1 900 Freiwillige helfen bei den „Special Olympics“ in Bremen

„Das geht unter die Haut“

Bremen - Von Elisabeth GnuschkeBREMEN · „Das geht unter die Haut“, sagt Ingeburg Herzig, seit einigen Jahren freiwillige Helferin bei den „Special Olympics“. Auch bei den „National Games“ vom 14. bis 19. Juni in Bremen ist sie dabei.

Bei ihren ersten Spielen als Helferin war sie sich unsicher, wusste nicht, ob sie möglicherweise Berühungsängste mit den geistig Behinderten hat. Aber: „Als ich da war, war sofort klar: Ich war wir“, erinnert sie sich gestern vor Journalisten mit einem Strahlen in den Augen.

1 900 freiwillige Helfer, auch Behinderte selbst, sind bei den Spielen in Bremen im Einsatz, darunter allein 1 270 Oberstufenschüler, „so viel wie noch nie“, freut sich Projektleiter Christian Dirbach. Sie kommen von 20 Bremer und einer Bremerhavener Schule. Ein Großteil hilft bei den Sportveranstaltungen, die überwiegend tagsüber an den Spielstätten Pauliner Marsch, Uni und Messehallen/Bürgerweide ausgetragen werden. Aber Unterstützung gibt es auch in der Logistik, beim Rahmenprogramm und bei den Vorsorgeuntersuchungen, die den Athleten von Ärzten, Zahnärzten, Fußpflegern, Optikern und Physiotherapeuten angeboten werden.

Das Ressort von Bildungssenatorin Renate Jürgens-Pieper (SPD) unterstützt das Team der „National Games“  – gemeinsam mit vielen Sponsoren – nach besten Kräften. Die Senatorin freut sich auf die 4 500 Athleten, die in 20 Sportarten antreten, sowie auf 3 000 Betreuer, Helfer und Gäste. Die Veranstaltung passe gut zu einer weltoffenen Stadt wie Bremen.

Übrigens, noch nie haben so viele Athleten bei den „National Games“ teilgenommen. Ein bisschen Sorge haben die Verantwortlichen, dass die Zuschauer ausbleiben. Gerechnet wird bei den Wettbewerben eher mit einigen hundert Besuchern, 1 000 sind schon die Ausnahme. Daher sollen mit einem Fanprojekt 4 000 Schüler in Teams gewonnen werden, die für Stimmung bei den Wettbewerben sorgen. Die besten Ideen (Transparente, Sprechchöre, Kleidung) werden prämiert.

Die alle zwei Jahre stattfindenden „Special Olympics“ sollen Menschen mit geistiger Behinderung mehr soziale und gesellschaftliche Anerkennung verschaffen. Die Bewegung kommt aus den USA und wurde dort 1968 von der Politiker-Familie Kennedy gegründet. In Deutschland gibt es die Spiele erst seit einigen Jahren. WWW.

specialolympics.de

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