Country-Rock ohne Klischees

Jade Jackson im Vegesacker „Kito“

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Country auf zeitgenössische Art – die kalifornische Sängerin Jade Jackson kommt nach Bremen.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. „Wilco“, „Lamb-chop“, „The Secret Sisters“ – Country-Musik und Country-Rock stehen bei Musikliebhabern schon seit Jahren wieder im Fokus, weil etliche Musiker sich aufgemacht haben, das Genre von Klischees zu befreien. Jade Jackson, Singer-Songwriterin aus Kalifornien, gehört auch dazu. „Bremen Zwei“ und „Sparkasse in Concert“ haben sie jetzt für einen Auftritt nach Bremen gelockt. Die Newcomerin tritt am Sonnabend, 11. November, um 20 Uhr im Vegesacker „Kito“ (Alte Hafenstraße) auf.

„Weit weg vom angestaubten Image der Ursprünge, noch weiter entfernt von der Countrypop-Konfektion aus Nashville, hat sich eine Szene entwickelt, die die einstigen Country-Qualitäten zeitgemäß auflädt“, heißt es in einer Vorschau – und mit Blick auf die Künstlerin, die bei ihrem Bremer Konzert ihr Debütalbum „Gilded“ vorstellt.

Die Produktion übernahm ein gestandener Held des alternativen US-amerikanischen Musikschaffens: Mike Ness. Dessen Punk-und-Roots-Band „Social Distortion“ gehört zu den großen Favoriten der Kalifornierin. Andererseits liebt sie das Werk von Songwritern wie Lucinda Williams, Johnny Cash und Hank Williams. Beides spürt man auf „Gilded“. „Die Songs klingen dringlich und authentisch, ob Uptempo-Stück oder hingebungsvolle Ballade“, heißt es über Jade Jacksons Album. Mit ihrer Band ist die Amerikanerin nun erstmals auf Europatournee.

„Kückkück“ auf dem Theaterschiff

Grenzüberschreitende Comedy an der Tiefer – der Schauspieler und Komiker Serhat Dogan tritt am Dienstag, 7. November, um 20 Uhr erstmals auf dem Theaterschiff auf. Er präsentiert dort sein Programm „Kückkück – Ein Türke sieht Schwarz-Rot-Gold“.

„Dogan hat sich nach seiner Einreise aus der Türkei 2004 – ohne nennenswerte Kenntnisse der deutschen Sprache – mittlerweile so an seine neue Heimat gewöhnt, dass er sogar im Winter Fahrrad fährt und dabei an roten Ampeln hält“, sagt ein Sprecher. Wenn ein Türke mit einer Sozialpädagogin zusammenziehe („Sabine wollte das so sehr, dass es für uns beide gereicht hat“) und danach beim Aufhängen seines Fenerbahce-Wimpels die Feng-Shui-Regeln beachtet, dann bekomme der Begriff „Integration“ eine völlig neue – und eben: saukomische – Bedeutung, heißt es weiter.

Kurzum: „Serhat Dogan redet in 90 rasanten Minuten über Deutsche, Türken und Deutsch-Türken.“ Autor: Moritz Netenjakob, Regie: Hülya Dogan-Netenjakob.

Volkslieder und klassische Chorwerke

„Two Skies“ – so heißt das Programm, das der Bremen-Norder Kammerchor „Northern Spirit“ unter der Leitung des australischen Komponisten und Dirigenten Jaret Choolun im schönen Sendesaal an der Bürgermeister-Spitta-Allee präsentiert. Termin: Sonnabend, 11. November, 20 Uhr.

„Im Juli noch mit zweifachem Gold für seine Klangvielfalt und präzise Intonation bei den ,European Choir Games‘ in Riga ausgezeichnet, wird ,Northern Spirit‘ nun im Sendesaal ein sehr vielseitiges Programm präsentieren“, sagt eine Sprecherin. Und: „Stücke zeitgenössischer internationaler Komponisten wie Stephen Leek und Gordon Hamilton gehören ebenso zum Repertoire wie klassische Chorwerke von Max Reger und Josef Rheinberger – und neu arrangierte Volkslieder aus der Feder Jaret Chooluns.“

Chorwerke aus drei Jahrhunderten und von Komponisten aus acht verschiedenen Nationen fließen da in einem Programm zusammen, das dennoch wie aus einem Guss wirkt, wie es heißt. Karten für das Konzert kosten 20 Euro und ermäßigt zehn Euro, so die Sprecherin.

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