Geisterspiel gegen Leverkusen

Coronavirus in Bremen: Werder richtet sich mit Appell an Fans

Das Coronavirus breitet sich in Bremen aus. Das Gesundheitsressort meldet inzwischen vier Infizierte. Die Hansestadt hat nun die ersten Veranstaltungen abgesagt, Werder Bremen spielt ein Geisterspiel.

Coronavirus ist in Bremen angekommen: Zahl der Infizierten steigt auf 22Erste Veranstaltungen in Bremen werden abgesagtWerder hat am Montag ein GeisterspielEine Osterwiese-Entscheidung wegen des Coronavirus ist noch offen

Update, 12. März, 11.35 Uhr: Werder Bremen hat an seine Fans appelliert, zum Geisterspiel am Montag gegen Bayer Leverkusen nicht zum Stadion zu kommen. „Trotz des Verständnisses für das Bedürfnis der Anhänger, das Team zu unterstützen, bittet der SV Werder alle Fans, Menschenansammlungen zu vermeiden“, hieß es in einer Erklärung des Fußball-Bundesligisten vom Donnerstag. Die Prävention einer weiteren Verbreitung des Coronavirus solle Priorität besitzen, erklärte der Club. (dpa)

Update, 11. März, 16.55 Uhr: In den kommenden zwei Wochen bleibt das Theater Bremen ab sofort geschlossen. Die Schließung erfolgt für alle Veranstaltungen des Theaters bis einschließlich zum 26. März. Die Entscheidung hat der Senator für Kultur, Bürgermeister Andreas Bovenschulte gemeinsam mit der Leitung des Theater Bremen entschieden, heißt es in einer Meldung.

Bereits erworbene Karten können demnach an der Theaterkasse kostenlos für eine andere Vorstellung umgetauscht oder zurückerstattet werden. Um einen zu großen Ansturm an der Theaterkasse zu vermeiden, bittet das Theater Bremen den Kartenumtausch nicht zu überstürzen, die Rückgabe sei bis Ende der Spielzeit möglich, heißt es weiter.

Coronavirus-Fälle in Bremen steigen an

Update, 10. März, 19 Uhr:  Im Land Bremen stieg die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle am Dienstag deutlich von 4 auf 22. Die meisten neuen Fälle zählten zu einer Reisegruppe, die aus Norditalien zurückgekehrt sei, teilten die Behörden mit. Das Verbot großer Veranstaltungen in Bremen soll ab Donnerstag vorerst bis zum 26. März gelten.

Update, 13.40 Uhr: Der Senat in Bremen hat empfohlen, dass in der Stadt vom 12. bis mindestens zum 26. März keine Veranstaltungen mehr mit mehr als 1000 Besuchern stattfinden sollen und abgesagt werden müssen. Die Bremer Reaktion auf das Coronavirus betrifft auch Werder Bremen, allerdings greift in diesem Fall eine Sonderregelung. Beim Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen am kommenden Montag werden keine Besucher erlaubt sein, Werder erwartet somit ein Geisterspiel.

Osterwiese Bremen: Entscheidung über Absage noch offen

Ob auch die Osterwiese in Bremen abgesagt wird, entscheidet sich erst in der kommenden Woche. Das Volksfest auf der Bürgerweide ist in diesem Jahr für die Zeit vom vom 3. bis zum 19. April geplant. Mit den bislang getroffenen Entscheidungen ist Bremen nicht alleine, in ganz Deutschland kommt es wegen des Coronavirus zu Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens.

Update, 10. März, 10 Uhr: Heute will der Senat sich zu den kommenden Großveranstaltungen in Bremen äußern. Das betrifft Bundesligaspiele ebenso wie die Osterwiese. Nachdem Gesundheitsminister Jens Spahn empfohlen hatte, Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen abzusagen, dürfte heute eine Entscheidung fallen. Eine einheitliche Linie ist aber bei Behörden und DFL aktuell nicht erkennbar. Wir berichten.

Update, 7. März, 13 Uhr: Diese Veranstaltungen wurden aktuell in Bremen aufgrund der einer möglichen Ansteckungsgefahr mit dem neuartigen Coronovirus abgesagt: Musikfestival Dreamland im Aladin sowie ein Notfallmediziner-Kongress und kleinere Veranstaltungen.

Stattfinden sollen aber die Reitsport Outlet Messe vom 13. bis 15.3. und die Wein-Messe vom 27. bis 29. März.

Coronavirus in Bremen: Anlaufstelle im Klinikum Bremen-Mitte

Update, 6. März, 20 Uhr: Am Montag soll im Gebäude 99 des Klinikums Bremen-Mitte eine zentrale Coronavirus-Anlaufstelle an den Start gehen. Bürger sollen allerdings nicht eigenständig zur Ambulanz gehen, sondern zuvor telefonisch ihren Arzt kontaktieren. Bei Bedarf überweise er an die Ambulanz, teilte am Freitagabend das Gesundheitsressort mit. 

Gründlich und oft die Hände waschen oder desinfizieren, das raten die Experten als Vorbeugung gegen das Corona-Virus und andere Viren.

