Clan-Auseinandersetzung

Beerdigung endet mit Körperverletzung

Twistringen / Bremen - Eskalation am Ende einer Beerdigung am Mittwoch in Bremen: Laut Mitteilung einer Polizei-Pressesprecherin sei es am Rande einer Beisetzung, an der „rund 500 Menschen teilgenommen“ hätten, bei der Abreise zu einer „Clan-Auseinandersetzung“ gekommen.

Dabei habe sich eine Person schwere Kopfverletzungen zugezogen, schwebe aber nicht in Lebensgefahr. Weitere drei Personen hätten leichte Verletzungen davongetragen und seien nach ambulanter Behandlung wieder entlassen worden. Ein Teil der Beteiligten habe sich von Bremen-Osterholz aus in Richtung Twistringen, ihrem Wohnort, abgesetzt. Dort sei es zu einer Nach-Trauerfeier im Schützenhaus gekommen, an der etwa 200 Personen beteiligt gewesen seien, wie die Polizeisprecherin auf Anfrage mitteilte. Dorthin seien auch 16 Bremer Polizisten mit Diensthunden gefahren, um mit Unterstützung von mehreren Beamten der Polizeiinspektion Diepholz Beteiligte zu vernehmen und sich mit den Kollegen vor Ort auszutauschen. „Wir wollten sicherstellen, dass es nicht zu weiteren Vorfällen kommt“, so die Polizeisprecherin.

Insgesamt hätten sich die Vernehmungen als schwierig gestaltet, da die Befragten gegenüber der Polizei nicht aussagen wollten. Zum aktuellen Stand der Ermittlungen hieß es, dass fünf Tatverdächtige im Alter zwischen 21 und 51 Jahren ausgemacht worden seien. Gegen sie, die sich wieder auf freiem Fuß befinden, sei ein Verfahren wegen schwerer Körperverletzung eingeleitet, so die Sprecherin der Bremer Polizei. Die Ermittler, so hieß es, würden nun nach weiteren Zeugen suchen und diese vernehmen, um den Hergang der Auseinandersetzung möglichst genau rekonstruieren zu können.

Fakt sei wohl, teilte die Polizeisprecherin mit, dass beide Clans bereits seit Jahren im Clinch liegen – vermutlich wegen einer Beziehung zwischen zwei Angehörigen der verfeindeten Clans. Dass diese in Bremen aufeinandergetroffen seien, habe nichts mit Bremen zu tun: „Das hätte auch an irgendeinem anderen Ort geschehen können.“ Kurt Henschel

Rubriklistenbild: © dpa

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