Ab 16. Mai im Schnoor

Schwung in der Bude: Claudia van Veen spielt jetzt in Bremen Theater

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Claudia van Veen, Schauspielerin und Sängerin, auf der Bühne des Packhaustheaters im Schnoor.

Bremen – Es begann mit einem recht merkwürdigen Anruf. „Denk‘ Dir bitte nichts Falsches dabei, Du spielst eine Dildo-Fee.“ Nun, die Schauspielerin Claudia van Veen, am 15. Mai 1976 in Hannover geboren, legte nicht gleich wieder auf und dachte sich auch nichts Falsches. Sie guckte sich die Rolle in der Komödie „No Sex in the City“ von Lydia Fox erst einmal an. Dann sagte sie zu.

Nach Stationen in Braunschweig und Hannover kommt das Stück nun in Bremen heraus. Die Premiere beginnt am Donnerstag, 16. Mai, um 20 Uhr im Packhaustheater im Schnoor.

Van Veen spielt eine Hotelbesitzerin, in deren Haus es spezielle Zimmer mit Doppeltüren gibt – für „Surprise Dates“, für sinnlich-prickelnde Überraschungstreffen. Susan (Arlette Stanschus) und Max Cooper (Sebastian Teichner) wollen genau damit ihr Liebesleben wieder in Schwung bringen – und haben sich über ein Online-Portal zum Seitensprung verabredet. Groß dann die Überraschung, dass beim „Surprise Date“ ausgerechnet der eigene Ehepartner wartet!

Auftritte mit dem Schwiegervater

Und wenn so ein Date mal nicht so recht in Schwung kommt, dann gibt es ja immer noch die Dildo-Fee, sprich: die Hotelbesitzerin. „Ich bringe dann mit Sex-Toy-Partys Schwung in die Bude“, sagt Claudia van Veen über ihre Rolle.

Die Schwiegertochter des holländischen Liedermachers und Schauspielers Herman van Veen („Ich hab’ ein zärtliches Gefühl“) freut sich, in Bremen zu spielen. Wall, Stadtmusikanten und Altstadt hat sie sich angesehen. „Superschön“, schwärmt sie. Auch die Nähe zum Wasser gefällt ihr. Und die Wall-Mühle. Fast wie in Holland! War sie vor dieser Produktion denn auch schon mal in Bremen? Die Antwort kommt prompt: „Ich bin schon mal mit meinem Schwiegervater in der Glocke aufgetreten.“

Genau betrachtet, kennt sie ihren Schwiegervater schon etwas länger als ihren Mann. Als sie mit ihm zusammenarbeitete, fiel ihr Blick auch auf den Tontechniker. Und das nicht nur einmal. . . Nun, der Einsatz irgendwelcher Feen war hier offenkundig gar nicht nötig. Seit August 2011 ist die Schauspielerin mit Merlijn van Veen verheiratet, dem jüngsten Sohn des Liedermachers. Das Paar hat eine Tochter, die im Juni 2013 geboren wurde. Die Familie wohnt jetzt in Hannover. Zuvor: Holland.

Holländisch spricht Claudia van Veen natürlich fließend, ebenso Englisch. Die Schauspielerin und Sängerin arbeitet auch als Sprecherin und Moderatorin. Nach sechs Semestern Medizinstudium ist sie ins Bühnenfach gewechselt, studierte Gesang und Musical – es lag in der Familie: Vater Regisseur, Mutter Kulturmanagerin.

Und sonst? Zeit für Hobbys? „Meine Tochter“, antwortet Claudia van Veen. Und dann hat sie noch eine Ausbildung als Pilates- und Yogalehrerin. Ihr Tipp: „Aerial Yoga. Das macht man an Tüchern, die von der Decke hängen. Es ist gelenkschonender als normales Yoga.“ Sagt‘s – und tritt auf die Bühne des Packhaustheaters. Die letzten Proben für „No Sex in the City“ stehen an. Da ist jetzt die Dildo-Fee wieder gefragt.

Das Stück - Fakten und Aufführungen

Das Packhaustheater im Schnoor zeigt die Komödie „No Sex in the City“ bis zum Spielzeitende am 13. Juli. In der Regie von Florian Battermann und Oliver Geilhardt spielen Claudia van Veen, Arlette Stanschus, Sebastian Teichner, Andreas Werth und Geilhardt selbst. Karten kosten nach Angaben eines Sprechers 30 Euro.

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