Virtuelle Messe: 180 Beiträge im Netz

Corona zum Trotz

Auch virtuell ein Genuss: Harfenistin Silke Aichhorn. Foto: M3B /STEFFEN GIERSCH

Bremen - Von Martin Kowalewski. Tröstend und spirituell belebend wirken die Harfenklänge von Silke Aichhorn aus Traunstein. Gerne hätte sie die Bremer Messe „Leben und Tod“ vor Ort bereichert. Doch auch per Web ist ihre Musik hörenswert. Und sie ist angereichert mit schönen Fotos – unter anderem aus Bremen und dem Chiemgau. Am Freitag gestartet, bietet die virtuelle Verbrauchermesse „Leben und Tod vernetzt – Gemeinsam von zu Hause“ gut 160 eingereichte Beiträge.

Es handelt sich um Videos, Audios oder auch PDFs. Weitere 18 Live-Vorträge sollen auch bis Anfang der kommenden Woche online gestellt werden. Dann stehen 180 Beiträge zur Verfügung. Livestream und Beiträge sind gratis zu sehen. Sie sollen längere Zeit im Netz bleiben.

Seelensport als Rettung zeigt Katy Biber aus Tirol, Jahrgang 1985, in einem Video. 2013 wurde eine ihrer drei Schwestern vom damaligen Freund ermordet. Bewegung half Biber, mit der Trauer umzugehen. Die Grundübung ist der „Sextant“. Die Übung soll eine Bestandsaufnahme der aktuellen Gefühle bringen.

Biber legt sich auf den Rücken. Der Seelensportler soll sich dann vorstellen, dass ein Seil aus dem Herzen heraus bis in den Himmel geht. Das könne man als Verbindung zum Verstorbenen oder zu sich selber nehmen. Sie greift das imaginäre Seil und zieht sich aus der Liegeposition in die Sitzposition. Sie nimmt beide Arme zur Seite und schiebt bildlich alles weg. Dann führt sie beide Hände über dem Kopf zusammen und dann runter vor ihr Herz. „Einfach mal die Augen schließen und reinspüren, welches Gefühl ist jetzt gerade in Dir. Was brodelt gerade auf“, sagt Biber.

Angelika Meisner ist in Worpswede Betreiberin einer Klangmassagepraxis, präsentiert in einem Audio eine Klangmassage mit Klangschalen. Es beginnt mit einem tiefen, voluminösen Ton. Meisner gibt ihm viel Zeit auszuklingen, bis sie die Schale wieder anschlägt. Bald folgen weitere Schalen. Ein sphärischer Zusammenklang entsteht. „Richte jetzt Deine Aufmerksamkeit zu Deinem Atem“, sagt sie.

Etwas später sagt sie: „Gehe nun mit Deiner Aufmerksamkeit zum Klang. Lausche nun diesem Klang dieser Klangschale.“ Eine Sprechpause ist erfüllt vom Klang der Schalen. „Und vielleicht magst Du Dir vorstellen, dass diese Schale vor Deinen Füßen steht und diese Klänge über Deine Fußsohlen in Deinen Körper hineinfließen.“ Meisner beschreibt dann einen Klangfluss aufwärts durch den ganzen Körper.

Live-Interviews

Am Sonnabend (9. Mai) stehen Live-Interviews mit Partnern im Homeoffice auf dem Programm. So sprechen Projektleiterin Meike Wengler (47) und die ehemalige Schauspielerin Raphaela Dell (59) von 11 bis 11.45 Uhr mit Chris Paul, Leiterin des Trauerinstituts Deutschland, zum Thema „Was kann alles schiefgehen: Lebensmüdigkeit und Todessehnsucht ansprechen“. Für Antworten zu besonderen Herausforderungen durch Corona für Hospizeinrichtungen sind von 12 bis 12.45 Uhr Rosemarie Fischer (Landesstützpunkt Hospizarbeit Niedersachsen), Frank Schöberl (Hospiz- und Palliativverband Baden-Württemberg) und Friedhelm Pielage (Hospiz- und Palliativverband Bremen) zugeschaltet. Von 13.45 bis 14 Uhr erklärt Hendrik Lind aus Tostedt, was eine Trauerpartnervermittlung ist. Er hat die virtuelle Vermittlung „Trosthelden“ gegründet.

Alle Termine, Beiträge und Live-Stream unter:

www.leben-und-tod-vernetzt.de

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