Neues Konzept für Zimmerdecken

Clever klicken: Wie drei junge Bremer Lampen-Montagen revolutionieren wollen

Klicken und fertig: So stellen sich Robin Hinz (v.l.), Kai Grozos und Sebastian Böttjer mit ihrer Geschäftsidee „Ladd“ („Lampe an die Decke“) die Montage von Deckenlampen in der Zukunft vor.
+
Klicken und fertig: So stellen sich Robin Hinz (v.l.), Kai Grozos und Sebastian Böttjer mit ihrer Geschäftsidee „Ladd“ („Lampe an die Decke“) die Montage von Deckenlampen in der Zukunft vor.

Drei junge Bremer wollen mit ihrer Projektidee das Anbringen von Deckenlampen revolutionieren.

Bremen – Der Umzug in eine neue Wohnung ist geschafft, Möbel stehen, Farbe ist an der Wand. Doch Deckenlampen, sie bleiben für viele ein rotes Tuch. Zu kompliziert, zu gefährlich, meist nicht allein zu montieren. „Ladd“, kurz für „Lampe an die Decke“, die Erfindung von drei Bremer Studenten, soll Abhilfe schaffen. Zwei Komponenten, ein einfaches Klicksystem – schon soll die Lampe hängen, sagt Mit-Erfinder Robin Hinz.

Der 31-Jährige hat zusammen mit seinen Freunden und Kommilitonen Sebastian Böttjer (33) und Kai Grozos (30) das Projekt vor etwa drei Jahren gedanklich ins Leben gerufen. Hinz’ Mutter zog damals um, auch für sie war, insbesondere durch eine körperliche Einschränkung, die Montage einer Deckenlampe allein zu meistern quasi unmöglich. „Dann habe ich recherchiert – und ich fand nichts“, erinnert sich Robin Hinz an die Suche nach einfachen Lösungen zur Deckenanbringung. Es war der Startschuss für die vom Uni-Wettbewerb „Campusideen“ ausgezeichnete Geschäftsidee „Ladd“, in dem das Trio seine Kompetenzen bündelt, sagt Hinz. Er selbst studierte Elektrotechnik und Informatik, Sebastian Maschinenbau, Kai wiederum unter anderem Betriebswirtschaftslehre.

Deckenlampen einfach anbringen: Drei Felder, eine Erfindung

Drei Felder, eine Erfindung – auf deren Weg es einiges zu diskutieren, zu recherchieren und auszuprobieren galt. Während Sebastian als Maschinenbauer erste Entwürfe von Robin am Computer erstellte, Muster zeichnete, Werkstoffe auf Stabilität untersuchte und dazu verschiedene Simulationen durchführte, untersuchte Kai im Hintergrund wirtschaftliche Aspekte. Was braucht es an Material, wie viel darf dieses kosten und wie teuer darf „Ladd“ am Ende sein, damit beide Seiten zufrieden sind, also Kunde und Verkäufer? Nach Monaten der Arbeit ging es dann Ende 2020 an die konkrete Umsetzung.

Zuvor hatte das Trio Studien durchgeführt, Menschen befragt, Fördergelder beantragt und sich in Fachgeschäften schlau gemacht, berichtet Hinz. Am Ende zeigte sich: Für das entworfene System gibt es tatsächlich Bedarf. „Ladd“, so die ersten Prototypen, besteht aus zwei Plastikkomponenten, einem Lampen- und einem Deckenteil. Das Deckenteil, erklärt Hinz, müsse zwar einmal an der Wand mit Schrauben fixiert werden, und dann komme der Deckel drauf, „doch danach muss man dieses Teil nie wieder anfassen“. Denn: Das eigentliche Lampenteil, welches einfach an das Deckenteil geklickt werde, sei mit allen handelsüblichen Lampen kompatibel. Kein Werkzeug sei nötig, und es halte aktuell mindestens fünf bis sechs Kilo Gewicht stand. Zudem soll es um 360 Grad drehbar sein.

„Ladd“: Markteinführung Ende 2022?

Nach Möglichkeit soll bei Markteinführung, die für Ende 2022 geplant sei, alles in Deutschland produziert werden – und das sowohl umwelt- als sozialfreundlich. Erste Gespräche mit Bremer Werkstätten für Menschen mit Behinderungen führte das Trio laut Hinz schon. Denkbar wäre, die einzelnen Komponenten in solchen Einrichtungen zusammenstecken und einpacken zu lassen. „Am Ende“, so Hinz, „soll ,Ladd’ etwas ganz Gewohntes, wie etwa eine Steckdose, sein. Stabil, günstig, sicher.“

Einige Extras sind ebenfalls in Planung. Zum Beispiel ist laut Hinz denkbar, die Halterung so zu konzipieren, dass auch ein Beamer (samt Bluetooth-Schnittstelle) oder Deckenventilatoren angebracht werden können. Der vielen bekannte „Kabelsalat“ könnte so der Vergangenheit angehören. Weitere Extras sollen vorerst geheimbleiben, Fotos nicht an die Öffentlichkeit dringen, da bislang noch kein Patent auf das gesamte Klicksystem angemeldet wurde. Deshalb müssen auch wir hier an dieser Stelle leider auf Fotos des Produkts verzichten. Eines verrät Robin Hinz jedoch schon mal: „,Ladd’ soll sich am Ende jeder leisten können. Wir planen mit einem Preis von etwa 15 bis 25 Euro.“

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Überfall auf Taxi: Fahrer in Bremen mit Schusswaffe bedroht

Überfall auf Taxi: Fahrer in Bremen mit Schusswaffe bedroht

Überfall auf Taxi: Fahrer in Bremen mit Schusswaffe bedroht
Bremen wechselt in den Lockdown für Ungeimpfte

Bremen wechselt in den Lockdown für Ungeimpfte

Bremen wechselt in den Lockdown für Ungeimpfte
Corona-Regeln Bremerhaven: Warnstufe 2 und 2G-Regel auf dem Weihnachtsmarkt

Corona-Regeln Bremerhaven: Warnstufe 2 und 2G-Regel auf dem Weihnachtsmarkt

Corona-Regeln Bremerhaven: Warnstufe 2 und 2G-Regel auf dem Weihnachtsmarkt
Booster-Impfungen in Bremen: Hier gibt‘s den Termin zum Corona-Schutz

Booster-Impfungen in Bremen: Hier gibt‘s den Termin zum Corona-Schutz

Booster-Impfungen in Bremen: Hier gibt‘s den Termin zum Corona-Schutz

Kommentare