Chinesisches Neujahrsfest: Übersee-Museum und Konfuzius-Institut bringen Besuchern eine aufregende Kultur näher

Kalligrafie, Kampfkunst und Kochkursus

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Löwentanz von dem Bremer Wushu-Team Zhao Dong.

Bremen - Er vereint Kampfkunst und Tanz, soll das Böse vertreiben und Glück bringen: Der Löwentanz ist ein traditionelles chinesisches Ritual, den das Bremer Wushu-Team Zhao Dong am Sonnabend im Übersee-Museum aufführte. Das farbenfrohe Spektakel bildete einen der Höhepunkte des vom Konfuzius-Institut und Museum gemeinsam organisierten chinesischen Neujahrsfestes.

2015 feierte diese Kooperation zum ersten Mal den Beginn des neuen Mondjahres, der immer auf ein anderes Datum zwischen dem 21. Januar und 21. Februar fällt. Den Anlass gab damals die Mao-Ausstellung im Übersee-Museum. „Die Resonanz war so gut, dass wir uns entschlossen haben, es in diesem Jahr zu wiederholen“, so Cerstin Wille, Sprecherin des Museums. Und auch am Sonnabend kamen viele neugierige Besucher, um die chinesische Kultur zu erleben und das „Jahr des Affen“ zu begehen.

Die Direktorin des Konfuzius-Instituts, Prof. Dr. Zhu Jin, erklärte: „Silvester ist in China wie Weihnachten in Deutschland, es ist das wichtigste Familienfest.“ Im Rahmen der Familie wird gemeinsam gegessen, alle bleiben die ganze Nacht wach, spielen Spiele oder erzählen sich Geschichten, und die Kinder bekommen Geschenke. Insgesamt 15 Tage dauern die Festlichkeiten an. „Am 15. Tag des neuen Jahres bildet dann das Laternenfest den Abschluss“, so Jin.

Im Übersee-Museum wurden die traditionellen Künste lebendig, und es gab zahlreiche Möglichkeiten, in die aufregende chinesische Kultur einzutauchen. Kreativ betätigten sich die Besucher bei Scherenschnitten oder im Kalligrafie-Kurs, die ersten Worte Chinesisch lernten sie beim Schnupper-Sprachkurs. Es gab außerdem Kung-Fu-Vorführungen, eine traditionelle Teezeremonie und Vorträge, unter anderem zum Thema „Weltmacht China im Leerlauf?“

Heiß begehrt waren die Plätze im Kochkursus von Ailing Pi und Yue Liu vom Konfuzius-Institut. Mit den Teilnehmern bereiteten sie das typische nordchinesische Silvesteressen Jiaozi zu, chinesische Teigtaschen. Sie haben eine gewisse Ähnlichkeit zu schwäbischen Maultaschen und werden um Mitternacht gegessen. Die Teilnehmer bereiteten sie mit einer vegetarischen und einer Fleischfüllung zu. „In einigen Teigtaschen werden Nüsse versteckt, die demjenigen, der die Teigtasche isst, Glück, Reichtum und ein langes Leben bringen sollen“, erklärten die Teilnehmerinnen Karin Fettmeier und Lili Gomez begeistert diese chinesische Tradition. Den Abschluss des farbenfrohen Festtages und der spannenden Reise in das Reich der Mitte bildete abends ein Feuerwerk vorm Bahnhof.

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