Corona-Tagebuch

Zeitspiele über der Gartenhecke

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Eine Hecke ist ein guter Abstandshalter.

Der Kleingarten. Ein wunderbarer Fluchtpunkt in Corona-Zeiten. Gartenarbeiten, Bastelarbeiten, die bei einem schludrigen Handwerker wie dem Verfasser dieser Zeilen längern dauern. Schön. Auch das Fluchen bleibt erlaubt. Schon werden Erinnerungen wach. Ans Weserstadion. An Jürgen, Jonny und Uwe aus der Reihe über uns. „Hinsetzen“. „Tschuldigung“. Schön war die Zeit, grausam fast alle Spiele in dieser Saison.

Zurück ins Beet, an die Gartenhecke: Philosophieren mit Sicherheitsabstand über Zeit und Zukunft. Nachbar Kalle redet in 2,50 Meter Entfernung von der Zeit „vor Corona“ und „in Corona“. Seit wann läuft „in Corona“? „Seit die Schulen zu sind“, sagt Kalle. „Oder seit dem ersten Geisterspiel in der Bundesliga.“ So ab Mitte März. Am ersten März-Wochenende hat Werder noch bei der Hertha gekickt. Und sogar zwei Tore geschossen, Da war das grün-weiße Gegurke noch Thema. Und da waren noch jede Menge Kohlfahrer in Bremen unterwegs. Gefühlt fünf Gruppen pro Werdersee-Deichkilometer. Normales Leben.

Kalle redet jetzt von „nach Corona“: „Es gibt doch eine Zukunft, oder?“ Nur wann? Kalle vermisst die Perspektiven. „Es lässt sich ja nichts planen.“ „Wird schon, Kalle!“ Durchhalten. Und Obstbäume pflanzen ...

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