Aktuell 17 Infizierte bekannt

Corona-Lockdown im Rot-Kreuz-Krankenhaus verlängert

Das Rot-Kreuz-Krankenhaus in Bremen hat sich freiwillig einen Lockdown verordnet.
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Das Rot-Kreuz-Krankenhaus in Bremen hat sich freiwillig einen Lockdown verordnet.
  • Elisabeth Gnuschke
    vonElisabeth Gnuschke
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Das Rot-Kreuz-Krankenhaus hat in den vergangenen Tagen mehrere Corona-Infektionen im eigenen Haus gemeldet. Seit Donnerstag befindet sich die Klinik im freiwilligen Lockdown. Nun wurde die Maßnahme verlängert.

Update vom 27. Juli: Das Rot-Kreuz-Krankenhaus in der Bremer Neustadt verlängert den Lockdown aufgrund von Corona-Infektionen bis Freitag, 31. Juli. Das teilte eine Sprecherin mit. Der freiwillige Lockdown samt Aufnahmestopp galt zunächst nur bis Montag, 27. Juli. Den Angaben zufolge sind über das Wochenende alle Patienten und Mitarbeiter erneut auf Covid-19 getestet worden. Die Zahl der Infizierten stieg von 16 auf 17 (neun Patienten, acht Beschäftigte). Kontaktpersonen seien identifiziert, Infektionsketten nachvollzogen worden, hieß es. In dieser Woche soll eine dritte Testung erfolgen. Ambulante Operationen und Sprechstunden finden laut RKK weiterhin statt. gn

Originalartikel vom 24. Juli: Bremen – Das Rot-Kreuz-Krankenhaus (RKK) in der Bremer Neustadt befindet sich nach weiteren bestätigten Corona-Fällen seit Donnerstagabend im freiwilligen Lockdown. Vorsorglich, wie die Pflegerische Geschäftsführerin Barbara Scriba-Hermann am Freitag betonte. Bis zunächst Montag wurde ein Entlassung- und Aufnahmestopp für die gesamte Klinik verfügt. Und auch auf der Lloyd-Werft in Bremerhaven hat es einen Ausbruch gegeben. 70 Mitarbeiter wurden in Quarantäne geschickt. 

Im RKK sind derzeit nach eigenen Angaben sieben Beschäftigte und neun Patienten in den Abteilungen Innere Medizin und Unfallchirurgie positiv auf Covid-19 getestet. „Das gesamte Haus befindet sich unter Sicherheitsaspekten freiwillig und proaktiv in einem vorsorglichen Lockdown“, teilte Scriba-Hermann mit. Das Gesundheitsamt sei der Einschätzung der Klinik am Freitag gefolgt und begrüße das Verhalten der Krankenhausleitung und die Sicherheitsmaßnahmen. Den Angaben zufolge sollen alle Mitarbeiter und Patienten getestet werden. Mit dem Ergebnis rechnet das RKK am Montag.

Die infizierten Patienten liegen laut Scriba-Hermann im Covid-Bereich des Krankenhauses – separiert von den jetzt noch unter Verdacht stehenden übrigen Patienten der beiden betroffenen Stationen. Diese beiden Stationen stehen bereits unter Quarantäne, seit Tagen gilt hier ein Aufnahme- und Verlegungsstopp.

Lockdown in Bremer Klinik: Mitarbeiter in Quarantäne

Die sieben infizierten Mitarbeiter befinden sich in häuslicher Quarantäne, wie es heißt. Für das gesamte Haus besteht die Pflicht, FFP2-Masken zu tragen. Laut Scriba-Hermann sei sichergestellt, dass das Personal genügend Zeit zum Anlegen der Schutzkleidung habe, wenn es mit Covid-Patienten Kontakt habe. Die Sondermaßnahmen gelten zunächst bis Montag. Angehörige von infizierten Patienten bekommen Auskunft unter 0421/5599-448.

Corona: Ausbruch auf der Lloyd-Werft in Bremerhaven

Seit Montag, das teilte die Stadt Bremerhaven am Freitag mit, weiß die Lloyd-Werft um die Infizierung eines Mitarbeiters einer Partnerfirma, die beim Neubau auf der Werft eingebunden ist. Er sei bei der Einreise in sein Heimatland positiv auf das Corona-Virus getestet worden. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Bremerhaven und dem Werksarzt wurden rund 70 Kollegen des Mitarbeiters in häusliche Quarantäne geschickt. Tests ergaben, dass drei weitere Beschäftigte infiziert sind. Folgetests bei allen sind geplant. Auch alle anderen 450 Mitarbeiter, die an Bord des Neubaus wirken, wurden am Freitag getestet.

Der Seestadt-Gesundheitsamtschef Ronny Möckel lobte die Werft ausdrücklich für Transparenz und Zusammenarbeit. Durch das schnelle gemeinsame Handeln habe er die Hoffnung, „dass ein großes Cluster ausbleibt“.

Die Zahl der aktuell bestätigten Infektionen im Land stieg am Freitag auf 55 (+9), so das Gesundheitsressort.

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