Bürgermeister äußert sich

Corona-Krise: Kontaktsperre bestätigt den Bremer Weg

So leer wie am Sonntag dürfte es an der Schlachte bis auf Weiteres bleiben. Foto: KUZAJ
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So leer wie am Sonntag dürfte es an der Schlachte bis auf Weiteres bleiben.

Bremen - Im Land Bremen gibt es jetzt – Stand: Sonntagabend – 173 bestätigte Corona-Fälle (158 in Bremen, 15 in Bremerhaven).

Sieben Patienten mit Covid-19-Erkrankung werden stationär behandelt, zwei von ihnen sind in intensivmedizinischer Behandlung und werden beatmet, so ein Sprecher des Gesundheitsressorts. „Bei den anderen stationären Patienten liegt aktuell eine leichte bis moderate Symptomatik vor.“

Coronavirus in Bremen: Ambulanz zieht um

Am Montag öffnet Bremen die Corona-Ambulanz in den Messehallen 5 und 6 auf der Bürgerweide. Der Betrieb beginnt um 10 Uhr. Fortan ist die Corona-Ambulanz montags bis freitags in der Zeit von 8 bis 16 Uhr geöffnet, am Wochenende von 10 bis 14 Uhr. Sie darf nur nach vorheriger Überweisung durch den Hausarzt aufgesucht werden. Die neue Einrichtung ersetzt die Ambulanz am Klinikum Mitte. Die Corona-Ambulanz am Klinikum Ost bleibt.

Auch die Bremer Polizei richtet den Fokus jetzt ganz auf Corona. Sie konzentriert sich „auf die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung“ und schränkt ab Montag „den Bürgerservice an den Wachen ein“, sagte Polizeisprecher Nils Matthiesen am Wochenende. Persönlich werden Anzeigen nur noch an den Standorten Vegesack, Bahnhofsplatz und Schwachhausen aufgenommen. Als Alternative soll noch in dieser Woche „eine telefonische Anzeigenaufnahme“ eingerichtet werden, so der Sprecher weiter. Die Bürgersprechstunde der Kontaktpolizisten entfällt an allen Standorten bis auf Weiteres ersatzlos. Dafür werde aber die Präsenz der Kontaktpolizisten „in den Stadtteilen erhöht“.

Matthiesen rät Bürgern, Straftaten wie Fahrraddiebstähle und Sachbeschädigungen über die Onlinewache (Adresse: www.onlinewache.bremen.de) anzuzeigen.

Corona-Krise in Bremen: Polizei und Ordnungsdienst sollen Regeln durchsetzen

„Die Umsetzung der Kontaktbeschränkungen liegt sowohl in der Verantwortung jeder und jedes Einzelnen als auch in der Verantwortung des Staates“, schrieb Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) am Wochenende auf Twitter. „Polizei und Ordnungsdienst sind angewiesen, die geltenden Regeln konsequent durchzusetzen.“ Zuwiderhandlungen müssten „geahndet werden“, so der Präsident des Senats.

Nachdem sich Bund und Länder am Sonntag auf ein Kontaktverbot geeinigt hatten, kommentierte Bovenschulte: „Ich begrüße die heute erreichte Verständigung auf ein umfassendes Kontaktverbot als Mittel gegen die Corona-Pandemie.“ Der Bremer Weg sei dabei „ganz weitgehend bestätigt worden“.

Corona in Bremen: Imhoff findet Kontaktsperre richtige Entscheidung

Die Menschen sollten „in den nächsten Wochen so weit wie möglich zu Hause bleiben“. Bovenschulte: „Sie sollen aber natürlich zur Arbeit gehen, dürfen spazieren gehen, sich und ihren Haushalt versorgen und individuell Sport treiben.“

Bremens Bürgerschaftspräsident Frank Imhoff zur beschlossenen Kontaktsperre: „In meinen Augen ist es die richtige Entscheidung, nicht zur Ultima Ratio zu greifen. Eine komplette Ausgangssperre wäre ein tiefgreifender Einschnitt in unser Leben und muss in einer Demokratie sorgsam abgewogen werden.“ Der Christdemokrat weiter: „Der Großteil der Menschen in unserem Land verhält sich vernünftig und solidarisch. Wir müssen auf jene einwirken, die es nicht sind.“

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