Vorschlag für CDU-Spitzenkandidaten

Carsten Meyer-Heder: Aufbruch mit Seiteneinsteiger

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Carsten Meyer-Heder, „Bremer Unternehmer des Jahres 2014“, könnte Spitzenkandidat der CDU für die Bürgerschaftswahl 2019 werden.

Bremen - Der Unternehmer Carsten Meyer-Heder soll nach einem Vorschlag von CDU-Landeschef Jörg Kastendiek die Christdemokraten als Spitzenkandidat in die Bürgerschaftwahl 2019 führen.

Er sei überzeugt, die CDU könne mit Meyer-Heder das Ziel erreichen, im Mai 2019 bei der Bürgerschaftswahl stärkste Partei zu werden und den Regierungsauftrag zu erhalten, schrieb Kastendiek in einem Brief an den Landesvorstand, der sich am Montag mit dem Vorschlag befassen will. Dann endet die Bewerbungsfrist für die Spitzenkandidatur, über die ein CDU-Landesparteitag am 26. Mai entscheidet.

Somit läuft es nach dem Rückzug von CDU-Vize Jens Eckhoff auf den 56-jährigen Seiteneinsteiger hinaus. Eckhoff hatte vorige Woche erklärt, nicht kandidieren zu wollen, weil er nicht die nötige Unterstützung habe. Bei den Wahlen zuvor hatten sich Elisabeth Motschmann, Rita Mohr-Lüllmann, Thomas Röwekamp und Hartmut Perschau darin versucht, die SPD-Herrschaft zu durchbrechen. Um den Namen Meyer-Heder hatte es seit Monaten Spekulationen gegeben, die Parteispitze hatte solche Überlegungen bislang jedoch dementiert.

Meyer-Heder kein CDU-Mitglied

Meyer-Heder ist kein CDU-Mitglied. Er ist 56 Jahre alt, verheiratet, hat drei Kinder, lebt in Bremen und ist geschäftsführender Gesellschafter von Team Neusta, einem IT– und Medienunternehmen mit Sitz in Bremen, das rund 1 000 Mitarbeiter hat. Im Jahr 2014 wurde Meyer-Heder als „Bremer Unternehmer des Jahres“ ausgezeichnet. Mit seiner Nominierung will die CDU ihre Erfolglosigkeit bei den Bürgerschaftswahlen beenden. Seit 1946 regiert die SPD in Bremen, 1999 kam die CDU den Sozialdemokraten am nächsten (32,6 Prozent, SPD 33,4 Prozent). Zuletzt, 2015, lagen mehr als zehn Prozentpunkte zwischen SPD und CDU, die 22,4 Prozent der Stimmen erreichte.

Der von Kastendiek als „ engagiert, durchsetzungsstark, zielstrebig“ gelobte „Seiteneinsteiger“ Meyer-Heder betonte in einem Schreiben an die CDU-Mitglieder, Bremen brauche eine Erneuerung, was aber nur mit einem „politischen Reset“ gehe. „Es ist schließlich kein Naturgesetz, dass die SPD immer stärkste Kraft in Bremen ist.“

Er wolle gemeinsam für den Aufbruch und die Erneuerung in Bremen und Bremerhaven kämpfen, schrieb er. „Am Ende entscheiden aber die Delegierten auf dem Landesparteitag darüber, ob und wo sie mich sehen. Solange bleibt mein Angebot ein Angebot.“ J sk/dpa

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