Auch Trauerfeier nach Verstößen beendet

Corona-Abrissparty: Jugendliche mieten Wohnungen - die Polizei kann zuerst nur zusehen

Ein Polizeiauto steht in der Innenstadt von Bremen.
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Am Wochenende wurden in Bremen zwei große Feiern von der Polizei abgebrochen. (Symbolfoto)

Zwei Feiern haben am Wochenende zu Corona-Einsätzen der Polizei in Bremen geführt: An der Falkenstraße stieg eine regelrechte Abrissparty; in Bremen-Nord gab es eine Trauerfeier, bei der die Corona-Regeln missachtet wurden.

Bremen - Ein Einsatz der Polizei Bremen führte die Beamten in der Nacht von Freitag auf Samstag in die Falkenstraße in der Bremer Bahnhofsvorstadt. Dort fand an diesem Abend eine verbotene Party in einem Mehrfamilienhaus statt, heißt es in einer Meldung der Beamten. Den Polizisten wurde gemeldet, dass sich dort mehrere junge Menschen lautstark vergnügen würden.

Am frühen Samstagmorgen erreichten die Polizisten das Haus. Bereits im Treppenhaus war laute Musik und Lärm zu hören. Als die Polizisten an der betreffenden Dachgeschosswohnung klingelten, wurde ihnen auch nach mehrfacher Aufforderung nicht geöffnet, teilte Pressesprecherin Franka Haedke mit. Stattdessen öffnete ein junger, angetrunkener Mann aus der Nachbarwohnung die Tür. Auch dort hatte offensichtlich eine Feier stattgefunden.

Vom Nachbar-Balkon ist die Corona-Party an der Falkenstraße zu sehen

Die Polizisten betraten laut Franka Haedke die Wohnung und trafen neben dem 19-Jährigen auf zwei weitere 15 und 25 Jahre alte Gäste, wovon sich eine Person auf dem Balkon versteckte. Vom Balkon aus konnten die Beamten in die Party-Wohnung nebenan schauen, wo offensichtlich mehrere junge Menschen feierten.

Der 19-Jährige gab an, die Wohnung, die zu touristischen Zwecken über eine Internet-Plattform angeboten wird, für die Nacht gemietet zu haben. Da in der Wohnung nebenan immer noch niemand aufmachte, ließen die Polizisten die Tür durch einen Schlüsseldienst öffnen, berichtet Franka Haedke weiter. Dort fand eine Geburtstagsfeier mit 19 Personen statt, darunter 14 Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren. Das Appartement war ebenfalls wie die Nachbarwohnung für die Party gemietet worden.

Abrissparty an der Falkenstraße in Bremen mit 22 Teilnehmern

Die Partygäste waren laut Polizeiangaben überwiegend betrunken und verhielten sich größtenteils respektlos und unkooperativ. In der Wohnung herrschten demnach chaotische Zustände, teilweise war Inventar beschädigt worden. Die Polizei löste die regelrechte Corona-Abrissparty auf. Gegen die insgesamt 22 Feiernden wurden entsprechende Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen der Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen eingeleitet, Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz werden geprüft.

Die Jugendlichen wurden laut Angaben der Polizei-Pressesprecherin zu ihren Erziehungsberechtigten gebracht. Die Wohnungen wurden verschlossen, die Schlüssel sichergestellt. Am Samstagmorgen wurden diese an den Vermieter ausgehändigt. Gegen den 44-Jährigen wurde eine entsprechende Anzeige wegen Verstoßes gegen das Beherbergungsverbot gefertigt, heißt es abschließend vonseiten der Polizei Bremen.

Trauerfeier in Blumenthal mit bis zu 50 meist uneinsichtigen Gästen

Ebenso besorgniserregend berichtet die Polizei Bremen von einer Trauerfeier in Bremen-Nord, bei der am Samstag bis zu 50 Personen ohne Achtung der geltenden Corona-Regeln zusammenkamen und damit gegen die Kontaktbeschränkungen verstießen. Die Polizei rückte nach Blumenthal aus, da Anwohner sich über zahlreiche Falschparker und Verkehrsbehinderungen an der Lüder-Clüver-Straße beschwert hatten.

Die Einsatzkräfte stellten diverse geparkte Autos auf dem Gehweg, überwiegend mit auswärtigen Kennzeichen, vor einem Wohnhaus fest, heißt es. Auf dem Hinterhof waren Zelte aufgebaut und bis zu 50 Menschen versammelt, wobei einigen beim Erblicken der Polizisten den Garten fluchtartig verließen, teilte Pressesprecherin Franka Haedke mit. Die Verbleibenden gaben an, dass es um eine private Trauerfeier mit Familienangehörigen handeln würde.

Polizei ahndet Verstöße gegen Corona-Regeln und wegen Falschparkens

Die geltenden Hygieneregeln und Kontaktbeschränkungen wurden dabei laut der Polizei unzureichend bis gar nicht eingehalten. Die Polizisten sprachen die Trauernden an, die sich dabei größtenteils unwissend und uneinsichtig zeigten. Gegen 33 Personen wurden entsprechende Anzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz gefertigt. Auch die Parkverstöße im Umfeld wurden geahndet. Die Polizei beendete die Trauerfeier, heißt es abschließend in der Meldung von Franka Haedke.

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