Kampf gegen sexuelle Belästigung

Bremerinnen gehen gegen Sexismus auf die Straße – Catcalling am Pranger

Junge Frauen kreiden verbale sexuelle Belästigung an.
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Junge Frauen kreiden verbale sexuelle Belästigung an.

Vier Bremerinnen kämpfen gegen Catcalling. Die Idee kommt aus New York, nun tragen die jungen Frauen den Protest gegen die Sexismus auf die Straßen der Hansestadt.

Bremen – Catcalling ist eine Form der verbal sexuellen Belästigung. Es bezeichnet beispielsweise sexuell anzügliches Rufen, Reden oder Pfeifen im öffentlichen Raum. Merle, Lynn, Katze und Emma aus Bremen kämpfen gegen dieses Problem, auf der Straße und im Internet werden sie dafür aktiv. Die Nachnamen der jungen Frauen bleiben aus Sorge vor Anfeindungen verdeckt. Auf Instagram folgen ihnen mittlerweile mehr als 2100 Personen, dort sind sie unter dem Namen catcallsofbrmn zu finden. Sexuelle Belästigung ist trauriger Alltag in Bremen, wie ein Vorfall am Bremer Hauptbahnhof zeigte.

StadtBremen
Fläche326,7 km²
Höhe11 m
Bevölkerung569.352

Die vier Bremerinnen wollen das Problem auf den Straßen der Hansestadt ankreiden, im wahrsten Sinne des Wortes. Sie malen Sprüche mit Kreide auf den Boden. Die Sätze, die sie schreiben, stammen aus Situationen, in denen Opfer von Frauen Catcalling wurden, wie beispielsweise „geiler Arsch“. Zum ersten Mal ist diese Art des Protestes 2016 in Ney York entstanden, damals hatte eine Studentin Sätzen aus Belästigungen mit Kreise auf die Straße geschrieben und fing an diese auf Instagram zu posten.

Bremerinnen aus New York insipiriert

Die Resonanz darauf war riesig, bis heute sind weltweit Aktionen wie diese zu finden. Auch die vier Bremerinnen zeigen ihre Straßen-Aktionen über Instagram. Auf ihrem Instagram-Profil catcallsofbrmn erwähnen die vier Bremerinnen auch ihre Inspiration aus New York. Zudem sind sie Mitglied der Internationalen Chalk Back-Bewegung, die sich gegen Übergriffe auf der Straße stark macht. Erst Anfang September kam es in einer Disco in Sande zu einem sexuell gewaltvollen Übergriff gegenüber einer jungen Frau.

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Wichtig ist den vier Frauen vor allem, nicht zu verallgemeinern: „Wir schreiben ja niemals, alle Männer sind so, sondern wir schreiben immer: er“, so Merle gegenüber „buten un binnen“. Dabei stellt sie klar: „Wir sagen zu Menschen, die catcallen, auch nicht gleich, du bist scheiße, weil du das machst. Sondern wir sagen: Denke mal darüber nach, was du da machst. Ein Null-Toleranz-Beispiel lieferte hingegen ein junger Mann aus Wildeshausen, der sich wegen sexueller Belästigung „auf dem Sofa“ verantworten musste.* kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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