Insgesamt meldet Bremen bisher vier Corona-Erkrankte. Infiziert hat sich nun doch die Ehefrau eines am Virus erkrankten Mannes. Die Bremerin, die vor wenigen Tagen mit ihrem Mann aus dem Skiurlaub in Italien zurückgekehrt war, war zunächst negativ getestet worden. Das Paar befindet sich weiter in häuslicher Quarantäne.

Coronavirus in Bremen: Erste Veranstaltungen fallen aus

Unterdessen fallen die ersten Veranstaltungen in Bremen aus. Im Aladin hat der Veranstalter das für Anfang April geplante Musikfestival „Dreamland“ gestrichen. Die Gesellschaft „M3B“ (Stadthalle, Messe, Congress Centrum) muss für die nächsten Tage gleich vier Absagen verkraften, darunter ist ein Notfallmediziner-Kongress. Das bedeutet einen Ausfall von 200.000 Euro, so Sprecherin Christine Glander auf Nachfrage. Wie geht es weiter? „Wir bewerten die Lage jeden Tag neu und stehen in engem Kontakt mit dem Gesundheitsamt“, sagte Glander. 

Ob die „Jazzahead“ (April), der Pflege- und Wundkongress sowie die „Leben und Tod“ (Mai) wie geplant stattfinden können, wird sich zeigen. Für Ende Mai steht die Schwergutmesse „Breakbulk“ (10 000 Teilnehmer) im Kalender – noch. (gn)

Coronavirus in Bremen: Neuer Infektionsfall bestätigt

Update, 6. März: Die Ehefrau des mit Corona infizierten Italien-Rückkehrers ist nun auch an Covid-19 erkrankt. Ein erster Test ergab bei ihr ein negatives Ergebnis. Nun ist sie aber doch infiziert. 

Durch das positive Testergebnis ergibt sich keine veränderte Lage, da die Kontaktpersonen beider Fälle bereits am Dienstag ermittelt wurden und sich in häuslicher Quarantäne befinden. Im Land Bremen gibt es dadurch insgesamt vier bestätigte Corona-Fälle. Zwei Fälle befinden sich in klinischer Betreuung, zwei weitere in häuslicher Quarantäne.

Coronavirus in Bremen: Gesundheitsamt ordnet häusliche Quarantäne an

Update, 4. März: Das Bremer Gesundheitsamt hat am Mittwoch im Zusammenhang mit dem Coronavirus für weitere Personen häusliche Quarantäne angeordnet. Das teilte am Abend das Gesundheitsressort mit. Das heißt: Die Bremer müssen zu Hause bleiben – auch wenn es ihnen nicht gefällt oder sie keine Symptome zeigen. 

Die Zahl der an Corona Erkrankten stieg bis zum Abend nicht weiter an. Damit blieb es bei drei Patienten. Von den drei Erkrankten befinden sich eine Iran-Reisende und ein Fernfahrer in Kliniken. Ebenso wie ein aus dem Skiurlaub in Südtirol zurückgekehrter Mann weisen sie nach Angaben der Gesundheitsbehörde lediglich leichte Symptome auf.

Coronavirus: Bremen stellt Kontaktpersonen unter Quarantäne

Kein Coronavirus wurde bei der Frau des Skiurlaubers festgestellt, bestätigte Lukas Fuhrmann, Sprecher des Ressorts. Auch sie hatte Symptome gezeigt, doch das Testergebnis war negativ – kein Corona. Zehn neue Verdachtsfälle werden seit Mittwoch untersucht. Neun davon befinden sich in der Stadtgemeinde Bremen, ein weiterer in Bremerhaven, sagte Fuhrmann. Für sie gilt zunächst häusliche Quarantäne. Außerdem hat das Gesundheitsamt in Bremen für 14 Personen aus dem Umfeld der Verdachtsfälle häusliche Quarantäne angeordnet, hieß es.

Infos zu Corona gibt es in Bremen unter der Rufnummer 0421/115.

Coronavirus in Bremen: Gesundheitsamt meldet zwei neue Verdachtsfälle

Erstmeldung, 3. März, 20 Uhr: Bremen hat am Dienstagnachmittag zwei neue Corona-Fälle gemeldet. Es handelt sich um einen Mann, der in Italien im Skiurlaub war, und einen Fernfahrer. Unterdessen arbeitet die Gesundheitsbehörde nach eigenen Angaben auf Hochtouren, um eine zentrale Anlaufstelle für besorgte Bürger und Menschen mit Coronavirus-Symptomen einzurichten. Wie ist eigentlich die rechtliche Situation für Arbeitnehmer im Fall von Quarantäne, Zwangsurlaub und geschlossenen Kindergärten? Dazu Fragen und Antworten.

Bleibt die Kita wegen des Coronavirus' geschlossen, dürfen dann Vater oder Mutter zu Hause bleiben?

