Clubatmosphäre in luftigen Höhen

Rooftop-Konzert der „The Fairies“ stößt auf große Nachfrage

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„The-Fairies“-Sänger Norbert Krietemeyer genießt die Atmosphäre auf dem Dach der Kunsthalle vor 40 Zuschauern.

Bremen - Von Ulla Heyne. Veranstalter, die in die Luft gehen, und Besucher, die der Kunsthalle aufs Dach steigen – das erste Rooftop-Konzert, das am Sonntag den letzten Tag der „Breminale“ musikalisch einläutete, setzte Maßstäbe.

Mit ihrem Auftritt auf dem Dach der Kunsthalle knüpften „The Fairies“ an die Tradition von Konzerten an außergewöhnlichen Orten an. Einige davon haben sich längst zu einer Art Marke etabliert, neben Wohnzimmer- und Küchenkonzerten gibt es auch Kostproben des Könnens in luftiger Höhe.

Auch „Let it be“ wurde auf einem Hausdach vorgestellt

Doch das exklusive Konzert der Beatles-Coverband hatte noch einen tieferen Bezug: Auch die Pilzköpfe hatten ihr legendäres Album „Let it be“ 1969 vor der Veröffentlichung auf dem Dach ihres Bürogebäudes vorgestellt. Im Unterschied zu ihren Idolen wurde der rund einstündige Gig jedoch nicht von der Polizei beendet. Die Sicherheit hatte jedoch auch hier im Vorfeld Priorität gehabt, „es hat etwas gedauert, bis die diffizilen Auflagen erfüllt waren“, so „Breminale“-Mitorganisatorin Susanne von Essen, die bereits vor drei Jahren die Idee zur Einbindung der Kunsthalle gehabt hatte. So wurden am Vortag nur 40 Karten verlost. 

„Breminale“: Buntes Treiben am Osterdeich

Thomas Leker aus Habenhausen und Harald Kaiser aus Oslebshausen gehörten mit ihren Familien zu denen, die Tickets ergattert hatten. Sie waren die ersten, die sich am Sonnabend angestellt hatten, „über eine Stunde im Regen“, so Leker. Durch Nieten ließen sie sich nicht entmutigen. Nach drei bis vier Runden des Anstehens hatten die eingefleischten Fans der „Fairies“ die Karten für die Familie zusammen. 

Sie erlebten ein spielfreudiges Quintett, das die musikalischen Vorlagen energetisch, frisch und zuweilen mit einer Note trotzigen Punkrocks interpretierte. Neben Klassikern wie „Come together“ mit psychedelischem Hall oder „While my Guitar gently weeps“ mit herrlich schluchzendem Solo von Gitarrist Timmi Fischer rotzte die Formation auch Stücke aus dem Spätwerk der „Fabulous Four“ in die Luft zwischen Weserstadion und Domtürmen.

„Gewaltige Nachfrage“

Für die Band ist es nicht das erste Konzert in solch grandioser Kulisse: „Wir haben vor 17 Jahren mit einem ähnlichen Gig gar nicht weit von hier auf dem Karstadt-Haus angefangen“, erzählt Sänger Norbert Krietemeyer. Vom außergewöhnlichen Ambiente hat er in Stunde „gar nicht so viel mitbekommen – aber wenn doch, waren es erhabene Momente“.

Unten hat man alle Hände voll zu tun, den Besuchern die begrenzte Anzahl der Tickets zu erklären. „Die Nachfrage war gewaltig“, so eine Mitarbeiterin, die immer wieder auf den zweiten Gig der Band im Foyer verwies.

Nach einem fulminanten „Here comes the sun“ durften sich die Besucher auf weitere Schmankerl am Abschlusstag freuen: etwa auf Daisy Chapman mit großer Stimme auf der „Baroness-Bühne“ – am Sonntag ganz in der Hand von „Songs & Whispers“ – oder dem heimlichen „Breminale“-Liebling Pohlmann, der das volle Zelt und die ebenso vollbesetzten Deiche begeisterte.

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