Ausblick über die Innenstadt

Das Hotel am neuen Bremer Fernbusterminal wächst in die Höhe

Der Rohbau ist fertig. Im „High-Eleven“ hinter dem Übersee-Museum entsteht ein Hotel der Meininger-Gruppe. Ende April 2022 sollen die Arbeiten beendet sein.
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Der Rohbau ist fertig. Im „High-Eleven“ hinter dem Übersee-Museum entsteht ein Hotel der Meininger-Gruppe. Ende April 2022 sollen die Arbeiten beendet sein.

Bremen – Pendler, die vom Bremer Hauptbahnhof in Richtung City unterwegs sind, können es Tag für Tag sehen: Hinter dem Übersee-Museum, da wächst etwas in die Höhe. 42 Meter, um genau zu sein. Es handelt sich um das Hotel am neuen Fernbusterminal. Der Rohbau des Hotels ist jetzt fertig.

Nach jahrelangen Diskussionen herrscht auf dem Areal seit Sommer vorigen Jahres richtig Betrieb. Die alten Schuppen, die zuletzt das Bild dieses Orts geprägt hatten, sind verschwunden. Die Stadt baut hier Bremens neuen zentralen Omnibusbahnhof (ZOB), der 2022 den mehr als unglücklichen Fernbus-Haltepunkt am verkehrsumtosten Breitenweg ablösen soll. Für den ZOB sind elf Haltebuchten geplant, 90 Busse pro Tag sollen hier zukünftig für Verbindungen zu deutschen und europäischen Zielen sorgen.

Zum neuen Terminal gehören auch ein Parkhaus mit 500 Stellplätzen und eben das Hotel – Investor dafür ist das Bremer Unternehmen Buhlmann-Immobilien. „Unser Ziel ist es, Ende April 2022 fertig zu sein“, sagt der Architekt und Buhlmann-Geschäftsführer Marco Meyer. Buhlmann hatte das Areal im Jahr 2010 erworben.

Wichtiger Impuls für die Bremer Innenstadt

Das Projekt Fernbusterminal ist „wichtig für Bremens City“, sagt Jens Lütjen, geschäftsführender Gesellschafter des Bremer Immobilienunternehmens Robert C. Spies. In den Bereichen Beratung, Konzeption und Vermarktung hat Lütjens Unternehmen das Projekt in den zurückliegenden Jahren eng begleitet.

Wichtig für Bremens Innenstadt? Ja, Lütjen spricht von einem „für Bremen politisch und wirtschaftlich wichtigen Signal“ an diesem „etwas robusten Ort“, der nun in ein neues Licht gehüllt werde. Es sei auch ein Signal dafür, dass „man in die Bahnhofsvorstadt investieren kann“.

Neues Bremer Hotel mit 378 Betten

Apropos – Buhlmann-Immobilien investiert deutlich mehr als 30 Millionen Euro in das Projekt, das als Gebäudeensemble den Namen „High-Eleven“ bekommen hat. Eleven, weil das Hotel über elf oberirdische Vollgeschosse verfügt. Ebenerdig ist der zweigeschossige Eingangsbereich zu erreichen. Die sieben über der Eingangshalle liegenden Stockwerke sind für die Hotelzimmer vorgesehen – 126 Zimmer mit insgesamt 378 Betten; verteilt auf Einzel-, Doppel- und Mehrbettzimmer für bis zu vier Personen.

Im Inneren des Rohbaus entstehen Eingangshalle, 126 Hotelzimmer und drei Büroetagen.

In einem „Hybridkonzept“ sollen Merkmale von Hotel und Hostel fröhlich vermischt werden, so das Konzept der Meininger-Hotelgruppe, die das Haus betreibt. So werde es eine Küche geben, in der die Hotelgäste „rund um die Uhr“ kochen können. „Bremen ist ein wirtschaftlicher und kultureller Knotenpunkt im Nordwesten“, so Thomas Hagemann von der Meininger-Hotelgruppe, die ihr erstes Haus im Jahr 1999 an der Meininger Straße in Berlin eröffnet hatte. Die Gruppe betreibt zwölf Hotels in Deutschland, außer in Bremen sind Eröffnungen in Stuttgart (Oktober), Dresden (2022) und Köln (2023) geplant. Weitere Meininger-Hotels gibt es in Belgien, Dänemark, Frankreich, Holland, Italien, Österreich, der Schweiz und Ungarn.

Höhenlage: Büros mit Ausblick über die Bremer City

In Bremen erwartet Hagemann neben „Geschäfts- und Freizeitreisenden“ auch Reisegruppen, darunter Schulklassen und Vereine. „Die Glasfassade im Eingangsbereich und die speziell gestaltete Bar laden aber auch Einheimische ein.“

Ein Fahrstuhl bringt Bauarbeiter hoch.

Auf architektonische Qualität wurde geachtet, der Entwurf des Architekturbüros Knerer und Lang (Dresden) setzte sich durch. Ein Entwurf, der durchaus auch als Impuls für die Innenstadtentwicklung verstanden werden darf. Ein besonderer Ausblick über diese Innenstadt – und auch weit darüber hinaus – bietet sich aus den oberen Etagen des Hotelneubaus.

Dort übrigens soll nicht geschlafen werden, sondern – ganz im Gegenteil – gearbeitet: Über dem Eingangsbereich und den sieben Hotelstockwerken nämlich sind drei Geschosse für Büros reserviert. Die Etagen lassen sich variabel aufteilen. Alles in allem gibt es hier 1 .440 Quadratmeter Bürofläche – in Höhenlage.

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