Günthner: Erfolgreichstes Jahr der bremischen Hafengeschichte / Bei Autos in Europa vorn

Containerumschlag in Bestform

Bremerhaven hat sich 2011 als größter Autohafen Europas behauptet. ·
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Bremerhaven hat sich 2011 als größter Autohafen Europas behauptet. ·

Bremen - Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) sprach gestern vom „erfolgreichsten Jahr der bremischen Hafengeschichte“, als er die genauen Zahlen für 2011 über den Seegüterumschlag in Bremerhaven und Bremen veröffentlichte. Seinen Angaben zufolge stieg der Gesamtumschlag an der Weser auf 80,6 Millionen Tonnen (2010: 68,7 Millionen Tonnen). Günthner: „Das ist ein überdurchschnittlich hohes Plus von 17,3 Prozent.“

In Bestform zeigte sich der Containerumschlag: Mit einem Plus von 21 Prozent ließ der Containerhafen Bremerhaven die Konkurrenz in der Nord-Range zum Teil deutlich hinter sich, so der Senator. Die Zahl der umgeschlagenen Transportboxen stieg den Zahlen nach auf exakt 5 915 487 TEU (2010: 4 888 655 TEU). „Ob Rotterdam, Antwerpen oder Hamburg – kein anderer Großhafen in Europa konnte in der maritimen Containerlogistik derart stark wachsen. Wir haben Marktanteile gewonnen. Das ist ein Beleg für die unverändert hohe Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Bremerhaven“, betonte der Senator. Mit 561 000 TEU wurde beim Umschlag im Mai 2011 das bisher beste Monatsergebnis erzielt, hieß es gestern. Diese positive Entwicklung war bereits Ende 2011 klar, als Günthner die vorläufigen Zahlen vorgestellt hatte. 2011 behauptete sich Bremerhaven außerdem als größter Autohafen Europas. An der Wesermündung wurden deutlich über 95 Prozent der insgesamt 2 127 899 Fahrzeuge gelöscht und geladen, die 2011 im Land Bremen über die Kajen gingen. Dies entsprach einer Zunahme von 30,4 Prozent, wie die Statistiker notierten. 2010 waren in den Bremischen Häfen „nur“ 1 631 891 Automobile umgeschlagen worden. Das stärkste Monatsergebnis wurde im Oktober 2011 erreicht (203 000 Einheiten).

Auf Bremerhaven entfiel im vergangenen Jahr ein Gesamtumschlag von 67,7 Millionen Tonnen (2010: 55,5 Millionen Tonnen). Dies bedeutete ein Plus von 22 Prozent. In der Bremen-Stadt verzeichnete die Statistik einen leichten Rückgang von 2,3 Prozent auf 12,9 (2010: 13,2) Millionen Tonnen.

Das Stückgut war 2011 wesentlich für die gute Entwicklung an den Kajen des Zwei-Städte-Staats verantwortlich. Der Umschlag stieg in diesem Bereich von 59,5 auf 71,1 Millionen Tonnen, ein Plus von 19,4 Prozent. Der Containerumschlag war am Gesamtstückgut mit 62,7 Millionen Tonnen (plus 21,5 Prozent) beteiligt, das nicht in Containern gestaute konventionelle Stückgut mit 8,4 Millionen Tonnen (plus 5,9 Prozent). Beim Massengut nahm die Umschlagsleistung von 9,1 auf 9,5 Millionen Tonnen zu (plus 3,8 Prozent), berichtete Günthner. Die Zuwächse beim Empfang und Versand von Seegütern hielten sich im Land Bremen nach Günthners Angaben die Waage: Der Empfang stieg von 35,2 auf 41,3 Millionen Tonnen (plus 17,2 Prozent), der Versand von 33,5 auf 39,3 Millionen Tonnen (plus 17,5 Prozent). · gn

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