2G-Plus in vielen Bereichen

Warnstufe vier in Bremen: Diese Corona-Regeln gelten jetzt

In Bremen greift nun die Corona-Warnstufe vier. Eine direkte Reaktion der Hansestadt auf die hohe Inzidenz und Omikron. Doch was genau muss beachtet werden?

Bremen – Ab Montag, 10. Januar 2022, gilt in Bremen die Corona-Warnstufe vier. Damit reagiert die Politik der Hansestadt rund um Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) auf die besorgniserregende Pandemie-Entwicklung im nördlichen Bundesland. Nach wie vor weist Bremen nämlich die bundesweit höchste Sieben-Tage-Inzidenz auf, die Marke von 1000 wurde bereits geknackt. Zudem breitet sich die Omikron-Variante weiter aus. Doch auf was ist nun zu achten?

Stadt in Bremen:Bremen
Fläche:326,7 km²
Höhe:11 m
Bevölkerung:569.352 (2019)
Bürgermeister:Andreas Bovenschulte
Vorwahl:0421

Corona-Warnstufe vier greift in Bremen: Hohe Inzidenzen und Omikron lassen Politik Pandemie-Regeln verschärfen

Erst am Ende der ersten Januarwoche 2022 hat der Bremer Senat die Einführung der Corona-Warnstufe vier in der Hansestadt abgesegnet. Die Politik reagiert damit unmittelbar auf steigende Inzidenzen, sei es bei den Neuinfektionen oder der Hospitalisierung.

Auch die Bremer Stadtmusikanten wissen Bescheid: In der Hansestadt greift ab Montag, 10. Januar 2022, die Corona-Warnstufe vier. Dadurch werden die Pandemie-Regeln in Bremen erneut verschärft. (kreiszeitung.de-Montage)

Warnstufe 4 in Bremen: 2G-Plus-Regel deutlich ausgeweitet

Durch den Wechsel von Corona-Warnstufe drei in Warnstufe vier ergeben sich in Bremen vor allem zwei wesentliche Änderungen. Zum einen wird die 2G-plus-Regel in der Hansestadt deutlich ausgeweitet. Diese Corona-Maßnahme umfasst nun alle Einrichtungen, bei denen während Warnstufe eins die 3G-Regel und Warnstufe zwei die 2G-Regel gegolten hat.

Heißt: Entsprechend gekennzeichnete Bereiche des öffentlichen Lebens können nur noch von Geimpften oder Genesenen betreten werden. Doch besagt 2G-plus auch, dass diese Personengruppen zusätzlich den Nachweis über einen negativen Corona-Test vorlegen müssen. Zum anderen wird in Warnstufe vier die 3G-Regel, wie sie bundesweit in Bus und Bahn gilt, beim Besuch von Landes- und Kommunalbehörden eingeführt.

2G-plus in Bremen: Nur Zutritt für Geimpfte und Genesene mit negativem Corona-Test – doch es gibt Ausnahmen

Eines hat die Pandemie seit rund zwei Jahren immer wieder gezeigt: Ausnahmen bestätigen die Regel. Dies gilt auch für 2G-plus in Bremen. Denn von der Corona-Testpflicht sind diejenigen ausgenommen, die bereits ihre Booster-Impfung erhalten haben. Das gilt aber auch für Personen, deren zweite Impfung nicht länger als drei Monate zurückliegt.

Die Corona-Testpflicht, wie sie bei der 2G-plus-Regel in Bremen greift, wird durch die Booster-Impfung in der Regel vom ersten Tag an ersetzt. Ebenfalls von dieser Corona-Maßnahme ausgenommen sind Kinder und Jugendlichte unter 18 Jahren.

In den Krankenhäusern des Klinikverbunds Gesundheit Nord kann die 2G-plus-Regel allerdings nicht umgangen werden. Dort haben die Verantwortlichen zudem ein striktes Besuchsverbot ausgesprochen, sodass der Zugang zu Patienten nur in Härtefällen erlaubt ist, teilte Klinik-Sprecherin Karen Matiszick gegenüber kreiszeitung.de am Dienstag mit. Zutritt haben demnach unter anderem Besucher von Schwerstkranken und Sterbenden. In jedem dieser Fälle ist die Vorlage eines negativen aktuellen Tests erforderlich.

Bremen führt Corona-Warnstufe vier ein: Wo überall gilt jetzt 2G-plus?

  • Beim Betreten eines Krankenhauses zu Besuchszwecken
  • Beim Besuch von gastronomischen Betrieben, Clubs, Spielhallen, Museen, Theatern, Kinos, Saunen, Fitnessstudios, Schwimmbädern, Sportanlagen, Messen, Flohmärkten und ähnlichen Veranstaltungen, Indoor-Spielplätzen, Kletterhallen sowie jeweils in geschlossenen Räumen
  • Bei der Teilnahme an Veranstaltungen und Festen in geschlossenen Räumen außerhalb der eigenen Wohnung (religiöse Veranstaltungen sind hiervon ausgenommen)
  • Bei der Erbringung oder Inanspruchnahme körpernaher Dienstleistungen, insofern diese medizinisch nicht notwendig sind (beispielsweise Friseure* oder Fußpflege)
  • Bei der Ausübung von Sport in geschlossenen Räumen von Sportstätten (der Schulsport ist hiervon ausgenommen)
  • Beim Aufenthalt in Beherbergungsbetrieben bei erstmaliger Anreise und zweimal pro Woche bei mehrtägigem Aufenthalt

Welche Corona-Tests werden bei 2G-plus in Bremen akzeptiert?

Die Einführung von Corona-Warnstufe vier in Bremen und vor allem die damit verbundenen Regeln bringen aber auch einige Fragen mit sich. Was gilt denn überhaupt als Testnachweis und wird dementsprechend auch akzeptiert? Hierunter werden ein negatives Schnelltestergebnis aus einem Testzentrum oder ein negativer PCR-Test gefasst.

Während der Corona-Schnelltest nicht älter als 24 Stunden sein darf, darf der PCR-Test nicht länger als 48 Stunden zurückliegen. Zudem gelten Schnelltests im Rahmen eines betrieblichen Testkonzepts ebenfalls als anerkannte Testergebnisse.

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Des Weiteren kann vor dem Betreten einer Einrichtung in Bremen, die 2G-plus ausweist, ein Selbsttest unter Aufsicht einer verantwortlichen Person durchgeführt werden. Doch kann dieser Corona-Test nur in der entsprechenden Einrichtung genutzt werden. Ein Zertifikat wird darüber nicht ausgestellt.

FFP2-Maskenpflicht wird durch Corona-Warnstufe vier in Bremen extrem ausgeweitet

Nimmt die Einführung von Corona-Warnstufe vier in Bremen auch Einfluss auf die Maskenpflicht? Ja, das tut sie. Bereits seit Jahresbeginn gilt eine FFP2-Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) der Hansestadt. Diese greift nun auch in Geschäften des Einzelhandels.

Bedeutet konkret: Kunden ab 16 Jahren müssen beim Betreten der jeweiligen Geschäfte in Bremen in der Warnstufe vier eine FFP2-Maske tragen. Dies gilt ab Montag, 24. Januar 2022, auch für die Geschäfte des täglichen Bedarfs. Hierzu werden beispielsweise Discounter, Supermärkte, Apotheken, Tankstellen und Drogerien gezählt. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Mohssen Assanimoghaddam/dpa/imago

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