Fusion mit „Cinestar“ in der Warteschleife

Relaxen auf Ledersesseln:  „Cinemaxx“ saniert Kino am Hauptbahnhof

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Leder, wohin das Auge blickt: Alle zehn Kinosäle wurden mit 1.850 neuen Relax-Sesseln ausgestattet. 

Rote Samtsessel raus, große schwarze Ledersitze rein. Dazu eine neugestaltete Bar und Loungebereiche zum Verweilen. Das Kino „Cinemaxx“ am Bremer Hauptbahnhof hat vor Kurzem sein Innenleben auf Vordermann gebracht. Jetzt, so hieß es, erwarte die Besucher ein „Kinoerlebnis der Extraklasse”.

Bremen - Kennen Sie das auch? Der Kinoabend mit Freunden steht bevor. Der Film ist ausgewählt, man nimmt Platz und weiß nie so recht, wohin mit seinen Armen. Mal rutscht der eine Arm von der linken Lehne, mal der andere von der rechten. Das „Cinemaxx“ hat dem nun Abhilfe geschaffen und die bisherigen 2.280 Kinositze gegen 1.850 „Relax-Seats” ausgetauscht. Jeder einzelne der insgesamt zehn Säle wurde mit den extra breiten und den Angaben zufolge besonders bequemen Sitzmöben ausgestattet – inklusive verstellbarer Rückenlehnen. 

Cinemaxx Bremen mit moderner Farbwelt 

„Wenn unsere Gäste das verwandelte Kino betreten, finden sie im Kinofoyer ein völlig neues Designkonzept vor. Eine moderne Farbwelt, Lounge-Möbel sowie innovative digitale Flächen erzeugen ein phantastisches Kino-Flair, das zum Verweilen vor und nach dem Film einlädt”, sagte „Cinemaxx“-Geschäftsführer Carsten Horn. Kino, so Horn weiter, habe seit jeher eine starke soziale Komponente und sei ein Ort, an dem sich Menschen begegneten. Diesen Kerngedanken habe man bei der Sanierung des 20 Jahre alten Kinos aufgegriffen und verbinde diesen mit den Ansprüchen, „die Kinogänger von heute, aber insbesondere auch der Zukunft haben werden”, erklärte Horn.

Longdrinks an stylischer Bar im Cinemaxx Bremen

Theaterleiter Jose Alvarez ergänzte mit Bezug auf das Drumherum: „Wir haben auch unser gastronomisches Angebot ergänzt. An unserer stylischen Bar gibt es Longdrinks, ein erweitertes Biersortiment, Snacks und vieles mehr.” Wie ein Firmensprecher auf Nachfrage mitteilte, hat das Unternehmen einen „signifikanten siebenstelligen Betrag” in die Umbauarbeiten investiert. Eine konkrete Summe nannte er nicht. Ebensowenig kommentierte das „Cinemaxx“ aktuelle Ticketverkäufe. Nur so viel: „Unser Gesamtausblick auf das Kinojahr 2019 ist positiv. Hier liegen wir deutlich über dem Vorjahr.“ 

Kino-Umsatz geht in Bremen zurück

Nach Zahlen der Filmförderungsanstalt (FFA) war das Bremer Kinojahr 2018 kein sonderlich gutes. So brach der Umsatz um fast ein Fünftel ein. Gründe hierfür waren unter anderem der Jahrhundertsommer und die Fußball-WM. Doch ein Blick auf das erste Halbjahr 2019 zeigt für Bremen und Bremerhaven, dass die Besucherzahl zwar deutlich um 9,6 Prozent auf fast 805.000 Zuschauer gestiegen ist, der Umsatz dennoch um 2,3 Prozent zurückging. Eintrittspreise fielen laut FFA im Vergleich zum Vorjahr um fast elf Prozent auf durchschnittlich 8,51 Euro. 

Mögliche Fusion von CineStar und Cinemaxx

Zur geplanten Fusion der beiden großen Kinos „Cinemaxx“ und „Cinestar“ (Kristallpalast) sagte der Sprecher, dass das Mutterunternehmen von „Cinemaxx“, „VUE International“, „Cinestar“ übernehmen wolle, hierzu aber noch das Ergebnis des Fusionskontrollverfahrens durch das Bundeskartellamt abgewartet werden müsse. Kostenpunkt: knapp 222 Millionen Euro. Die Existenz des Bremer „Cinestar“ sei durch eine mögliche Fusion nicht gefährdet.

Ein ganz wichtiger Kinostart steht übrigens am 2. April 2020 an - einen ersten Vorgeschmack gibt es bereits: Endlich ist der erste Trailer zu „James Bond 007: No Time to Die“ da! Für Daniel Craig ist es das letzte Mal als James Bond.

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