CDU-Spitzenkandidatin will ihr Mandat in der Bürgerschaft nicht annehmen / Platz für Thomas vom Bruch

Motschmann bleibt in Berlin

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Bleibt in Berlin: Elisabeth Motschmann.

Bremen - Die Spitzenkandidatin der Bremer CDU, Elisabeth Motschmann, wird ihr Mandat in der Bremischen Bürgerschaft nicht annehmen und in Berlin bleiben. Im Vorfeld der Landtagswahl hatte die 62-Jährige stets offengelassen, ob sie ihr Mandat im Bundestag oder eine Position im Bremer Parlament wahrnehmen möchte.

Von Motschmanns Entscheidung für Berlin profitiert jetzt der CDU-Bildungspolitiker Thomas vom Bruch. Vom Bruch hatte den Wiedereinzug in die Bürgerschaft knapp verpasst – ihm wurde Bremens kompliziertes Wahlsystem zum Verhängnis (wir berichteten).

Motschmann sagte gestern: „Nach reiflicher Überlegung und Beratungen im geschäftsführenden Landesvorstand habe ich mich dafür entschieden, meine Arbeit und meinen Einsatz für Bremen durch mein Mandat im Bundestag weiter fortzuführen.“ Die CDU-Spitzenkandidatin und stellvertretende Landesvorsitzende wollte den Landeswahlleiter deshalb gestern über ihren Verzicht auf das Mandat in der Bremischen Bürgerschaft informieren.

Die 62-Jährige betonte weiter, dass ihr Lebensmittelpunkt auch in Zukunft Bremen bleiben werde. Motschmann: „Meine Arbeit für Bremen und die Bremer CDU geht deshalb unvermindert weiter – als Bundestagabgeordnete, stellvertretende Landesvorsitzende sowie für die Frauen-Union und den Evangelischen Arbeitskreis.“ Sie sei sich sicher, dass die CDU den Schwung aus dem Wahlkampf für die kommende Legislatur mitnehmen könne. Sie freue sich „auf eine engagierte Oppositionsarbeit von Partei und Fraktion“ – wobei die Fraktion ja nun auf Motschmann verzichten muss. Ein Hintertürchen lässt sich die gelernte Religionspädagogin allerdings offen: Sollte es doch zu einer Regierungsbeteiligung der Bremer CDU kommen, stehe sie „selbstverständlich zur Verfügung“. Danach sieht es allerdings zur Zeit nicht aus. Die Zeichen stehen erneut auf Rot-Grün.

CDU-Landeschef Jörg Kastendiek zeigte Verständnis für Motschmanns Entscheidung. „Wir tragen ihre Entscheidung voll mit. Sie leistet in Berlin hervorragende Arbeit für die Interessen Bremens und hat dort in kurzer Zeit viele wichtige Netzwerke geknüpft.“

Er freue sich, mit Motschmann in Berlin auch in Zukunft „eine starke und leidenschaftliche Kämpferin für unsere beiden Städte“ zu haben. Als stellvertretende Landesvorsitzende werde Motschmann die Arbeit und Entwicklung der CDU nach wie vor mitgestalten, so Kastendiek.

gn

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