Daimler investiert mehr als 750 Millionen Euro ins Bremer Automobilwerk

500 neue Jobs bei Mercedes

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Im Bremer Mercedes-Werk wurden 2014 rund 340000 Fahrzeuge produziert.

Bremen - Der Automobilkonzern Daimler setzt auch zukünftig auf Bremen. Das Mercedes-Benz-Werk wird für mehr als 750 Millionen Euro modernisiert. 500 zusätzliche Arbeitsplätze sollen bis 2019 entstehen. Das regelt unter anderem ein Eckpunktepapier, das Werksleitung und Betriebsrat beschlossen haben. Das „Zukunftsbild“ sichert Standort und Beschäftigung „auf Jahre hinaus“.

Daimler stellt damit die Weichen für die Weiterentwicklung der Sebaldsbrücker Autoschmiede als Kompetenzzentrum für die weltweite C-Klasse-Produktion. Im Bremer Werk werden laut „Zukunftsbild“ auch die Nachfolger der aktuellen C-Klasse gebaut. Zudem erhält es zwei weitere Modelle.

Mit dem „Zukunftsbild“ für das Bremer Werk „können wir die Produktion erhöhen und gewinnen gleichzeitig an Flexibilität und Effizienz“, sagte gestern Mercedes Produktionsvorstand Markus Schäfer. „Außerdem investieren wir massiv in unsere Mitarbeiter.“ Werksleiter Andreas Kellermann ergänzte: „Wir machen Bremen konsequent fit für die Zukunft. Die Rolle von Bremen als ,Leadwerk’ für die C-Klasse-Produktion wird gestärkt.“ Und Michael Peters, Betriebsratsvorsitzender des Bremer Werks, sagte: „Wir haben schwierige Verhandlungen zu einem Eckpunktepapier erfolgreich abgeschlossen. Das Werk Bremen auf viele Jahre eine gute Perspektive“.

500 neue Jobs und „hochflexible Schichtmodelle“ hat der Betriebsrat ausgehandelt. Damit wird laut Peters die zukünftige Belastung der Autobauer trotz erheblicher Steigerung der Stückzahlen „so gering wie möglich“ gehalten. Das Werk investiert zugleich in die personelle Zukunft. So wird die Zahl der Auszubildende von 2017 an für sieben Jahre auf 150 erhöht. Außerdem fließt mehr als eine Million Euro in eine moderne Berufsausbildung im Mercedes-Werk. „Dazu gehört die Vorbereitung auf neue Technologien wie die Digitalisierung der Fertigung im Zusammenhang mit der ,smart factory‘ und Industrie 4.0“, sagt ein Firmensprecher.

Das Eckpunktepapier berücksichtigt zudem spezifische demografische Herausforderungen. „Der Standort Bremen übernimmt die Vorreiterrolle für neue Arbeitskonzepte bei Mercedes-Benz“, sagte Kellermann.

Im Jahr 2014 hat das Werk Bremen rund 340 000 Fahrzeuge produziert. Am Standort werden derzeit acht Modelle gefertigt, darunter die volumenstärkste Baureihe von Mercedes-Benz, die C-Klasse. Diese wird seit 2014 erstmals an vier Standorten auf vier Kontinenten produziert: In Bremen, East London (Südafrika), Peking (China) und Tuscaloosa (USA). Das Bremer Werk steuert dabei die globale Produktion der C-Klasse.

Die Autoschmiede in Sebaldsbrück ist mit rund 12500 Mitarbeitern größter privater Arbeitgeber in der Region.

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