Neue Partei Alfa bekommt Bremer Landesverband

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Der ehemalige Vorsitzende des AfD-Landesverbandes, Christian Schäfer.

Bremen - Baden-Württemberg macht es am Sonntag vor, bis Ende September wollen Niedersachsen und Bremen folgen: Bundesweit schießen in diesen Wochen die Landesverbände der AfD-Nachfolgepartei Alfa aus dem Boden.

Bis spätestens Ende September will die neue Partei Allianz für Fortschritt und Aufbruch (Alfa) auch in Niedersachsen und Bremen mit eigenen Landesverbänden präsent sein. In Niedersachsen konnte bereits ein Termin für den Gründungsparteitag gefunden werden, auch in Bremen laufen die Vorbereitungen. Bundesweit erfolgen im Moment die Verbandsgründungen. Den Anfang macht Baden-Württemberg am Sonntag: In Stuttgart werden zu einer Alfa-Gründungsversammlung rund 100 Mitglieder erwartet.

Nach Angaben des Alfa-Mitbegründers Matthias Dorn ist der Gründungsparteitag in Niedersachsen am 26. September in Verden geplant. Dorn war von März 2013 bis Juli 2015 Mitglied der AfD. Der ehemalige Vorsitzende der Bremer AfD, Christian Schäfer, kündigte an, bis Ende September ebenfalls einen Landesverband gründen zu wollen. Derzeit würden dafür intensive Vorbereitungen getroffen, sagte Schäfer.

Alfa ist aus der Abspaltung des liberalen Flügels der AfD Anfang Juli hervorgegangen. Der im internen Machtkampf den Nationalkonservativen unterlegene Parteigründer Bernd Lucke hatte die neue Partei gegründet und wurde zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Derzeit habe Alfa in Bremen 27 Mitglieder, sagte Schäfer, der im Juli aus der AfD ausgetreten war. Weitere Anträge würden erst nach der Gründung bearbeitet.

Schäfer schätzt, dass etwa zwei Drittel der Alfa-Mitglieder früher bei der AfD waren. „Alfa wird in keiner Form Ausländerfeindlichkeit, Rassismus und pauschale Vorurteile gegenüber dem Islam dulden“, sagte Schäfer. Er gehe davon aus, dass bis Ende Oktober in den meisten Bundesländern Landesverbände der Partei gegründet sein werden.

Niedersachsens AfD-Landeschef Armin-Paul Hampel fürchtet angesichts der Alfa-Gründung keine Nachteile für seine Partei. „Ich glaube, das Thema ist durch“, sagte er der dpa in Hannover. Die Parteiaustritte hielten sich in Grenzen, inzwischen seien auch viele zunächst ausgetretene Parteimitglieder wieder zurückgekommen.

dpa

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