Weiterer Bewohner gestorben

Corona-Krise in Bremen: „Pflegeheime sind neuralgische Punkte“

Bremen - Im Land Bremen ist am Wochenende ein weiterer Heimbewohner an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Das teilte das Gesundheitsressort am Sonntagabend mit.

Damit stieg die Zahl der Todesopfer in Zusammenhang mit dem Virus auf 25. Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Land Bremen ist seit Freitag um 37 auf 601 angestiegen. Bremen meldet jetzt 574 Infektionsfälle, Bremerhaven 27. Bei 14 Bremern wird der Gesundheitszustand als schlecht oder kritisch beschrieben. Die Zahl der Genesenen liegt den Angaben zufolge weiterhin bei 301. „Die Pflegeeinrichtungen bleiben neuralgische Punkte“, sagte Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke). Derzeit gibt es in acht Heimen 77 Infizierte, 47 Bewohner und 30  Pflegekräfte. 15 Bewohner sind bisher gestorben, das sind 60 Prozent aller Bremer Corona-Toten.

Corona-Krise in Bremen: Schritte zurück

Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) spricht von „ersten Schritten zurück ins normale Leben“. Viele Einzelhändler kehren nach viereinhalbwöchiger Zwangspause ins Spiel zurück. Geschäfte mit einer Fläche von maximal 800 Quadratmeter dürfen wieder öffnen – unter strengen Auflagen und Hygienevorschriften. Größere Geschäfte dürfen ihre Fläche durch Trennwände reduzieren und so unter der 800-Quadratmeter-Grenze bleiben. Jene 800 Quadratmeter seien keine willkürliche gewählte Größe, sagte Bovenschulte. „Juristisch gesehen ist das die Grenze, die großflächige von nicht-großflächigen Geschäften unterscheidet.“ Insgeamt 3 200 Einzelhandelsgeschäfte dürfen in Bremen ihre Pforten wieder öffnen. Auch die großen Einkaufszentren. „Diese müssen ein Konzept vorlegen: regulierter Zutritt, nicht zu enge Räume, ausreichender Abstand“, sagte Rose Gerdts-Schiffler, Sprecherin des Innensenators. Das Tragen eines Nasen-Mund-Schutzes wird „dringend empfohlen“. Auch selbstgenähte Masken erfüllen den Zweck. „Das ist ein Schutz für die anderen Menschen.“

Corona-Krise in Bremen: Mehr Notbetreuung

Mit der Lockerung der Corona-Regeln weitet das Land auch das Angebot der Notbetreuung in Kindertagesstätten aus. Die Betreuung solle allen Familien, in denen beide Eltern berufstätig sind, oder alleinerziehenden Berufstätigen offenstehen, sagte Bovenschulte. Er hoffe aber, dass die Notbetreuung in Fünfer-Kleingruppen nicht so viel genutzt werde, „dass sie unter der Hand in einen Regelbetrieb übergeht“.

Auch die bremischen Hochschulen nehmen wieder sukzessiv den Betrieb auf. So können neben der Abnahme von Prüfungen auch Praxisveranstaltungen, die spezielle Labor- und Arbeitsräume erfordern (wie Laborpratika), unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen wieder aufgenommen werden. Das vereinbarte Wissenschaftssenatorin Senatorin Claudia Schilling (SPD) mit den Hochschulen. „Es ist ein erster Schritt, um den Betrieb wieder hochzufahren“, sagte Schilling. Die Lehrveranstaltungen finden jedoch vorerst in digitaler Form statt.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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