Nicht wirklich, sagt die Arbeitnehmerkammer Bremen. Einfach zu Hause bleiben, das geht nicht. Eltern, das rät Kaarina Hauer, Leiterin der Rechtspolitik und Rechtsberatung, sollten mit dem Arbeitgeber sprechen und nach Lösungen suchen. „Vielleicht lässt sich im Homeoffice arbeiten oder das Kind kann mit zur Arbeit kommen.“ Im Einzelfall könne eine gesetzliche Regelung greifen, wonach das Gehalt dann weitergezahlt werde, wenn man für vorübergehend kurze Zeit ohne Verschulden der Arbeit fernbleibe. Sollte es sich um eine staatlich angeordnete Quarantäne handeln und dem Arbeitnehmer dadurch die Ausübung seines Berufs für eine bestimmte Zeit untersagt werden, erhalte er nach dem Infektionsschutzgesetz sechs Wochen lang eine Entschädigungsleistung, die der Höhe des Verdienstausfalls entspreche, sagt Prof. Dr. Simon Fischer, Studiengangsleiter Wirtschaftsrecht an der SRH Fernhochschule. Der Arbeitgeber könne sich die Personalkosten später von der Behörde zurückholen, so Hauer.

Apropos Quarantäne, muss man die mitmachen?

„Einer Quarantäne-Anordnung darf man sich nicht widersetzen, auch wenn der Arbeitgeber das vielleicht verlangt oder man selbst der Auffassung ist, nicht in Quarantäne zu gehören“, betont Kaarina Hauer. Wer ohne Erlaubnis die Quarantäne verlasse, den könne das Gesundheitsamt zur Not per Gerichtsbeschluss zur Quarantäne zwingen.

Darf man zu Hause bleiben, wenn man in einer Corona-Region war?

Nein, das könnte der Arbeitgeber als Arbeitsverweigerung auslegen, sagt Hauer. Wer tatsächlich ein Risiko sehe, sollte den Arbeitgeber über eine mögliche Ansteckung informieren. Dieser könne dann über eine Freistellung entscheiden. Mittlerweile haben übrigens einige Bremer Firmen Mitarbeiter freigestellt, die beispielsweise in China waren. Auch Homeoffice wird praktiziert.

Darf der Arbeitgeber seine Mitarbeiter nach Hause schicken?

Laut Hauer muss der Arbeitgeber Arbeitnehmer grundsätzlich beschäftigen, solange sie arbeitsfähig sind. Auch einen Zwangsurlaub könne er nicht einfach verordnen. Hauer: „Wenn der Arbeitgeber den Betrieb wegen einer möglichen Ansteckungsgefahr vorübergehend schließen will, kann er das natürlich tun. Er muss aber die Gehälter weiterzahlen und darf auch nicht auf die Überstundenkonten zugreifen.“

Muss der Arbeitgeber Desinfektionsmittel gegen eine Infektion am Arbeitsplatz zur Verfügung stellen?

Grundsätzlich, so Hauer, sei er für den Arbeitsschutz verantwortlich. Ob dazu gehöre, auch Desinfektionsmittel zur Verfügung zu stellen, hänge stark vom einzelnen Betrieb ab. „Je mehr Kundenkontakt, desto eher wird er auch Desinfektionsmittel zur Verfügung stellen müssen.“

Neue Coronavirus-Fälle in Bremen: Leichte Symptome

Zwei neue Corona-Fälle hat Bremen am Dienstag gemeldet. Es handelt sich laut Gesundheitsressort um einen Fernfahrer, der in Bremen nur eine Adresse angefahren und sich dort bei zwei Mitarbeitern gemeldet habe. Diese hätten den Rettungsdienst alarmiert. Der Mann werde im Klinikum Ost behandelt, er habe nur leichte Symptome – wie die beiden anderen Erkrankten auch. Seine sieben Kontaktpersonen seien ermittelt und befänden sich ohne Symptome in häuslicher Quarantäne. 

Daheim bleiben muss auch ein erkrankter Bremer, der mit seiner Frau im Skiurlaub in Italien (Südtirol) war. Er habe sich vorbildlich verhalten und seinen Hausarzt angerufen. Auch die Frau weise Symptome auf, ihr Testergebnis stehe noch aus. Acht Kontakte (fünf Bremer) seien ausgemacht worden und stünden zu Hause unter Quarantäne. Außerdem gibt es laut Ressort noch fünf Verdachtsfälle, die am Abend getestet wurden. Diese Menschen befinden sich auch in häuslicher Isolierung. Bereits am Wochenende war eine 58-Jährige positiv getestet worden. Sie war am Donnerstag aus dem Iran zurückgekommen. Sie liegt im Klinikum Mitte.

In Oldenburg wurde am Dienstag der erste Coronavirus-Fall gemeldet. Ein 21-Jähriger aus dem Ammerland hat sich vermutlich bei einer Karnevalsparty in Palenberg bei Heinsberg mit dem Erreger SARS-CoV-2 infiziert. In einer einberufenen Pressekonferenz wurden alle Einzelheiten zum Fall und Maßnahmen zum weiteren Vorgehen bekannt gegeben. 

Rubriklistenbild: © dpa

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