen Teil von Geschichte und Gegenwart sichtbar zu machen, und danken der Kanzlerin für die Würdigung, die unserem Haus und unserer Arbeit durch ihren Besuch zuteil wurde.“

Ursprünglich befasste sich das 2005 eröffnete Museum mit den Ursachen der Auswanderung von mehr als sieben Millionen Menschen, die über Bremerhaven per Auswandererschiff in die „Neue Welt“ zogen. Als vor neun Jahren der erste Anbau dazu kam, wurde damit begonnen, auch die deutsche Einwanderungsgeschichte zu thematisieren.

Hundert Schaulustige

Neben Bovenschulte und Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) hatten rund hundert Schaulustige die Kanzlerin mit Applaus und Trillerpfeifen vor dem Museum begrüßt. Im Foyer trug sie sich in das Goldene Buch Bremerhavens sowie in das Gästebuch des Auswandererhauses ein. Es folgte ein vertrauliches Gespräch, an dem neben Bovenschulte unter anderem auch der Bremerhavener Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD), die Bremer Senatorin für Wissenschaft und Häfen, Claudia Schilling (SPD), sowie die Direktorin des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts (AWI), Antje Boetius, teilnahmen.  

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