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Bremen: Kaum noch Corona-Maßnahmen ab 2. April

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Von: Elisabeth Gnuschke

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In Bremen fällt die Maskenpflicht ab 2. April fast überall weg.
In Bremen fällt die Maskenpflicht ab 2. April fast überall weg. © dpa/Schuldt

Bremen – Die Infektionszahlen steigen, in den Kliniken ist die Lage zwar noch einigermaßen stabil. Doch die Patienten mit Covid-19 werden auch hier mehr. Hinzu kommen auf sämtlichen Stationen Ausfälle wegen Infektionen beim Personal. Dennoch werden bundesweit fast alle Corona-Schutzmaßnahmen aufgehoben. Auch in Bremen.

Bremen hat zwar die Möglichkeit genutzt, die Regeln bis zum 1. April zu verlängern, aber danach folgt auch das Land an der Weser der vom Bund vorgegebenen Linie. Das bedeutet: Ab Samstag, 2. April, werden nur noch wenige Corona-Regeln gelten. Darauf hat sich am Dienstag der rot-grün-rote Senat verständigt.

Nach der Änderung des Bundes-Infektionsschutzgesetzes seien die Maßnahmen der Länder begrenzt, hieß es aus dem Gesundheitsressort von Senatorin Claudia Bernhard (Linke). Das, was bleibt, gießt Bremen in eine neue Verordnung. Der Bund lässt allerdings eine Hot-Spot-Regelung zu, wenn die Infektionszahlen in bestimmten Regionen aus dem Ruder laufen. Kritiker bemängeln unklare Angaben, was denn ein Hot Spot sei.

Corona: Gesundheitssenatorin mahnt zur Vorsicht

Claudia Bernhard mahnt unterdessen zur Vorsicht. Das Infektionsgeschehen zeige sich in den vergangenen Tagen wieder „sehr dynamisch“, die Zahl der Neuinfektionen steige auch in Bremen wieder schneller an. Die Senatorin: „Wir schöpfen aktuell alle Maßnahmen aus, die uns noch zur Verfügung stehen.“ Und auch ab dem 2. April werde Bremen alle Maßnahmen umsetzen, die das Infektionsschutzgesetz „uns an die Hand gibt“. Bernhard empfiehlt weiterhin das Tragen von Masken in Innenräumen. „Sie bilden nach wie vor einen sicheren Schutz vor einer Corona-Infektion“, betonte sie. Bildungssenatorin Sascha Aulepp (SPD) sieht das zum Ärger der Gewerkschaft GEW ganz anders, sie möchte keine Masken in Schulen mehr.

Und das gilt ab dem 2. April: Masken sind lediglich in Arztpraxen, Kliniken, Tageskliniken, Pflegeeinrichtungen, im öffentlichen Personenverkehr (Fahrgäste und Personal), in Obdachlosenunterkünften und in Asylheimen Pflicht. Eine Testpflicht besteht in Kliniken, Pflegeeinrichtungen, Asylunterkünften und im Gefängnis. In Schulen und Kitas wird dreimal die Woche getestet.

Infizierte müssen sich weiterhin in Isolation begeben, Quarantäneregeln für Kontaktpersonen entfallen.

Das Ressort meldete am Dienstag 1480 neue Corona-Infektionen, davon 1050 in der Stadt Bremen. Hier sank die Sieben-Tage-Inzidenz leicht von 1324 auf 1269. Drei weitere Menschen mit dem Virus starben, bisher 700. In Kliniken des Landes liegen 172 Patienten mit Corona (Vortag: 152), 14 (12) auf Intensivstationen. Aktiv bekannte Infizierte: 18.043 (Vortag: 18.099).

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