Christian Freese ist „Bremer Unternehmer des Jahres“

Deckbeläge für Kreuzliner

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Der Gründerpreis geht an die „Scils“-Gründer Dr. Dennis Trede (2.v.l.) und Prof. Dr. Peter Maaß (2.v.r.). Links im Bild: Dr. Dirk Kühling aus dem Wirtschaftsressort, rechts: Sparkassen-Vorstand Dr. Heiko Staroßom.

Bremen - Von Jörg Esser. „Wir machen Boden gut“ – so lautet der Slogan der Freese-Gruppe. Die Freese-Gruppe ist unter anderem Weltmarktführer bei Schiffsdeckbelägen. Und ihr Chef Christian Freese (47), der das Bremer Familienunternehmen in vierter Generation führt, ist heute Abend vor rund 600 Gästen bei der Unternehmergala im Finanzzentrum der Sparkasse zum „Bremer Unternehmer des Jahres“ gekürt worden.

Die Familienunternehmer (ASU) und die Jungunternehmer (BJU) haben gestern zum 29. Mal den „Bremer Unternehmer des Jahres“ gekürt. Und wieder einmal sei die Wahl auf ein Traditionsunternehmen gefallen, sagte gestern ASU-Vorstand Franca Reitzenstein. „Ich war überrascht und bin jetzt super stolz auf die Auszeichnung“, entgegnete Freese.

Die heutige Freese AG wurde 1910 als „technisches Geschäft für Schiffs- und Kesselreinigung“ gegründet. Mittlerweile ist die Freese-Gruppe ein international tätiges Industrieunternehmen für Schiffsdeckbeläge, Fußbodentechnik, Oberflächentechnik sowie Technologie und Automatisierung. Die Gruppe beschäftigt 300 Mitarbeiter in Deutschland, Südkorea, den USA sowie Indien und hat im Jahr 2014 eine Gesamtleistung von 70 Millionen Euro erwirtschaftet. Christian Freese bleibt bescheiden. Er sagt: „Wir stellen seit 105 Jahren Fußböden her.“

85 Prozent der Schiffe würden heutzutage in Südostasien gebaut. Auch deshalb ist die Freese AG dem Markt gefolgt. Die Werften sind schließlich der größte Auftraggeber des Unternehmens. Bekannte Kreuzliner wie „Mein Schiff 4“, die

„AIDAprima“ und die „An-them of the Seas“ sowie zahllose Luxusyachten sind mit Schiffsdeckbelägen aus dem Hause Freese unterwegs. Die Firma ist in diesem Sektor Weltmarktführer. In Korea liegt der Anteil bei den Schiffsneubauten bei 60 Prozent.

Und nicht nur das: Die Bremer bauen auch Terrazzobodenflächen. Unter anderem haben sie den Neubau der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main mit einer „fugenlosen Landschaft“ bestückt. Und sie haben den Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg, der ja vielleicht irgendwann noch einmal eröffnet wird, mit 20000 Quadratmeter Terrazzo sowie 180000 Quadratmetern anderen Bodenflächen ausgestattet. Freese: „Wir waren pünktlich fertig und sind komplett bezahlt worden.“

Die Sparkasse Bremen hat am Abend zudem den Gründerpreis verliehen. „Wir verstehen uns als Teil eines leistungsfähigen Netzwerks“, sagte Sparkassen-Vorstand Dr. Heiko Staroßom. Die mit 10000 Euro dotierte Auszeichnung geht an „Scils“. Das 2012 als Universitäts-Ausgründung ins Leben gerufene Unternehmen entwickelt und vertreibt eine neuartige Software für die bildgebende Massenspektronomie. Und ist in diesem Bereich bereits Weltmarktführer. „Bremen ist ohnehin die Welthauptstadt der Massenspektronomie“, wirft Dr. Dennis Trede, einer der drei „Scils“-Gründer, ein. Der Name „Scils“ steht für Fähigkeiten, ergänzt sein Kollege Prof. Dr. Peter Maaß.

Mit der von den Bremern entwickelten Software „Scils Lab“ sollen die „riesigen Datenmengen“ gebändigt werden, die unter anderem bei Gewebe- und Molekularanalysen entstehen. Anwendung findet die Software in der Pharmakologie, in der Krebsforschung und der Materialforschung. Von „Scils Lab“ sind weltweit 180Lizenzen verkauft worden, davon zehn Prozent in Deutschland. Zwei Drittel der Kunden sind laut Trede Universitäten und Forschungseinrichtungen, ein Drittel kommerzielle Unternehmen, unter anderem aus der Pharma- und Automobilindustrie.

www.gtf-freese.de

www.scils.de

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